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VW Scirocco testet für die Grüne Hölle

Die Rennsportversion des neuen VW Scirocco hat in Oschersleben den ersten Dauertest erfolgreich absolviert. Fahrer: Stuck & Sainz!

Johannes.Gauglica@motorline.cc; mid/hh

Die ausgiebigen Tests in Oschersleben dienen als Vorbereitung für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (23. bis 25. Mai).

Als Motor kommt ein rund 300 PS starker 2,0-Liter-Direkteinspritzer zum Einsatz, für die Kraftübertragung sorgt ein Doppelkupplungsgetriebe. Die Straßenversion des kompakten Coupés kommt erst im Herbst zu den Händlern, dann zunächst wahrscheinlich mit 147 kW/200 PS Leistung.

The Look

Um den Gesamtsieg fährt dieses Auto zwar nicht mit, aber wenn es nach dem ersten veröffentlichten Bild des VW-Werksautos geht, dann bringen die Wolfsburger zumindest optisch einen echten "Sieger" an die Nordschleife.

Am Nürburgring werden drei Fahrzeuge unter der Bewerbung von VW Motorsport eingesetzt. Die Fahrer-Teams können sich sehen lassen: Allen voran gibt der dreimalige 24h-Sieger Hans-Joachim Stuck - heutzutage ja Markenrepräsentant von Volkswagen - und das Rallye-As Carlos Sainz.

Von der Wüste in die Hölle

Carlos Sainz, Giniel de Villiers und Dieter Depping - für die Volkswagen Werkspiloten aus dem Marathon-Rallye-Programm der Marke bedeutet der Start beim 24-Stunden-Rennen knapp einen Monat nach dem erfolgreichen VW-Einsatz bei der Zentral-Europa-Rallye ein willkommenes Kontrastprogramm.

Alle drei besitzen Erfahrungen im Rundstreckensport: De Villiers gewann 1994 sowie 1997 bis 2000 in seiner Heimat Südafrika jeweils die Tourenwagen-Meisterschaft. Dieter Depping schaffte voriges Jahr mit dem Golf GTI den Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Bei Sainz sind die Asphalt-Tage etwas länger her.

"Mein letztes Rundstrecken-Rennen liegt lange zurück: in den 80er-Jahren, zu Beginn meiner Karriere", erzählt der Sieger der Zentraleuropa-Rallye und regierende FIA Marathon Rallye-Champion, "ich bin noch nie ein 24-Stunden-Rennen gefahren und freue mich sehr darauf.“

Im Jahr 1989 plante „El Matador“ schon einmal ein solches Unternehmen, und zwar bei den 24 Stunden von Le Mans mit einem Porsche 962. Letztlich wurde daraus aber nichts.

„Ich kenne den Nürburgring nur aus Erzählungen und habe gehört, dass dieses Rennen eine ganz besondere Herausforderung ist. Ich will das Team bestmöglich unterstützen, deshalb werde ich mich gut vorbereiten und auch ein Test-Rennen bestreiten."

Mission: Titelverteidigung

Mit Jimmy Johansson, Florian Gruber sowie Dieter Depping sind drei der vier in ihrer Klasse siegreichen Piloten der Vorjahres-Ausgabe der 24 Stunden auf dem Nürburgring erneut am Start. 2007 haben sie gemeinsam mit René Rast (er fährt jetzt im Porsche-Supercup) mit dem Golf GTI die Kategorie SP3T für Fahrzeuge mit Zweiliter-Turbomotoren gewonnen.

Außerdem schafften sie den auch international vielbeachteten 8. Rang im Gesamtklassement. Die Technik des neuen Scirocco basiert auf dem siegreichen Vorjahres-Golf.

Wohlfühl-Renner

"Strietzel" Stuck war nach den ersten Kilometern angenehm überrascht: "Ich habe mich reingesetzt und wohl gefühlt. Der Scirocco ist eines der unkompliziertesten Rennautos, die ich je gefahren bin. Es macht richtig Spaß. Jetzt freue ich mich erst recht auf die 24 Stunden auf der Nordschleife."

Nicht der einzige

Nicht nur der VW Scirocco wird am Nürburgring quasi seine Weltpremiere noch vor dem Verkaufsstart der Serienversion erleben. Lexus plant dasselbe mit seinem neuen Mittelmotor-Sportwagen LF-A, der ja überhaupt erst 2009 käuflich zu erwerben sein wird. Für die Japaner geht es primär um Entwicklungsarbeit.

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