RALLYE

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Es werde Licht!

Für das Wurmbrand-Racing-Team war die Herbstrallye in Leiben ein voller Erfolg, sowohl das Golf-Kitcar als auch das Seat Ibiza Kitcar konnten dabei überzeugen.

Fast ein Jahr lang hat sich Manuel Wurmbrand, einer der letzten noch übrig gebliebenen Waldviertler Rallye-Größen, eine fahrerische Pause gegönnt. Von einem Ausstieg aus dem Rallye-Leben konnte dennoch keine Rede sein, im Gegenteil: Das Geschäft mit dem Aufbau, der Perfektionierung und der Vermietung von Rallyewagen wurde mit Eifer vorangetrieben, und zwar schrittweise.

So wurde zu Beginn der ARC-Saison 2009 die Zusammenarbeit mit dem Jägermeister Racing Team Austria gestartet, mit den Fahrern Christian Turcsanyi/Klaus Ostermann aus dem Gebiet Weiz/Steiermark. Diese gestaltete sich im Verlauf des Jahres als sehr erfolgreich, immerhin konnte bei der AvD-Niederbayern-Rallye ein hervorragender 15. Platz in der Gesamtwertung belegt werden – mit dem VW Golf III Kitcar von Wurmbrand Racing, das hier ganz besonders seine Qualitäten bewiesen hatte.

Während das Vermietungs-Geschäft mit dem Golf bereits erfolgreich lief, wurde bereits der Anlauf für das nächste Projekt vollzogen: An sich hatte der Stapellauf des Ex-Heitzer-Kitcars, jenes bekannten SEAT Ibiza, der schon einige Male den Besitzer gewechselt hatte und von Manuel Wurmbrand generalsaniert wurde, ja schon bei der AvD-Niederbayern-Rallye 2008 stattgefunden, aber da war die Rallye schon wieder vorbei, bevor sie noch richtig begonnen hatte. Gründlichkeit ist eine der hervorstechenden Maximen von Manuel Wurmbrand: Es geht nichts über einen Praxistest im Wettbewerbseinsatz, persönlich ausgeführt. Erst wenn das Auto sich dabei bewährt hat, wird es zur Vermietung freigegeben.

Nun hat Manuel Wurmbrand beim zweiten Anlauf eine Rallye mit dem SEAT Ibiza Kitcar beendet, mit einem zufriedenstellenden Ergebnis und teilweise Top-Zeiten. Die Marschrichtung stimmt also. Zum Rennverlauf im Detail: Neues Auto, lange fahrerische Pause – dennoch 14. Gesamt-Zeit auf der ersten Prüfung für Manuel Wurmbrand/Erich Gepp. Aufstieg um einen Platz auf der dritten Prüfung, ein weiterer Platzgewinn auf Prüfung Nr. Vier/Seiterndorf II. Manuel Wurmbrand steigert seinen Level weiter, auf Filsendorf I sprengt er erstmals die Schwelle zu den Top Ten und beeindruckt mit einer neunten Gesamtzeit. Damit ist er auch in der Zwischenwertung schon auf Platz Zehn.

Nach diesem großen sportlichen Höhepunkt kommt allerdings ein deutlicher Rückschlag: Die wegen der Dunkelheit montierte Lichtergalerie fällt herunter, die Zeit auf Raxendorf II leidet darunter sehr, und es kommt zum Rückfall auf Platz 17. Auf der Abschlussprüfung Filsendorf II kann Manuel Wurmbrand das Schlimmste verhindern und immerhin diese Position noch ins Ziel retten, aber es wäre ohne dieses Pech zweifellos ein Top-Zehn-Rang in Betracht gekommen. Wettbewerbspotential ist da, in großem Umfang, so viel ist bereits erkennbar.

Und das Golf III Kitcar, das schon während der gesamten Saison von den Steirern Christian Turcsanyi und Klaus Ostermann erfolgreich pilotiert wurde, war ja auch wieder mit dabei. Und auch beim abschließenden ARC-Einsatz der Saison 2009, im Rahmen der Herbst-Rallye, hat sich der positive Gesamteindruck wieder bestätigt. Zwar war der anspruchsvolle und stark besetzte Finallauf nicht frei von Schwierigkeiten, aber die Steiermark-Waldviertel-Connection hat erneut einen starken Eindruck hinterlassen.

Neulingen gegenüber zeigt sich die Herbst-Rallye oft sehr unerbittlich, und auch Christian Turcsanyi zeigte leichte Unsicherheiten, die in einem Dreher auf der zweiten Prüfung gipfelten. Daraufhin wurde vermehrt auf Taktik gesetzt, was sich schon bei den Rallyes davor als sehr hilfreich herausgestellt hat. In der Folge hielten sich Turcsanyi/Ostermann beständig im Mittelfeld, und in der schwierigen Schlussphase, als in der Dunkelheit die Beleuchtung teilweise ausgefallen war, ging es sogar noch ein paar Plätze vorwärts. Das Jägermeister Racing Team Austria wurde schließlich 8. in der Gruppe H. Beim nächsten Start in Leiben geht mit Sicherheit mehr, daran zweifelt keiner.

Fazit: Die Partnerschaft mit Wurmbrand Racing, dem kleinen, aber feinen Tuning-Unternehmen in Buchbach im Waldviertel ist rundherum geglückt: Turcsanyi und Ostermann konnten bis auf eine Ausnahme jede Rallye beenden, bei der sie angetreten waren, das VW Golf III Kitcar wurde dem Motto von Turcsanyi, „Hauptsache, das Ding geht vorwärts“, voll gerecht. Dafür steht auch das Endergebnis in der Meisterschaftswertung der Austrian Rallye Challenge 2009: Platz 5 ist ein starkes Wort.

Mit Wurmbrand Racing wächst eine immer ernstzunehmendere Größe im österreichischen Rallyesport heran, das ist deutlich erkennbar.

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