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Regelnovelle 2021: Teams zerstritten

Beim Reglement ab der Saison 2021 gibt es keinen Konsens zwischen den Teams. Nun soll ein FIA-Treffen in Paris Fortschritte bringen.

Das Reglement für die Formel-1-WM 2021 lässt weiter auf sich warten: Eigentlich müsste es bis Ende des Monats feststehen, doch im Fahrerlager wird bereits gemunkelt, dass die Novelle wohl erst im Oktober finalisiert wird. Am vergangenen Wochenende in Kanada führte WM-Mehrheitseigner Liberty Media zahlreiche Diskussionen mit den Teams, offenbar aber ohne zählbaren Erfolg.

Nun sieht es danach aus, dass neben dem technischen auch das sportliche Reglement erst später im Jahr feststehen könnte. Die Formel-1-WM ist aktuell gespalten: Während manche Rennställe eine Verschiebung begrüßen, drängen andere auf die Frist Ende Juni. Zu letzteren Teams soll vor allem Renault zählen, denn die Franzosen befürchten, dass die geplanten Regeländerungen nicht so drastisch ausfallen könnten wie erhofft, wenn man noch länger zuwartet.

Davon profitierten dann aber vor allem die bisherigen Topteams. Für die FIA drängt also die Zeit; gibt es bis Ende Juni noch kein neues Reglement, können Änderungen für 2021 ab Juli nur noch mit Einstimmigkeit aller Teams beschlossen werden. Befürchtet wird, dass die großen Teams die Zeit einfach aussitzen und die großen Regeländerungen so blockieren könnten.

Die FIA möchte nun am Donnerstag alle Team- und Technikchefs in Paris an einen Tisch bringen. Eigentlich wollte man alle Teams dazu bewegen, einer Verschiebung auf Oktober zuzustimmen, doch Renault stellte sich quer. Am Freitag steht die nächste Sitzung des Motorsportweltrats an. Ursprünglich sollte dabei schon das Reglement ab 2021 abgesegnet werden, was allerdings nichts werden wird, weshalb nun tags zuvor noch einmal versuchen will, Bewegung in den Prozess zu bekommen.

Sollten auch bei diesem Treffen keine Fortschritte erfolgen, bestünde für die FIA zwar die Möglichkeit, die Novelle am Freitag im Weltrat durchzudrücken, damit würde man allerdings riskieren, einige Teams gegen sich aufzubringen. Da man bislang stets auf Dialog gesetzt hatte, wäre das ein eher überraschender Schritt. Theoretisch wäre es aber ein legitimes Druckmittel seitens der FIA.

Ferrari spricht sich jedenfalls klar für eine Verschiebung aus. Teamchef Mattia Binotto erklärte, dass prinzipiell alle auf der gleichen Seite stünden; allerdings seien die von Liberty Media vorgeschlagenen Regeln noch nicht ausgereift genug. Daher sei es die richtige Entscheidung, sich noch etwas mehr Zeit zu lassen. Es könnte sich dabei aber natürlich auch um das von der Konkurrenz vermutete Spiel auf Zeit handeln.

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