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ARC: Leiben-Rallye

Sierra – das zweite Leben

Für Sepp Gruber und Rudi Nothdurfter war die Herbstrallye in Leiben ein erster Probelauf mit dem wiederhergestellten Ford Sierra Cosworth…

Nach dem Ausritt bei der Triestingtal-Rallye war der Ford Sierra Cosworth ziemlich am Boden zerstört. Nicht jedoch seine Eigner und Betreuer vom MSC Kitzbühel...

Die nahmen sich rasch seiner Wieder-Herstellung an. Und das sehr erfolgreich: Die Herbst-Rallye 2011 war der erste Probelauf seit der umfangreichen Revitalisierungsmaßnahmen. Und schnell zeigte sich: In Sachen Zuverlässigkeit ist der Sierra wieder ganz der Alte.

Lediglich auf der ersten Prüfung gab es leichte Schwierigkeiten, da die Gegensprechanlage wegen einiger nicht ganz fester Lötstellen ausgefallen war. Die Zeit entsprach dennoch dem gewohnten Standard: Platz 13 Gesamt – und Zweite bei den Historischen, wo der Sierra inzwischen auch gewertet wird.

Ab der zweiten Prüfung lief es auch mit der Sprechanlage perfekt, und mit zunehmendem Verlauf der Rallye kristallisierte sich immer stärker heraus, daß mit einem sicheren Podestplatz bei den Historischen zu rechnen war. Schwierig bis unmöglich sollte es jedoch werden, an den Martini-Porsche-Glüher Karl Wagner, momentan das Maß der Dinge bei den Historischen in Österreich, heranzukommen. Aber das Bestreben war da.

Auf der Prüfung Primassen I wurde richtig ernst gemacht, wobei Sepp Gruber/Rudi Nothdurfter sich sogar einen Platz vor Karl Wagner einreihen konnten. Und das Ganze noch dazu an der achten Stelle der Gesamtwertung, mitten im Konzert der „Großen“, maßgeblich repräsentiert durch diverse Mitsubishis und Kitcars.

Auf Raxendorf I setzte sich wieder Karl Wagner durch, diesmal sogar sehr eindeutig. Mit verantwortlich dafür war ein Dreher der Tiroler, der rund 15 Sekunden an Zeit kostete. Trotz der schwindenden Chancen versuchte die MSC Kitzbühel-Abordnung auf Primassen II noch einmal einen Angriff, diesmal war Wagner nur knapp schneller.

Und auch, wenn der Ausgang klar war, wollte man sich auf der letzten Prüfung mit einer Bestzeit bei den Historischen verabschieden. Das gelang schließlich. Auch wenn dabei die Reifen so sehr überfordert wurden, daß es kurz vor Schluß noch zu einem Patschen kam, der allerdings keinerlei Auswirkungen hatte.

Letztendlich doch ein sehr prächtiger Verlauf mit einem ebenso prächtigen Ergebnis: Als Zehnte in der Gesamtwertung und Zweite bei den Historischen dürfen Sepp Gruber und Rudi Nothdurfter durchaus stolz auf ihre Leistung sein. Nicht zu vergessen: Der zweite Platz unter den ARC-Mitbewerbern. Daß es nächstes Jahr weitergehen wird, braucht nicht extra erwähnt zu werden.

Auch dieses Jahr ist seitens Sepp Gruber noch Einiges geplant, so wie etwa die deutsche Oberland-Rallye (5. November). Als ziemlich sicher gilt, daß man bei der Eröffnung der ARC 2012 wieder dabei sein wird. Und bei gutem Verlauf auch bei den weiteren Läufen. Das zweite Leben des Ford Sierra Cosworth hat gerade erst begonnen.

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