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Rallye-WM: Wales

Der neue Weltmeister darf wieder Gas geben…

Nach einem Fehler von Latvala am Morgen führt Loeb nun 7,3s vor dem Finnen. Petter Solberg out. Henning Solberg & Ilka Minor bereits auf Platz vier!

Michael Noir Trawniczek

Am Samstagvormittag standen in Wales die bekannten Sonderprüfungen „Hafren“, „Sweet Lamb“ (nur vier Kilometer kurz) und die 27,8 km lange SP „Myherin“ auf dem Programm. Zwar waren die Bedingungen nicht mehr so schwierig wie am Vortag, doch rutschige Stellen gab es immer noch.

Citroen-Privatier Petter Solberg scheint das Pech nicht loszuwerden – noch vor der ersten Prüfung, auf der Verbindungsstrecke musste er seinen DS3 mit einer defekten Benzinpumpe abstellen…

Nach der Aufgabe von Mikko Hirvonen steht Sebastien Loeb als Weltmeister fest, sodass er sich auf den Sieg konzentrieren kann. Am Freitagnachmittag konnte sich der verbliebene Ford-Werkspilot Jari Matti Latvala bekanntlich bis auf eine Sekunde an den vorsichtig fahrenden Loeb heranzoomen – ein spannender Kampf um den Sieg kündigte sich an…

Doch auf der ersten Samstags-Prüfung überfuhr Latvala eine Abzweigung, der Finne musste reversieren und verlor dabei einige Sekunden. Diese holte er sich auf der zweiten SP mit einer Bestzeit, doch auf der letzten Prüfung vor dem Mittagsservice war Loeb dann wieder geringfügig schneller als sein Gegenspieler.

Vor dem Mittagsservice führt Loeb 7,3 Sekunden vor Latvala – mit 1:51 Minuten Rückstand liegt Stobart Ford-Pilot Mads Östberg auf einem einsamen und ungefährdeten dritten Platz.

Solberg & Minor auf Platz vier

Vom Ausfall seines Bruders profitiert auch Henning Solberg – der Norweger und seine österreichische Co-Pilotin Ilka Minor rückten vor auf Rang vier.

Solberg zeigte sich zufrieden, auch wenn er kryptisch von einem „Problem vor der ersten Prüfung“ sprach und im Mittagsservice am Heck des Ford Fiesta gearbeitet werden musste.

Angesichts der hohen Ausfallsrate und der noch zu absolvierenden Distanz kann man sagen, dass Solberg und Minor durchaus noch Chancen auf einen Podiumsplatz haben, auch wenn sie diesen nicht auseigener Kraft heraus erringen können…

Bis zur letzten SP mussten Solberg und Minor ihren Platz jedoch gegen den aufstürmenden Ott Tänak im M Sport Ford Fiesta WRC verteidigen – der WRC-Debütant, der auf den schlechteren DMACK-Reifen unterwegs ist, lieferte eine beeindruckende Performance – auf der „Hafren“-Prüfung, der mit 32,14 Kilometern längsten des Tages, konnte er mit einer drittschnellsten Zeit glänzen.

Auf der letzten SP jedoch kam Tänak von der Strecke ab und musste hernach seinen verschmutzten Kühler reinigen – was ihn rund zwei Minuten und den fünften Platz kostete. Tänak liegt nun auf Rang acht, jedoch nur wenige Sekunden hinter Ferm Ford-Pilot Dennis Kuipers zurück.

Nach dem Malheur von Tänak droht Henning Solberg und Ilka Minor von hinten keine große Gefahr mehr, denn Matthew Wilson, der dritte Stobart Ford-Pilot liegt rund 50 Sekunden hinter dem norwegisch-österreichischen Duo zurück.

Wilson jedoch spürt seinerseits den heißen Atem von Mini-Werkspilot Kris Meeke, dem nur noch wenige Sekunden auf den Teamchefsohn fehlen. Und das, obwohl Meeke am Morgen selbst mit einem Motorproblem zu kämpfen hatte.

Auf Platz sieben liegt der erwähnte Dennis Kuipers. Kimi Räikkönen, sein Gegner im Kampf um Platz sieben, flog auf der „Hafren“-Prüfung von der Strecke und landete in einem Graben, zumindest für den Samstag ist die Fahrt des „Iceman“ zu Ende…

Nur wenige Sekunden hinter Kuipers rangiert der erwähnte Ott Tänak auf Platz acht. Eine weitere Minute dahinter belegt Evgeny Novikov im Abu Dhabi-Ford Platz neun. Mit bereits mehr als zehn Minuten Rückstand liegt Ken Block im Monster Ford auf dem zehnten Platz.

In der PWRC führt immer noch Patrik Flodin beinahe vier Minuten vor Martin Semerad – am Nachmittag werden die drei Prüfungen erneut absolviert.

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