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Rallye-ÖM: Ostarrichi-Rallye

Das neue Selbstbewusstsein

Als Koni Friesenegger und Andreas Zankl die Steiermark-Rallye als beste Teilnehmer der Historic ÖM beendeten, war die Überraschung groß.

Damit hatte man wohl nicht mehr gerechnet. Trotzdem hatte nach etlichen Porsche- und Ford-Siegen nun erstmals das einzige Opel-Team unter den Historischen in Österreich die Nase vorne. Unter allen Bewerbern, die in dieser Kategorie genannt hatten, war nur Hans-Georg Lindner als Gaststarter besser plaziert, aber von den Bestzeiten der wichtigen Samstages-Etappe gingen die meisten an Koni Friesenegger. Bemerkenswert war vor allem der Erfolg im Duell gegen Johannes Huber, der mit seinem Porsche immerhin Führender der Meisterschaft ist.

Damit findet eine Saison, die an sich mehr aus Tiefen denn aus Höhen bestand, nun doch noch einen sehr erfreulichen Ausklang. Und ein Rallye-Lauf steht in diesem Jahr ja noch bevor, wo die besten Historischen-Teams aus Österreich aufeinander treffen, nämlich – wie passend – die Ostarrichi-Rallye im Gebiet Bad Hall/Kremsmünster. Mit der Form, die Koni Friesenegger bei der -Steiermark-Rallye gezeigt hatte, hätte er zweifellos auch hier Anspruch auf die Mitfavoritenrolle. Wenn sich auch der Opel Kadett GT/E wieder gewogen zeigt, dann gilt das mit großer Sicherheit.

Die Ostarrichi-Rallye hat auch insoferne eine große Bedeutung, weil sie zur FIA European Historic Sporting Rallye zählt, und das ist nichts Anderes als die Europameisterschaft der Historischen. Das bedeutet: Erhöhte Aufmerksamkeit, natürlich auch medial, aber auch mehr Konkurrenz. Wie man jedoch im vergangenen Jahr gesehen hat, sind die Gegner aus dem Ausland sehr wohl zu schlagen – gewonnen hatte damals Hans-Georg Lindner vor Sepp Pointinger.

Nach dem Start in Admont mit Andreas Zankl, der sich zweifellos wieder einmal als sehr guter Beifahrer gezeigt hatte, steht nun Jürgen Hilmbauer wieder zur Verfügung. Gemeinsam mit ihm hatte Koni Friesenegger auch schon die Ostarrichi-Rallye des vergangenen Jahres in Angriff genommen, und trotz der von Anfang an nicht sehr freundlichen Wetterbedingungen, die eigentlich nicht so die Sache von Koni Friesenegger sind, konnten sie sich sehr gut behaupten. Sie hielten unter allen Teilnehmern der Historischen einen sehr guten vierten Platz, direkt hinter Paolo Pasutti auf Porsche, dem besten ausländischen Starter. Ein schadhaftes Differential zwang sie leider zur Aufgabe.

Wie man sieht, sind also sehr gute Vorzeichen vorhanden, daß auch die kurz bevorstehende Ostarrichi-Rallye 2007 dem Team Friesenegger gute Chancen bieten könnte. Wie gut sich die EM-Starter in Szene setzen werden können, läßt sich schwer abschätzen, wagenmäßig sind sie jedenfalls zu einem großen Teil auffallend gut bestückt: In der Nennliste finden sich unter Anderem so hochwertige Fahrzeuge wie zwei Lancia Stratos sowie eine hohe Anzahl an Porsche 911.

Unter den österreichischen Teilnehmern sind die Kräfteverhältnisse schon klarer: Favoriten Nummer Eins sind natürlich wie gehabt Christian Rosner und Johannes Huber mit ihren Porsches, danach folgen Josef Pointinger, Sepp Gruber mit ihren Escorts sowie Alois Nothdurfter mit seinem Ford-Lotus Cortina. Um nur die Bedeutendsten zu nennen.

Eine Heim-Rallye im engeren Sinn gibt es für das Team Friesenegger nicht, aber die Ostarrichi-Rallye liegt von allen ÖRM-Läufen geographisch am Nächsten zu den Wohnorten der Teammitglieder. Auch das fördert den Ehrgeiz aller Beteiligten.

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