RALLYE

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Happy People

Immer wieder ist man erstaunt darüber, wie es manchen Menschen mit Leichtigkeit gelingt, schon bei ihrer ersten Rallye eine gute Figur abzugeben.

Neueinsteiger, die sich von Beginn an auf den Rallye-Pisten heimisch fühlen. Und zwar ganz egal, ob sie mit 20, 30 oder 40 Jahren anfangen – sie setzen sich einfach hinein, und es stellt sich prompt Erfolg ein. Gewiss, es ist nicht jeder, der neu beginnt, ein solcher Überflieger wie Markus Huber, der bei seiner dritten Rallye schon gewinnt, aber man kann sich gewiß auch schon ganz zufrieden schätzen, wenn man bei seiner ersten Rallye Siebenter in der Gruppe N wird.

Dieser Glücksmoment war Andreas Schupfer bei seinem ersten Rallye-Start, der genau vor einem Jahr stattgefunden hatte, beschieden, und auch damals war es die Mühlviertel-Rallye. Das Auto war ein Mitsubishi Lancer Evo III von Johann Grabner, der zu dieser Zeit noch als N-Wagen homologiert war. Mit der Tirolerin Bianca Porzelt gelang eine tadellose erste Rallye, die phasenweise von den Zeiten äußerst vielversprechend war. Spaß hat’s gemacht, über ein paar leichte Anfängerfehler, die halt auch ein paar Plätze kosten, kann man da leicht hinwegsehen.

Den Wunsch nach einem eigenen Rallyeauto erfüllte sich der Oberösterreicher mit dem Ankauf eines Subaru Impreza aus Tschechien, wiederum ein älteres Gruppe N-Auto, aber zweifellos noch immer ein sehr leistungsfähiges Exemplar. Damit wagte er bei der Herbst-Rallye im benachbarten südlichen Waldviertel einen zweiten Anlauf, wieder mit einem jugendlichen Beifahrermädchen, Johanna Lungenschmied. Trotz der enorm starken 16. Gesamt-Zeit zu Beginn verlief die Rallye äußerst unglücklich.

Denn auf dem kurz darauf folgenden Rundkurs drehte Andreas Schupfer eine Runde zu viel, was natürlich das gesamte Ergebnis kaputtmachte. Überdies litt die Copilotin immer stärker an einer äußerlich unscheinbaren Verletzung, die sie sich bei einem Trainingsunfall zugezogen hatte, nach vier gefahrenen Prüfungen erfolgte sicherheitshalber die Aufgabe.

Dennoch bestätigte sich hier der Eindruck, der sich auch schon bei der Mühlviertel-Rallye vereinzelt gezeigt hatte: Der Schupfer kann schon richtig gut fahren! Ist jemand auf einer Prüfung schnell, kann er auch überall sonst schnell sein, es ist nur eine Frage der Übung.

Bei der nunmehr bevorstehenden Mühlviertel-Rallye, am Tag seines 40. Geburtstages, beschreitet Andreas Schupfer eine weitere Etappe in der Erfüllung seines Traumes: Zusehen im Fernsehen und vor Ort, vielleicht noch filmen – das war früher einmal. Jetzt ist er selber einer von denen, die er früher einmal auf dem Bildschirm gesehen hat, und er kann es auch dorthin noch schaffen.

Nun geht es also dorthin zurück, wo die neue Zeitrechnung – Andreas Schupfer als Rallye-Teilnehmer – begann: Zur Mühlviertel-Rallye mit Start und Ziel in Perg. Zufällig nicht weit weg vom Wohnsitz Münzbach. Jetzt geht es ans Perfektionieren, deswegen ist die Wahl diesmal auf eine besonders erfahrene Beifahrerin gefallen: Alexandra Auer-Kaller wird Andreas Schupfer bei der Suche nach Sekunden unterstützen. Happy drifting for happy people? Wenn alles Wichtige am Auto hält, dann schon.

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