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WEC: Spa-Francorchamps

Terminkollision: Duval erhält Freigabe

Loïc Duval dürfte am selben Wochenende beim DTM-Auftakt und den 6h von Spa starten, hat sich jedoch selber noch nicht entschieden.

Am ersten Maiwochenende beginnt sowohl die neue Saison der DTM auf dem Hockenheimring als auch die Langstrecken-WM 2018/19 in Spa-Francorchamps. Loïc Duval spielt mit dem Gedanken, an diesem Wochenende ein Mammutprogramm zu absolvieren und in beiden Serien zu starten. "Ich weiß noch nicht, wie wir das genau hinbekommen sollen, oder ob wir es überhaupt wagen. Dahinter steht noch immer ein Fragezeichen", sagte der Franzose. Als Audi-Werksfahrer hat das DTM-Wochenende in Hockenheim für ihn Vorrang, doch die VW-Tochter hat ihm grünes Licht für den Doppelstart gegeben.

"Wenn es für ihn möglich ist, könnte er in Spa fahren", sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass, der den Plan so erklärt: "Loïc fährt am Samstag in der DTM und reist nach dem Rennen nach Spa." Wenn es keine Verzögerungen gibt, endet das erste Saisonrennen der DTM gegen 14:30 Uhr. Der WM-Lauf in Spa ist zu dieser Zeit noch in vollem Gange; Duval könnte in der Endphase zum Einsatz kommen. "Wenn ich es mache, muss ein Helikopter oder ein Flugzeug herhalten, aber die DTM hat Priorität und darf nicht darunter leiden. Deshalb müssen wir alle Optionen prüfen", sagte der Gesamtsieger der 24h von Le Mans 2013.

"Es war sehr nett von Audi, dass es mir die Freigabe erteilt hat", bedankte er sich bei seinem Arbeitgeber; als er den Vertrag mit dem LMP2-Rennstall TDS Racing unterschrieb, habe er von der Terminkollision gewusst. "Ich liebe den Rennsport, wie die meisten von uns. Beide Programme sind sehr spannend", erklärte der 35jährige. "Das Problem ist nur, dass die Langstrecken-WM im Winter ihren Kalender noch einmal umgestellt hat, und es jetzt eine weitere Überschneidung gibt." Einzig um Fernando Alonso eine Teilnahme am Toyota-Heimspiel zu ermöglichen, wurde das WM-Rennen in Fuji im Oktober um eine Woche auf den Termin des DTM-Finales in Hockenheim vorverlegt.

"Ich wäre also ursprünglich in der Lage gewesen, fast alles mitzunehmen, und jetzt ist es nur noch die Hälfte", bedauerte Duval. Seine Teilnahme in Spa sei noch nicht gesichert und auch von den Wetterverhältnissen abhängig. "Wenn man sich für so etwas entscheidet, muss man es auch durchziehen. Wenn wir also merken, dass wir es nur zu 90 Prozent richtig gut machen können, werden wir es nicht tun." Duval hat sich für die Entscheidung, sich auf die Doppelbelastung einzulassen, eine Frist bis 3. Mai gesetzt, das ist der Donnerstag vor dem Rennen.

Auch BMW-Motorsportchef Jens Marquardt will zwischen Hockenheim und Spa pendeln, um seine Crews bei beiden Veranstaltungen zu unterstützen. Sein DTM- und GTE-Pilot Augusto Farfus, der auch gerne in DTM und Langstrecken-WM gestartet wäre, wird hingegen nur in Hockenheim antreten und in Spa-Francorchamps durch Tom Blomqvist ersetzt.

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