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DTM: News

Welche Hersteller könnten einsteigen?

Nach dem angekündigten Mercedes-DTM-Ausstieg suchen Gerhard Berger und die ITR nach neuen Herstellern - Was mögliche Kandidaten sagen.

Fotos: DTM, Photo4

Nach der Ankündigung von Mercedes, die DTM Ende 2018 zu verlassen, sehen sich die DTM-Verantwortlichen, allen voran ITR-Vorstandsvorsitzender Gerhard Berger, vor der Herausforderung, die DTM für die Zeit nach 2018 auf die richtige Spur zu bringen. Um dies zu erreichen, müssen die beiden Hersteller Audi und BMW von der Zukunft der DTM überzeugt werden und neue Automobilkonzerne in die deutsche Tourenwagenserie gelockt werden. Doch das ist nicht so einfach.

Falls sich keine neuen Hersteller für das Deutsche Tourenwagen Masters finden sollten, könnte sich Berger eine DTM mit zwei Herstellern vorstellen. "Ich halte auch das für möglich. Das hat die DTM ja schon mehrfach bewiesen. Es kommt auf die Entscheider an. Wenn sie das wirklich wollen, sehe ich Möglichkeiten", erklärt er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA).

"Ganz ehrlich: Wir können so kurz nach dem Mercedes-Ausstieg kein alternatives Langzeitkonzept auf den Tisch legen. Aber wir werden ein Konzept erstellen", ergänzt der Tiroler. Von 2006 bis 2011 waren mit Audi und Mercedes nur zwei Marken in der DTM vertreten, ehe 2012 BMW einstieg und gleich im Premierenjahr mit Bruno Spengler die Meisterschaft gewann.

Kommt Toyota in die DTM?

Heißtester Kandidat für einen DTM-Einstieg ist Toyota. Schon am Norisring brachte BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt die Japaner ins Spiel. "Bei meinen ehemaligen Kollegen aus Köln könnte ich es mir gut vorstellen, dass sie mit einem Lexus in der DTM mitfahren. Es ist ein Premiumhersteller, der sehr gut zu uns in die Serie passen würde. Ich denke, mit dem Standort in Köln wären sie sehr gut in der Lage, so ein Programm locker auf die Beine zu stellen", sagt der ehemalige Toyota-Mann.

Auf Nachfrage wollte man sich bei der Truppe mit Sitz in Köln zu einem möglichen Engagement in der DTM nicht äußern. Derzeit konzentriere man sich auf das LMP1-Projekt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC), die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) und auf das GT3-Projekt mit Lexus. Nach dem WEC-Ausstieg von Porsche Ende 2017 ist allerdings unklar, wie es mit der LMP1-Kategorie und der WEC weitergeht. Deshalb könnte die DTM wieder in den Fokus der Japaner rücken.

Eine Absage zu einer möglichen Rückkehr erteilte ein alter Bekannter der DTM: Opel. "Eine Rückkehr von Opel in die DTM steht nicht zur Debatte. Der angekündigte Ausstieg von Mercedes hat auf die strategische Motorsportausrichtung von Opel keinen Einfluss", wird Opel-Motorsport-Direktor Jörg Schrott von Auto Bild motorsport zitiert.

Absagen für die DTM

Auch Ford hat kein Interesse an einem Engagement in der deutschen Tourenwagenserie. "Das globale Motorsport Engagement von Ford erstreckt sich auf die WEC mit dem Ford GT, der WRX mit dem Ford Focus, der Unterstützung für den Ford Fiesta in der WRC und auch der NASCAR in Amerika", erklärte Wolfgang Kopplin, stellvertretender Vorsitzender der Ford-Geschäftsführung, gegenüber Auto Bild motorsport. "Wir können bestätigen, dass wir kein Interesse an einem Einstieg in die DTM haben."

Volvo erteilt der DTM ebenfalls eine Absage. Der schwedische Hersteller kann parallel zum Programm in der Tourenwagen-WM (WTCC) ein zweites Projekt nicht stemmen. Bliebe noch die lange geplante Kooperation mit der japanischen Super GT und die Einführung des Class-One-Reglements.

Auch eine Zusammenarbeit mit der Tourenwagen-WM (WTCC), in der mit Honda und Volvo auch nur zwei Automobilhersteller vertreten sind, könnte eine Option sein. Der Ex-DTM-Boss und HWA-Gründer Hans-Werner Aufrecht wurde bei der Formel E in New York beim Gespräch mit FIA-Präsident Jean Todt gesehen und hat vermutlich über jenes Thema gesprochen.

"Über dieses Konzept zu sprechen, ist noch zu früh. Gut Ding will Weile haben", sagt Aufrecht der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Nach dem Mercedes-Aus ist Aufrecht auf der Suche nach einem neuen Motorsport-Programm für seine Angestellten. Es ist gut möglich, dass die beiden schwächelnden Tourenwagenserien DTM und WTCC sich zusammentun und HWA darin ein neues Betätigungsfeld sieht. Vielleicht will er der DTM auch nur helfen, nachdem er mehr als 30 Jahre lang für die Rennserie verantwortlich war.

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