RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Azoren-Rallye

Frühes aus für Neubauer

Hermann Neubauer hat sich bei der Azoren-Rallye wacker geschlagen, bis zur Begegnung mit einem Stein, der die Fahrt stoppte.

Fotos: ERC

Es war nicht das Rallye-Wochenende, das sich Hermann Neubauer und sein Co-Pilot Bernhard Ettel erwartet hatten. Zum einen wurde das Starterfeld beim vierten Lauf zur Rallye-Europameisterschaft von recht untypischem Azoren-Wetter empfangen: Sintflutartiger Regen und Nebel beeinträchtigten schon die Besichtigung, aufgrund von Erdrutschen und kleineren Überschwemmungen mussten dann sogar Sonderprüfungen abgesagt oder verkürzt werden. Zum anderen war die Rallye für das Suzuki-Duo trotz guten Auftakts nach einer unliebsamen Begegnung mit einem Stein viel zu schnell vorbei.

Am Ende des ersten Tages und vier Sonderprüfungen lag der Salzburger Suzuki Swift S1600 Pilot nur 19,7 Sekunden hinter dem hoch favorisierten französischen Werkspiloten Stephane Lefebvre auf Platz vier der 2WD-Wertung der ERC – obwohl er mit einem nicht optimalen Set-Up zu kämpfen hatte. Für den zweiten Tag war Neubauer dementsprechend optimistisch: „Es ist die erwartet schwierige Rallye, aber wir sind gut dabei, ich bin sehr zufrieden. Was mich vor allem optimistisch stimmt, ist der geringe Zeitrückstand, obwohl ich völlig ohne Risiko unterwegs bin. Da ist noch Luft nach oben!“

Die zweite Etappe begann Hermann Neubauer dann mit geändertem Set-Up und großem Optimismus, der, wie sich herausstellen sollte, zunächst berechtigt war: Bei konstanter, risikoloser Fahrweise gelangen ihm durchwegs gute SP-Zeiten, nach drei weiteren Sonderprüfungen hatte Neubauer seinen Rückstand auf den drittplatzieren portugiesischen Lokalmatador Diogo Gago auf lediglich zwei Zehntelsekunden reduziert, der Führende Lefebvre war gerade einmal 32,6 Sekunden entfernt. Doch auf der achten Sonderprüfung nahm der Verlauf der Rallye dann eine äußerst unerfreuliche Wendung.

„In einer mittelschnellen, blind zu fahrenden Rechtskurve lag auf der Kurveninnenseite plötzlich ein wirklich großer Stein, mit 30 bis 40 Zentimeter Durchmesser. Ich hab noch versucht, den Stein nicht mit den Rädern zu treffen, was mir auch gelungen ist. Allerdings ist er am Unterbodenschutz vorbei genau auf meinen Querlenker eingeschlagen, der daraufhin abgebrochen ist… Und nachdem das alles am Beginn der Prüfung passiert ist, hätte ich mit dem wegstehenden Vorderrad noch viele Kilometer fahren müssen, was erst recht unmöglich war. Ich bin natürlich enttäuscht, weil wir wirklich super unterwegs waren. Andererseits hab’ ich mir nichts vorzuwerfen, das war nicht mein Fehler“, so Hermann Neubauer, der positiv in die Zukunft blickt: „Der Speed auf Schotter hat gepasst und es werden auch noch Rallyes kommen, auf denen es läuft und das Glück auf meiner Seite ist!“

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Azoren-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC, Chile: Nach Tag 2 (SP6)

Enges Klassement nach der Freitagsetappe

Schwierige Bedingungen auf Etappe 1 der Rallye Chile nach nächtlichem Regen: Oliver Solberg führt - Top 6 innerhalb von 28 Sekunden - Crash von Takamoto Katsuta

ARL 2026: Vorschau Gschwandner

Elchjubiläum in Admont – 20 Jahre Dankbarkeit

2006 war das Premierenjahr für die legendären Rallyevolvos in Österreich - bei der ARBÖ Rallye rund um Admont waren Georg Gschwandner und Freunde willkommen...

ARC, Grasl Rallye Horn: Vorschau Baumschlager

Baumschlager kehrt in Erfolgsregion zurück

Die Premiere der TOYOTA Keusch Grasl-Rallye-Horn bringt Raimund Baumschlager / Thomas Zeltner zurück in eine Region vieler Erfolge. Der achte Saisonlauf zur Austrian Challenge bietet für Teams und Fans ein kompaktes Format. 

ARC, Grasl Rallye Horn: Fotos

Die besten Bilder von der Grasl Rallye Horn

motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl präsentiert seine besten Bilder von der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn powered by Sonax und Schremser.

Voller Erfolg bei der Premiere der neuen Grasl Rallye Horn, der dritten von vier reinen ARC-Rallyes 2026. Den ARC-Sieg feiert wie in Krumbach Rene Kiehtreiber - dahinter landen Bernhard Hengl bei dessen tollem Allrad-Debüt und Gerolf Schuller.