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Formel 1: Interview

Honda unsicher bzgl. Antriebsupdates

Eine vierte Ausbaustufe soll McLaren nach vorne bringen, doch selbst die Japaner sind von den Updates noch nicht gänzlich überzeugt.

Honda will McLaren mit weiteren Neuerungen am Formel-1-Antrieb möglichst schnell auf die Sprünge helfen. Die Japaner, die eine dritte Ausbaustufe zum Grand Prix von Aserbaidschan in Baku mit einigem Erfolg eingeführt haben, wollen bald nachlegen. Der Zeitpunkt für den Einbau der neuen, nunmehr vierten Version des Aggregats steht allerdings noch nicht fest. Im Lager von Honda herrscht Unsicherheit, ob alle neuen Komponenten haltbar und leistungsfähig genug sind.

"Wir kennen das Zielfenster, das die anderen bereits erreicht haben", sagte Honda-Projektleiter Yusuke Hasegawa im Gespräch mit Autosport. Man orientiert sich seit dem Frühjahr 2016 an den Konzepten der Konkurrenz und hat den eigenen Lösungsansatz aufgegeben. "Wir wissen dadurch, dass wir konzeptionell richtig liegen, aber wir kennen die Lösungen der anderen natürlich nicht im Detail. Wir kennen aber die Richtung."

"Uns sind die Elemente, die für die Leistungsfähigkeit entscheidend sind, durchaus bekannt. Wir sind aber aktuell noch nicht ganz sicher, welche dieser Elemente wir jetzt einführen sollten", bekannte Hasegawa die herrschende Unsicherheit. Im Köcher sind derzeit Updates am 1,6-Liter-V6-Motor, die eine bessere Benzinverbrennung gewährleisten sollen; zudem hat man neue Bauteile für die Hybridperipherie parat. "Alles für mehr PS", erklärte der Japaner.

"Wir haben es auf Seiten der Planung unterschätzt", gab Hasegawa zu. "Es war klar, dass wir viel aufholen müssen. Deswegen haben wir den Schritt zum Konzeptwechsel frühzeitig gemacht und schon im Mai vergangenen Jahres damit begonnen, aber ein Jahr reicht einfach nicht", erklärte er. "Theoretisch gesehen haben wir schon gute Fortschritte gemacht. Wir sind auf halbem Weg zum Ziel, aber es braucht eben noch weitere Fortschritte, um die Topteams zu packen."

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