RALLYE

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Eine staubige Angelegenheit

Im mediterranen Klima von Zypern geht die fünfte Runde der Rallye-WM über die Bühne, auf die Teams wartet eine Materialschlacht.

Manfred Wolf

Raue, aufbrechende Schotterstraßen, undurchdringlicher Staub, große, spitze Steine, dazu Hitze aber gelegentlich auch schwere Gewitter und daraus resultierende Wasserdurchfahrten. Die Zypern-Rallye hält immer wieder (unangenehme) Überraschungen für die Teams und ihre Fahrzeuge bereit.

Am Donnerstag, den 13. Mai fällt in Limassol der Startschuss zur Rallye auf der kleinen Insel im Mittelmeer, die in diesem Jahr den Auftakt zu einer drei Läufen umfassenden Serien von heißen und extrem anspruchsvollen Schotterrallyes im Mai und Juni ist.

Im Jahre 2000 – ursprünglich als Ersatz für die China-Rallye in den WM-Kalender gestoßen – machte der Rallye-Tross zum ersten Mal auf Zypern Station. Die fünfte Ausgabe präsentiert sich weitgehend unverändert und wird auch in diesem Jahr zur erwartet schweren Aufgabe werden.

Enge, kurvige Schotterstraßen, die jenen im benachbarten Griechenland ähneln, führen die 50 genannten Teams in die Berge von Troodos. Die Straßen sind so eng, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit der Schnellsten nicht über 70 km/h liegen wird. Das ist ungefähr die Hälfte des Durchschnittstempos, das beispielsweise in Finnland gefahren wird.

Mit diesem niedrigen Tempo sind einige Probleme verbunden: Besonders schwierig macht es die fehlende Frischluft-Zufuhr, die bei so niedrigen Geschwindigkeiten einfach nicht erfolgt. Und das bei Außentemperaturen von rund 30 Grad Celsius…

Der – unter diesen Umständen wohl besonders wichtige – zentrale Servicepark ist zwei Kilometer westlich vom Hafen von Limassol untergebracht. Von dort aus müssen die Teams insgesamt 1.136,72 Kilometer zurücklegen, davon 326,68 Kilometer aufgeteilt auf 18 Sonderprüfungen.

Auf jeder der drei Etappen warten jeweils drei verschiedene Prüfungen, die je zwei Mal befahren werden. Das ergibt sechs Sonderprüfungen pro Tag, die längste SP „Lagoudera“ wird schon am Freitag gefahren, 38,32 Kilometer ist diese „Königsprüfung“ lang.

Die Rallye wird übrigens nicht nach dem „Mille Pistes“-System gefahren, sondern verläuft nach dem altbewährten, „normalen“ Programm. Die Beschränkungen für Reifen gelten aber auch bei diesem materialmordenden Event, jeder Pilot darf in Zypern 60 Reifen „verbrauchen“.

Die Vorschauen der einzelnen Teams finden Sie in der rechten Navigation!

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Rallye-WM: Zypern

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