RALLYE

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Unverhofft kommt manchmal...

Richard Burns übernimmt mit dem zweiten Platz in der Türkei die Führung in der Fahrer-WM, plötzlich gibt's auch wieder Lob vom Teamchef.

Mit einer fehlerfreien Fahrt auf extrem materialfordernden Schotterstrecken eroberte Peugeot-Pilot Richard Burns den zweiten Platz bei der Rallye Türkei. Der Weltmeister der Saison 2001 übernahm mit den gewonnenen acht Punkten zugleich die Führung in der Fahrer-Wertung.

„Es ist ein perfektes Resultat“, freute Burns. „Wir waren schnell und haben keine Fehler gemacht. Unser Peugeot 206 WRC funktionierte sehr zuverlässig. Wir hatten auf der zweiten Etappe allerdings einige Sekunden verloren, so dass wir am letzten Tag keinen Druck mehr auf den Sieger Carlos Sainz ausüben konnten.“

Weltmeister Marcus Grönholm, der durch Lenkungsdefekte auf der ersten Etappe weit zurückgefallen war, kämpfte sich mit zwei Bestzeiten auf den letzten beiden Prüfungen auf den neunten Rang vor und eroberte so noch einen Punkt für die Marken-WM.

„Der letzte Tag lief reibungslos“, berichtete der Finne, der drei Wochen zuvor bei der Rallye Schweden für den ersten Peugeot-Sieg der Saison gesorgt hatte. „Ich habe am Ende noch einmal richtig Druck gemacht, um den Marken-Punkt für Peugeot zu holen.“ In der Marken-WM liegt Peugeot nach der Rallye Türkei auf Rang zwei.

Corrado Provera, der Direktor von Peugeot Sport, war mit dem Ergebnis der Mannschaft zufrieden. „Richard Burns hat hier eine fabelhafte Leistung gezeigt. Die Zusammenarbeit mit seinem neuen Renningenieur funktioniert sehr gut. Richards Peugeot war hier perfekt. Harri Rovanperä hat lange Zeit die Rallye angeführt, hat aber einen Fehler gemacht, der ihn den Sieg gekostet hat.“

Der Finne Harri Rovanperä hatte am zweiten Tag bei einem Ausrutscher die Radaufhängung seines 206 WRC beschädigt. Als Folge davon schied er später aus.

„Es war eine Kurve, in der man ziemlich quer fährt. Ich habe dort mit dem Hinterrad einen Stein getroffen, dabei brach der Stoßdämpfer“, kommentierte Rovanperä. „Ich bin wirklich enttäuscht, aber bei einer so harten Rallye besteht immer das Risiko, dass etwas passiert.“

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