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WRC: Deutschland-Rallye

Nach Tag 1: Volkswagen und Ogier dominieren

Im Zweikampf Ogier gegen Latvala kann der Franzose die Führung für sich behaupten - VW-Triple an der Spitze. Meeke wirft Top-Ergebnis weg.

Alle acht Sonderprüfungen gewonnen, alle drei Fahrer in der Gesamtwertung vorne: Der Auftakt zur Deutschland-Rallye, dem neunten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (2015), hätte für Volkswagen nicht besser laufen können. Bei der "Mission Heimsieg" liegen die Wolfsburger nach dem ersten von drei Tagen klar auf Kurs - und werden dabei von Weltmeister Sebastien Ogier angeführt. Der Franzose führt nach acht von 21 Sonderprüfungen mit einen Vorsprung von 9,5 Sekunden auf seinen Teamkollegen Jari-Matti Latvala.

Am Vormittag erlebten die zahlreichen Zuschauer beim deutschen WM-Lauf ein spannendes Duell der beiden Volkswagen-Teamkollegen. Nachdem Ogier die ersten beiden Sonderprüfungen (SP) gewonnen hatte, eroberte Latvala mit einer Bestzeit bei SP 3 die Führung und ging mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Sekunden in die Mittagspause.

Am Nachmittag drehte Ogier dann bei der zweiten Durchfahrt der Sonderprüfungen auf, übernahm bei SP 5 die Führung und setzte sich in der Folge kontinuierlich von seinem Verfolger ab. Mit sieben Bestzeiten bei acht Sonderprüfungen unterstrich der Franzose, der sich theoretisch schon in Deutschland seinen dritten WM-Titel sichern kann, am Freitag seine Klasse.

Meeke wirft erneut ein Top-Ergebnis weg

"Es war ein toller Nachmittag, ich hatte eine Menge Spaß", sagt Ogier, nachdem er am Vormittag mit der Abstimmung seines Auto noch nicht ganz glücklich war. "Es ist ziemlich lange her, dass ich auf Asphalt so gepusht habe. Das Setup passt, es sieht gut aus." Latvala hingegen wirkte am Nachmittag etwas rat- und im Zweikampf mit seinem Teamkollegen machtlos. "Ich hatte heute Nachmittag kein gutes Gefühl, und Seb fährt richtig gut. Das ist es", sagt der Finne.

Auf Rang drei (+34,9 Sekunden) komplettiert Andreas Mikkelsen das starke Ergebnis von Volkswagen. Der Norweger fährt ein einsames Rennen. Das Tempo seiner Teamkollegen kann er zwar nicht mitgehen, von hinten droht ihm aber keine Gefahr. "Es war ein wirklich guter Tag für das Team und hätte nicht besser anfangen können", ist Mikkelsen zufrieden.

Auf Rang vier fuhr lange Zeit Kris Meeke (Citroen), doch dann unterlief dem Nordiren abermals ein folgenschwerer Fahrfehler. Auf SP 6 kam Meeke von der Strecke ab, konnte seine Fahrt aber zunächst problemlos fortsetzen. In einer Senke brach dann jedoch die linke Vorderradaufhängung. Meeke konnte den Schaden zwar notdürftig reparieren, musste danach aber mit verhaltenem Tempo weiterfahren. Mit über zehn Minuten Rückstand auf die Spitze fiel der Citroen-Pilot aus den Top 10 heraus.

Skoda in der WRC2 in Front

Durch Meekes Probleme kämpfen nun die beiden Hyundai-Piloten Dani Sordo und Thierry Neuville um die vierte Position. Nach dem ersten Tag hat Sordo die Nase um 1,9 Sekunden vorne. Auf den Rängen sechs bis neun folgen Elfyn Evans, Ott Tänak (beide Ford), Hayden Paddon (Hyundai) und Mads Östberg (Citroen), die nur durch 13,3 Sekunden voneinander getrennt sind. Stephane Lefebrve (Citroen) komplettiert die Top 10. Robert Kubica (Ford), der nach einem Motorwechsel mit einer Strafzeit von fünf Minuten in die Rallye gestartet war, verlor bei SP 7 weitere fünf Minuten, weil er nach einem Abflug die beschädigte Windschutzscheibe seines Autos entfernen musste.

In der WRC2-Wertung führt nach dem ersten Tag Jan Kopecky (Skoda Fabia R5) klar vor Craig Breen (Peugeot 208 T16) und Eric Camilli (Ford Fiesta R5). Skoda musste allerdings auch schon zwei Rückschläge einstecken. Der Gesamtführende Esapekka Lappi schied in Führung liegend nach einem Unfall aus, das gleiche Schicksal ereilte seinen Markenkollegen Armin Kremer. Der Deutsche lang zu diesem Zeitpunkt auf Rang zwei der WRC2-Klasse. Skoda-Deutschland-Pilot Fabian Kreim belegt bei seinem ersten Start in der WRC2 nach dem ersten Tag Klassenrang fünf.

Am Samstag stehen bei der Deutschland-Rallye nicht weniger als neun Sonderprüfungen mit einer Gesamtlänge von 170,79 Kilometern auf dem Programm. Zwei Mal muss die Königsprüfung der Deutschland-Rallye, die 45,61 Kilometer lange "Panzerplatte lang" absolviert werden. Start zur neunten SP ist um 7:34 Uhr.

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