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Rallye-DM: Oberland

Gaßner führt eine turbulente Rallye an

Hermann Gaßner führt nach der 1. Etappe überraschend vor dem WRC von Matthias Kahle, Steudten Dritter, Aigner Gr.N Zweiter!

Mit diesem turbulenten Auftakt hatten bei der ADAC Bayern-Rallye Oberland wohl die wenigsten gerechnet. Auf den dicht verschneiten und teilweise stark vereisten Prüfungen des DRM-Auftaktes gingen die ersten SP-Bestzeiten an Piloten auf seriennahen Fahrzeugen.

Der Tscheche Jiri Tosovsky war mit Co-Pilot Michal Slama im seriennahen Mitsubishi Lancer Evo 7 auf WP 1 erfolgreich, ihre Marken- und Modellkollegen Hermann Gassner / Siegi Schrankl holte die Bestzeit auf SP2.

Erst auf der dritten Prüfung konterten die amtierenden Meister: Matthias Kahle / Peter Göbel holten die erste WP-Bestzeit für den brandneuen Skoda Fabia WRC.

Bis zum Etappenziel nach fünf Prüfungen mit 46,55 SP-km hatte sich das Skoda-Duo bis auf Platz zwei vorgearbeitet und geht mit einem Rückstand von 20,1 Sekunden auf Gaßner / Schrankl in die zweite Etappe (10 SPs mit 106,04 SP-km).

Kahle: „Ich muss den Fabia noch verstehen lernen“

„Ich bin eigentlich ganz zufrieden – mehr war heute für uns nicht zu machen“, zog Matthias Kahle im Etappenziel ein erstes Fazit. Erst beim Shakedown am Donnerstag vor der ADAC Bayern-Rallye Oberland konnte er die ersten Meter mit dem kompakten WRC zurücklegen.

„Der Fabia bedeutet eine echte Umstellung für mich“, so Kahle, der im Vergleich zum bisher eingesetzten Skoda Octavia WRC feststellt: „Der Fabia untersteuert stärker und der Grenzbereich ist schmaler. Daran muss ich mich erst einmal gewöhnen. Außerdem kann ich die Abmessungen noch nicht richtig einschätzen. Insgesamt ist der Fabia WRC ein geniales Rallye-Auto. Ich muss es nur noch richtig verstehen lernen – da bin ich aber auf einem guten Weg.“

Mit-Favoriten in Schwierigkeiten

Auf der ersten Prüfung der Winter-Rallye im Oberland schlug die große Stunde einiger junger Rallye-Piloten: Quirin Müller und sein Teamkollege Andi Aigner aus dem Red Bull Junior Team lagen in ihren seriennahen Mitsubishi Lancer Evo 8 hinter dem WP-Besten Tosovsky.

„Die jungen Piloten fahren hier ohne Furcht und Tadel“, staunte Hermann Gaßner, der sich zu Beginn auf Rang fünf wiederfand. Die starke Leistung setzten die Youngster auch anschließend fort, doch „Herminator“ Gaßner spielte seine Routine aus und eroberte mit zwei SP-Bestzeiten die Gesamtführung.

Die zunächst angetauten Streckenabschnitte hatten sich im Laufe der Abendstunden stellenweise in Eisbahnen verwandelt. „Die Strecken waren beim zweiten Durchgang in einem etwas schlechteren Zustand – aber im Großen und Ganzen waren sie ok“, schmunzelte Gaßner, „die SP 3 war allerdings extrem glatt.“

Seinen Heimvorteil nutzte auf der ersten Etappe Maik Steudten, der sich mit Co-Pilot Thomas Fuchs im Mitsubishi Lancer Evo 6 auf Rang drei platzierte. Toll unterwegs der Wiener Toto Wolff mit seinem Co-Piloten Gery Pöschl, das Duo belegt Gesamtrang neun.

Zwei der Mitfavoriten auf Plätze im Vorderfeld meldeten sich dagegen nach dem ersten Tag der Rallye ab.

Olaf Dobberkau schied nach einen Überschlag aus: „Wir waren in einer Linkskurve zu schnell. Auf der schmierigen, eisigen Strecke kam das Auto quer, wir sind nach rechts von der Straße abgekommen und haben uns überschlagen.“

Sandro Wallenwein ereilte das Schicksal auf dem abschließenden Rundkurs in Altenstadt, wo er von der Straße rutschte. Opfer der schwierigen Streckenbedingungen im Oberland wurden auch zwei weitere Top-Favoriten: Maik Stölzel / Thomas Windisch im privat eingesetzten Skoda Octavia WRC und die Dänen Kristian Poulsen / Ole Frederiksen (Toyota Corolla WRC) mussten nach mehreren Ausrutschern in den bayerischen Schnee ihre Siegeshoffnungen begraben.

Der Skoda-Privatier rangiert vor der zweiten Etappe auf Rang 14 (3:50,3 Min. zurück), Poulsen ließ als 20. im Klassement 6.13,4 Minuten Rückstand notieren.

Fahrner führt Super-1600-Wertung an

Erwartungsgemäß schwer hatten es auf den winterlichen Prüfungen im Oberland die Piloten in der Super-1600-Meisterschaft. Im Fight der frontgetriebenen 1600-Kubik-Renner übernahm DMSB-Junior Markus Fahrner als Gesamt-18. mit Co-Pilot Michael Wenzel (Opel Corsa Super 1600) die Führung.

Sie rangierten als bestes Team ohne Allradantrieb 30 Sekunden vor ihren Markenkollegen Horst Rotter / Sabrina Berdi. Der bestplatzierte Pilot im Kreis des Junior-Teams unter Patronage des DMSB konnte allerdings auf einen Allradantrieb vertrauen: Florian Auer / Jörg Bastuck (Mitsubishi Lancer Evo 7) liefen als Elfte ins Zwischen-Ziel ein.

Zwischenstand nach Etappe 1:

1. GASSNER / SCHRANKL, D/D, N/5, MITSUBISHI, 0:36:29.5
2. KAHLE / GÖBEL, D/D, A/9, SKODA, + 0:20.1
3. STEUDTEN / FUCHS, D/D, A/9, MITSUBISHI, + 1:01.5
4. AIGNER / GOTTSCHALK, A/D, N/5, MITSUBISHI, + 1:15.7
5. TOSOVSKY / SLAMA, CZ/CZ, N/5, MITSUBISHI, + 1:47.4
6. MÜLLER / MÜLLER, D/A, N/5, MITSUBISHI, + 1:52.3
7. FÄRBER / FREIBERGER, D/D, N/5, MITSUBISHI, + 2:38.5
8. CORAZZA / ROTHE, D/D, N/5, MITSUBISHI, + 2:54.1
9. WOLFF / PÖSCHL, A/A, N/5, MITSUBISHI, + 2:54.9
10. KESKINEN / HEIKKILÄ, FIN/FIN, A/9, MITSUBISHI, + 3:03.3

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