RALLYE

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Gemischte Gefühle im VW Rallyeteam

Während sich Michael Kogler über den Sieg in der Dieselklasse freuen darf, gab es bei den anderen Teams etliche Ausrutscher, Rosenberger brach sich zwei Rippen.

Es war nicht gerade eine klassisch gute Rallye für Volkswagen, obwohl Michael Kogler und sein Golf TDI Kit-Car überlegen in der Dieselwertung fuhren. Vieles spielte sich im Vorgarten eines kleinen Hauses der Familie Eden, an der SP-1 ab. Die erste „Parkgebühr“ zahlte Osmunde Dolischka für ihren Golf V TDI.

Über einen Kanaldeckel ausgerutscht, rasierte sie den Gartenzaun und stellte ihren TDI, da unfahrbar, im gepflegten Gartenrasen ab. Wohlgemerkt, ohne gezielt einzuparken. Kurze Zeit später gesellten sich die Erdgas-Teams Hannes Danzinger und Martin Ertl dazu.

Danzinger parkte neben seiner Markenkollegin, Ertl konnte nach dem Wechsel seiner Front-Dreiecksfelge weiterfahren. Bis in den Parc Fermé. Dort sprang der Motor seines GTI nicht mehr an.

Auch die weiteren VW-Teams schwebten bei der Ostarrichi nicht in Glückseligkeit. Andreas Waldherr übte mit Erfolg in seinem neuen Polo S 2000, hatte aber niemals die Idealtemperatur auf seinen Reifen, sodaß sich auch er hin und wieder neben der Straße aufhielt. „Für mich ist jeder Kilometer wichtig. Der Polo ist extrem schnell und auch extrem sensibel. Ein richtiges Vollblut-Rennpferd.“

Kris Rosenberger (obwohl gebürtiger Kanadier) erfreute der Wintereinbruch ebenso wenig wie alle übrigen Rallye-Teilnehmer. Dazu gesellten sich Zeitrückstände, Streichungen (insgesamt wurden 5 Sonderprüfungen mit einer Gesamtstreckenlänge unter 100 Kilometer gefahren) und organisatorische Mängel der Extraklasse gepaart mit der Unfreundlichkeit vieler OK-Personen.

Zu guter letzt wählte auch Kris Rosenberger in der SP-6 einen Abstellplatz der Sonderklasse. Die Wahl fiel auf eine Hausmauer. Kris und seine Copilotin Tina-Maria Monego wurden zur Untersuchung (Rippen) in das Krankenhaus Kirchdorf/Krems gebracht. Die Diagnose: Rosenberger = 2 gebrochene Rippen, Monego = ok.

Die Dieselwertung wurde überlegen von Michael Kogler gewonnen. Sein TDI Kit-Car, in Verbindung mit seinem Speed, waren in jeder Sekunde der Rallye überlegen. Kogler: „Es war keine Urlaubsfahrt. Selten habe ich derart rutschige SP-Verhältnisse serviert bekommen. Nicht einmal ist mir das Herz in die Hose gerutscht.“

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