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ORM: Waldviertel-Rallye

Er kann's einfach nicht lassen ...

Nach einem Jahr Pause sorgt Walter Mayer für eine Sensation in der heimischen Szene und bringt einen Peugeot 208 T16 R5 an den Start.

Foto: WMM

Vor exakt einem Jahr sorgte Walter Mayer bei der Waldviertel-Rallye mit Platz 3 und dem damit verbundenen dritten Gesamrang in der Meisterschaft für eine handfeste Überraschung. Jetzt ist der Gießhübler erneut für eine Sensation gut und bringt am Wochenende (6./7. November) bei der Waldviertel-Rallye 2015 unter der Bewerbung von Stengg Motorsport einen funkelnagelneuen Peugeot 208 T16 R5 – also ein Fahrzeug der letzten Generation – an den Start.

Nach seinem zweitbesten Jahr im Rallyesport – 1992 war er Vizemeister geworden – dachte Mayer eigentlich an das Ende seiner erfolgreichen Karriere. Der Podiumsplatz in der Meisterschaft im stolzen Alter von 66 Jahren wäre dazu auch prädestiniert gewesen, zumal kurze Zeit später auch noch ein Angebot für seinen Peugeot 207 S2000 kam, dem er nicht widerstehen konnte. Gekommen ist es aber wieder einmal ganz anders, die Liebe zum Rallyesport war schlussendlich doch größer.

Walter Mayer: "Nach dem Verkauf meines S2000 hatte ich viele Dinge im Kopf, wollte eigentlich nur mehr sporadisch mit einem angemieteten Auto ausgesuchte Veranstaltungen fahren." Wer Mayer kennt weiß, dass das aber nicht wirklich seine Philiosopie ist, und da für ihn nach Sondierung einiger Angebote nicht das Richtige dabei war, reifte in ihm der Gedanke, noch einmal etwas Besonderes zu wagen.

Mayer: "Das Thema R5 war natürlich immer ein Thema. Nur hat es diesmal einfach mal etwas länger gedauert, bis ich mir die Frage, ob ich mir das alles noch einmal antun soll, beantwortet habe." Dann ging alles aber ganz schnell. Walter Mayer ließ seine guten Kontakte zu Peugeot Sport spielen und kam schlussendlich mit den Franzosen zum Abschluss. Das war aber erst der Anfang, denn der R5 wurde zwar geliefert – aber in Form von Einzelteilen in Kisten!

"Da ist mir schon etwas mulmig geworden, als ich vor den vielen Holzkisten stand", nimmt es Mayer heute mit einem Lächeln. In mühevoller Arbeit wurde das Auto mit dem Team rund um Rolf Schmidt zu einer Einheit geformt, letzte Woche gab es dann in Greinbach das erste Rollout. "Wir hatten wirklich mit vielen Problemen zu kämpfen, werden diese auch in Zukunft noch haben, denn das Auto ist eben immer noch in der Entwicklung – was zur Folge hat, dass laufend irgendwelche Evolutionsteile kommen, wir alles wieder umbauen müssen. Das Gute daran ist, dass wir dadurch aber immer am letzten Stand sind."

Um für das Comeback bei der 35. Auflage der Waldviertel-Rallye (Start am Freitag in St. Pölten, Ziel am Samstag im Schloss Grafenegg) bestens vorbereitet zu sein, kam eigens aus Frankreich auch ein Renningenieur, der die letzten Updates in puncto Elektronik vorgenommen hat. Danach gab es noch einen eintägigen Test im Waldviertel. Als Co-Pilot fungiert – wie schon im Vorjahr – Bernhard Ettel, der mit seiner ganzen Erfahrung Mayer gewiss helfen wird, schnell wieder den Rhythmus zu finden.

Mayer: "Alles in allem läuft alles ganz gut. Der Test hat aber auch gezeigt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Es fehlt einfach die Erfahrung – aber das ist eben so, wenn man etwas Neues beginnt. Was mir viel mehr Sorgen macht ist, dass mir nach der langen Pause einfach die Rennkilometer fehlen. Das wird das größte Handicap am Wochenende werden."

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