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Rallye-WM: Bulgarien

Doppelte Punkteplatzierung

Alles andere als zufrieden stellend verlief die WM-Premiere in Bulgarien für das Ford-Werksteam, immerhin gab es eine doppelte Punkteankunft.

Mikko Hirvonen und Beifahrer Jarmo Lehtinen haben die Rallye Bulgarien, den siebten Lauf zur diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft, auf dem fünften Rang beendet und damit ihre Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila auf die sechste Position verwiesen. Die erste Asphalt-Veranstaltung der laufenden Saison – ausgetragen in den Bergen oberhalb der Hauptstadt Sofia – erwies sich für das Ford-Werksteam wie erwartet als schwierige Herausforderung.

Bereits auf den ersten beiden Etappen wurden Hirvonen und Lehtinen mit einigen Überraschungen konfrontiert: Statt der erwarteten hochsommerlichen Witterung warteten rund um die Ski-Metropole Borovets zum Beispiel kühle Temperaturen, Nebel und teilweise feuchte Strecken auf die Königsklasse des Rallye-Sports. Hirvonen beendete den Freitag auf Platz vier der Gesamtwertung und berichtete von einer deutlich verbesserter Straßenlage seines rund 300 PS starken Ford Focus RS WRC, nachdem die Techniker in der Mittagspause die Bodenfreiheit des Turbo-Allradlers weiter reduziert hatten. Dennoch büßte der 29 Jahre alte Finne am Samstagmorgen einen weiteren Rang ein: Die Wetteranalyse des Teams hatte für die drei Wertungsprüfungen der morgendlichen Schleife trockenen Asphalt prognostiziert – tatsächlich aber präsentierten sie sich regennass. Hirvonen war mit der härteren Reifenmischung völlig falsch bedient und büßte über eine Minute ein.

„Danach gab es für uns nichts mehr zu gewinnen, darum haben wir uns darauf konzentriert, die Punkte sicher ins Ziel zu bringen“, kommentierte Hirvonen im Ziel. „Generell fühlte ich mich mit meinem Ford Focus RS WRC auf den teilweise sehr schnellen Prüfungen wohl, auch wenn sich dies in den gefahrenen Zeiten noch nicht widerspiegelt. Wir werden weiter hart daran arbeiten, um diesen Rückstand aufzuholen. So haben wir bereits die letzte Etappe am heutigen Sonntag dazu benutzt, einige Dinge auszuprobieren, die uns bei den kommenden Veranstaltungen helfen sollten. Platz fünf ist nicht das Ergebnis, das ich mir für die Rallye Bulgarien ausgerechnet habe. Jetzt freue ich mich auf mein Heimspiel in Finnland, wo ich unbedingt um den Sieg kämpfen will.“

Latvala übernachtete am Freitag auf Rang und freute sich ebenfalls über ein deutlich verbessertes Fahrverhalten, nachdem er im mittäglichen Service auf eine härtere Abstimmung gesetzt hatte. Auch er wurde am Samstagmorgen von einer falschen Reifenwahl eingebremst. Eine defekte Servolenkung kostete am Nachmittag eine weitere halbe Minute.

„Eine sehr schwierige Rallye für uns“, räumte der 25-jährige Finne ein. „Aber wir sind ohne technische Probleme und ohne einen einzigen Fahrfehler durchgekommen – darüber freut sich mein Selbstvertrauen nach dem Ausfall von Portugal. Ich wollte hier in Bulgarien unter die ersten Fünf kommen, schade, dass dies nicht funktioniert hat. Den Sonntag nutzten wir bereits für Reifentest. Meines Erachtens habe ich mich auf Asphalt im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert – ein Erfolg, den ich auch auf meinen Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zurückführe. Dort konnte ich mich mit anderen Autos auf einer Rundstrecke messen und sofort erkennen, wenn sie aufgrund einer unterschiedlichen Wahl der Ideallinie aus dieser oder jener Kurve schneller herauskamen – das war ein interessanter Lernprozess.“

„Wir haben uns während der Sommerpause mit intensiven Testfahrten auf die in der zweiten Saisonhälfte bevorstehenden Asphalt-Rallyes vorbereitet und eigentlich mit einem besseren Resultat gerechnet“, räumt Malcolm Wilson, Direktor des Ford-Teams ein. „Erfreut bin ich zu sehen, dass sich Jari-Matti Latvala auf diesem Untergrund deutlich hat steigern können. Dies stimmt uns für die noch ausstehenden drei Asphalt-Veranstaltungen optimistisch.“

„Auch wenn wir beide Autos in die Punkte bringen konnten: Über die Tatsache, dass wir ein enttäuschendes Wochenende erlebt haben, täuscht dies nicht hinweg“, bilanziert Gerard Quinn, Motorsport-Chef von Ford Europa. „Wir haben erkannt, dass wir gemeinsam mit unserem Partnerteam M-Sport weiter an der Performance unseres Ford Focus RS WRC arbeiten müssen.“

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