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Sportsmann Stohl

Manfred Stohl hat auf der Strecke keine Chance gegen Lokalmatador Raphael Sperrer, trotz eines Regelverstoßes des Kirchdorfers wird auf einen Protest verzichtet.

Manfred Stohl hatte beim dritten Lauf zur T -Mobile Rallyemeisterschaft, der Dunlop Pyhrn Eisenwurzen-Rallye, keine Chance gegen Raphael Sperrer. Ohne einen einzigen Testkilometer ging der Wiener am Freitag auf die Strecke, leider konnte das WRC an den beiden Renntagen nicht optimal abgestimmt werden.

Nach Sperrers Strafzeit am 1. Tag – der Getriebewechsel dauerte zu lange – begannen Manfred Stohl und Ilka Petrasko den zweiten Tag mit 13 Sekunden Vorsprung. Doch bereits nach zwei Sonderprüfungen hatte Sperrer den Rückstand aufgeholt und der Wiener musste seinen Meisterschaftsgegner ziehen lassen:

„Ich war die ganze Zeit über ziemlich ratlos. Das einzig Positive hinsichtlich der Meisterschaft ist, dass wir die Rallye beendeten und 15 Punkte auf unser Konto gutschreiben konnten. Trotzdem geht der Sieg für Raphael voll in Ordnung. Er war an diesem Wochenende eine Klasse für sich. Auch wenn unser Auto perfekt gelaufen wäre, hätten wir Sperrer bei seiner Heimrallye sicher nur sehr schwer biegen können. Uns steht jetzt jede Menge Arbeit ins Haus, dass wir bei der Bosch-Rallye wieder voll da sind und die T -Mobile-Rallyemeisterschaft noch spannend gestalten können."

Sperrers Sieg hatte vor allem für Manfred Stohl einen etwas bitteren Beigeschmack: Nach der dritten Sonderprüfung des ersten Tages wurde der Wagen von Raphael Sperrer auf der Verbindungsetappe in die Servicezone von einem anderen Wagen geschoben. Ebenso wurde das Wettbewerbsfahrzeug in der Servicezone zur Zeitkontrolle geschoben. In beiden Fällen liegt ein Verstoß gegen das Sportgesetz der OSK vor, womit Manfred Stohl berechtigt gewesen wäre, Protest gegen das Resultat von Raphael Sperrer einzulegen. Doch der 29 Jahre OMV Pilot verzichtet zu Gunsten der sportlichen Fairness auf sein Recht und damit die Meisterschafts-Führung:

„Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht, da es hier natürlich um wertvolle Punkte für die Meisterschaft geht. Doch auf Grund der großen Überlegenheit von Raphael Sperrer auf der Strecke habe ich mich im Sinne der Sportlichkeit dazu entschieden, dass ich von einem Protest absehe."

"Er ist eine hervorragende Rallye gefahren. Die Fakten waren jedoch klar und wir hatten auch stichhaltige Beweise (Augenzeugen, Stoßstange). Ich hoffe jedoch, dass dies ein Einzelfall bleibt und nicht wieder vorkommt. Mir liegt es fern, dass die T -Mobile Meisterschaft am Grünen Tisch entschieden wird. Ich denken, dass dies im Sinne unseres Sports, der Fans und aller Zuschauer auf der Strecke geschehen soll.“

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