RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ERC: Ypern-Rallye

Trotz Enttäuschung - Aigner führt weiter die PC-Tabelle an

Es hätte der dritte Sieg in Serie für das Stohl Racing Team Andreas Aigner/Jürgen Heigl werden sollen - zunächst hat alles danach ausgehen…

Eigentlich hätte die „Geko Ypres Rally“ im belgischen Ypern für das Stohl Racing Duo Andreas Aigner/Jürgen Heigl nicht besser starten können. Nachdem der Veranstalter den Leistungen von Aigner bei seinen letzten Auftritten Anerkennung zollte und ihm Startnummer 8 zuteilte, konnte der Subaru Pilot seiner Rolle als Sieganwärter im ERC Production Cup gerecht werden und markierte auf der Qualifiying Stage die siebtschnellste Zeit, was die gleiche Startposition für den ersten Tag bedeutete. Die Witterungsverhältnisse waren einmal mehr eine wahre Herausforderung, umso wichtiger wurde es weit vorne zu starten.

Der Freitagabend, an dem sechs Sonderprüfungen absolviert wurden, lief perfekt. Andreas holte alles aus sich und dem Subaru und beendete Tag 1 nach einer furiosen Fahrt auf dem sensationellen fünften Gesamtrang mit einer recht eindeutigen Führung im ERC Production Cup.

Die Straßen waren durch den Regen spezielle an den vielen, tiefen Cutstellen extrem rutschig. Einige Piloten verglichen den Zustand mit jenem von „black ice“ bei der Rallye Monte Carlo. Aufgrund eines neuen Reglements ist das zusätzliche Schneiden von Reifen nicht erlaubt und so kämpften die Teams mit massivem Aquaplaning. Umso beeindruckender die beiden vierten Gesamtzeiten von Andreas Aigner unter den widrigen Umständen.

Als fünftes Auto auf der Strecke startete das Team in einen langen zweiten Rallyetag. Ab diesem Zeitpunkt wurden Aigner und Heigl auf Schritt und Tritt vom Pech verfolgt. Zuerst einige kleine Hopplas, die noch zu verschmerzen gewesen wären, doch auf Sonderprüfung 10 das böse Erwachen...

Nach einem Übergang in eine Waldpassage war der Bremspunkt für eine Rechtskurve derart verschlammt, sodass Andreas den Subaru nicht mehr auf der Straße halten konnte. Der Subaru touchierte links hinten einen Baum, dabei brachen Felge und Spurstange des linken Hinterrades. Auf quasi drei Beinen schleppten sich die Beiden noch rechtzeitig ins Service, wo das ganze Team auf Hochdruck arbeitete um das Auto wieder fit zu bekommen. Dem nicht genug folgten eine Prüfung mit einem Reifenschaden gleich in der ersten Kurve, somit eine komplette Prüfung mit Plattfuß, und danach noch eine fast komplette Prüfung nur mit der Handbremse.

Aigner erklärt im Anschluss an die Ypern-Rallye: „Natürlich bin ich extrem enttäuscht und musste zwischenzeitlich ziemlich mit meiner Motivation kämpfen. Wir konnten Freitag zeigen wozu wir imstande sind, umso bitterer der Verlauf des Samstag. Ich bin sehr stolz ein Team wie Stohl Racing hinter mir zu haben. Die Jungs haben alles gegeben um unser Auto rechtzeitig wieder fit zu kriegen."

"Auch unsere Partner von Yokohama und Tein haben Ihre vollste Unterstützung eingebracht. Letztlich habe ich mich total auf die Zielankunft und Punkte für den Production Cup fokussiert und konnte die Führung der Meisterschaft weiter ausbauen“ sagt Andreas nach der Rallye.

Trotz all dieser Handicaps erreichte das Stohl Racing Team mit seinem Subaru WRX Sti R4 Samstagabend das Ziel i und belegte Gesamtrang elf und den vierten Platz in der Production Class noch vor dem direkten Meisterschaftskonkurrenten Germain Bonnefis. Damit führen Andreas Aigner/Jürgen Heigl zur Jahreshälfte den ERC Production Cup mit 25 Punkten Vorsprung an.

News aus anderen Motorline-Channels:

ERC: Ypern-Rallye

Weitere Artikel:

ARC Rallye Triestingtal: Youngsters am Start

Österreichs schnellste Jungpiloten beim ARC-Auftakt im Triestingtal

Mit Marcel Neulinger und Maximilian Lichtenegger starten die zurzeit schnellsten Jungpiloten des Landes beim Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge. Das große Comeback des Rallyesports im Triestingtal wird auf Asphalt-Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte abgehalten.

WRC Monte-Carlo: Tag 2 (SP9)

Ogier verkürzt Rückstand

Im Duell um P2 hinter Spitzenreiter Oliver Solberg macht "Monte"-Rekordsieger Sebastien Ogier weiter Boden gut - Thierry Neuville hängt kurzzeitig fest. Keferböck/Minor führen weiterhin bei den Masters.

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

WRC Rallye Schweden: Nach Tag 2 (SP8)

Katsuta führt knapp vor Evans im Toyota-Duell

Toyota-Dreifachführung am Freitag in Schweden: Takamoto Katsuta liegt knapp vor Elfyn Evans - Oliver Solberg unterschätzt die schwierige erste Startposition

F.A.T. Ice Race: Beste Bilder Samstag

Die besten Bilder vom F.A.T. Ice Race 2026

"Es war wieder einmal eine großartige Veranstaltung", sagt motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl und präsentiert seine besten Bilder vom Samstag.