RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Revanche für das Vorjahr

Während Petter Solberg in Mexiko unbedingt gewinnen will, gilt es für Neuzugang Chris Atkinson weiter Erfahrung mit dem Subaru zu sammeln.

Nach den beiden Auftakt-Rallyes der Weltmeisterschaft 2005 in Europa zieht der Rallye-Tross nach Amerika, genauer gesagt nach Mexiko weiter. Im Land der Azteken war Petter Solberg im Vorjahr toll unterwegs, ehe ihn eine defekte Batterie bremste und den sicheren Sieg kostete.

Heuer sollte dieses Malheur nicht passieren, der Norweger ist einer der heißesten Sieganwärter. Im zweiten Subaru nimmt Chris Atkinson Platz. Der junge Australier hat zwar einige Erfahrung auf Schotter, im WRC ist er allerdings erstmals auf losem Untergrund unterwegs.

Petter Solberg freut sich jedenfalls auf die bevorstehende Herausforderung: „Auch wenn ich im Vorjahr leider kein Glück hatte, so nehme ich doch wieder gerne an der Mexiko-Rallye teil. Man muss den Organisatoren gratulieren, im Vorjahr hatte das Event erstmals WM-Status und dennoch lief alles reibungslos, für mich ist dies eine der besten Rallyes des Jahres."

"Die Prüfungen scheinen unserem Auto sehr zu liegen, noch dazu können wir in Mexiko erstmals auf die neue Evolutionsstufe unseres Subaru zurückgreifen. Wenn wir keine Probleme haben, ist es sicher möglich, um den Sieg mitzufahren, das ist jedenfalls der Plan. Im Endeffekt geht es um das perfekte Teamwork, von Phil und mir über die Jungs, die das Auto gebaut haben bis hin zur Service-Crew. Es wird ein harter Kampf, soviel steht fest.“

Subaru-Neuzugang Chris Atkinson saß in Schweden erstmals hinterm Steuer seines neuen Arbeitsgerätes: „Schweden war eine tolle Erfahrung für mich, das Ziel war soviel wie möglich zu lernen. Das Ergebnis hätte zwar besser ausfallen können, aber wir haben aus den Fehlern gelernt. In Mexiko sind wir erstmals auf Schotter unterwegs, der Lernprozess geht also weiter."

"Ich hoffe, dass wir dort etwas besser zurechtkommen, wir haben nach Schweden einige Schotter-Tests absolviert. Dazu kommt, dass ich auf Schotter bereits einige Erfahrung habe, wenngleich die Bedingungen in Mexiko nur schwer mit denen meiner Heimat Australien zu vergleichen sind. In Mexiko ist der Schotter eher fester und der Grip sowie das Tempo höher, das sollte meinem Fahrstil entgegenkommen.“

Teamchef David Lapworth weiß um die Schwierigkeiten in Mexiko: „Eine der größten Herausforderungen ist die große Höhe der Sonderprüfungen, die Motoren leisten unter diesen Bedingungen rund 25 Prozent weniger als normal. Das macht natürlich den Rest des Autos, das Setup und den Fahrer umso wichtiger, denn die Motorleistung hilft dabei, Fehler auszubessern."

"Je weniger Power, desto weniger verzeiht das Auto Fehler. Die Prüfungen in Mexiko sind ganz schön schwierig, es gibt langsame und schnelle Passagen mit vielen Rhythmus-Wechseln. Während man zum Beispiel auf Zypern als Fahrer schnell seinen Rhythmus findet – eine Kurve wechselt sich dort mit der anderen ab, man kann beinahe ohne Schrieb fahren – ist das in Mexiko gänzlich anders.“

„Nach dem neuen Reglement müssen wir ja zwei Rallyes mit ein und demselben Motor fahren. Das ist insofern von Bedeutung als wir bisher das Aggregat speziell auf Mexiko abgestimmt haben - da wir danach aber im wesentlich tiefer liegenden Neuseeland fahren, ist das nicht mehr möglich. Was das Auto betrifft, so ist man immer nervös, wenn eine neue Evolutions-Stufe zum Einsatz kommt. Nachdem die Tests gut verlaufen sind, gibt es aber keinen Grund zur Besorgnis.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Mexiko

Weitere Artikel:

MRC, 3 Städte Rallye: Vorschau

Vorletzte Rallye zum Mitropa Cup

Die 59. Ausgabe der ADAC 3 Städte Rallye (08.-10.10.26) steigt als neunter und somit vorletzter Wertungslauf des Mitropa Rally Cup (MRC)

WRC, Sardinien: Bericht Raith

„Was hier abging, war einfach nur mega!“

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier holten bei ihrer Premiere bei der WM-Rallye in Sardinien als 16. gesamt und 8. im WRC2-Klassement ein Top-Resultat

Project Rally One entwickelt sein Auto für das WRC-Reglement 2027: Beim jüngsten Test in Frankreich saß auch Rekordweltmeister Sebastien Loeb am Steuer

Peter Klein Kolumne

Dobersberg und die First Lady

Mit einem Blick voraus auf die kommende Herbstrallye erinnert sich motorline.cc-Kolumnist Peter Klein an Dobersberg, an die Semperit-Rallye und einiges mehr…

ARC Rallye Triestingtal 2027

Gschwandner: „Es wäre angerichtet…“

ARC-Obmann Georg Gschwandner hat in seiner Rolle als Veranstalter der ARC Rallye Triestingtal ein Presse-Statement veröffentlicht. Nach dem großartigen Comeback 2026 kämpft die Rallye ums Überleben…