RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Sardinien-Rallye Hayden Paddon, Hyundai i20 WRC, Portugal-Rallye 2015

Hyundai hofft auf Besserung

Hyundai zieht nach der Portugal-Rallye im Mai mit dem restlichen WRC-Tross weiter auf die Mittelmeerinsel Sardinien zum dortigen WM-Lauf.

Hyundai zieht nach der Portugal-Rallye im Mai mit dem restlichen WRC-Tross weiter auf die Mittelmeerinsel Sardinien. Der italienische Rallye-WM-Lauf war vor dem 2004 durchgeführten Umzug nach Sardinien ursprünglich rund um Sanremo beheimatet. Die Rallye ist für ihre landschaftliche Vielfalt und die schnellen und engen Straßen bekannt, die keinen Spielraum für Fehler lassen. Sie sind mit rutschigem Schotter bedeckt, der bei der ersten Passage weggeschleudert wird, womit die Fahrt für frühe Starter schwieriger ist.

Für Hyundai werden Thierry Neuville, Hayden Paddon und Dani Sordo antreten. Wieder wird die Reifenwahl ein Hauptfaktor für den Erfolg sein. Die Temperaturen Mitte Juni können erwartungsgemäß auf über 30°C klettern, was Crews und Autos unter Druck setzt. Im April wurde in Portugal für Sardinien getestet, und die italienische Veranstaltung wird die erste sein, bei der das neue Paddleshiftsystem auch in Haydens Auto eingesetzt wird.

"Unser Team ist von Portugal her motiviert, wo Dani und Hayden unter den ersten Acht lagen", sagt Teamleiter Michel Nandan. "Letztes Jahr haben wir eine Menge in Sardinien gelernt, sodass wir hoffen, eine Verbesserung zu zeigen. Thierry hatte in Portugal kein Glück und wird sein Bestes geben, seinen Rhythmus wiederzufinden. Dani wird seinen Erfolg fortführen wollen, während Hayden bestrebt ist, an seinem Tempo und der Konsistenz zu arbeiten. Sardinien ist spannend und die herausfordernden Straßen werden dafür sorgen, dass wir konzentriert bleiben."

Neuville hatte bisher eine gemischte Saison und will mit einer positiven Veranstaltung Fortschritte machen. Letztes Jahr belegte er in Sardinien den 16. Platz, in diesem Jahr zielt er auf eine Besserung ab. "Wir hatten letztes Mal einen guten Start ins Rennen", sagt der Belgier. "Wir stellten einige gute Zeiten auf und waren konkurrenzfähig. Es wird in diesem Jahr interessant. Man braucht ein paar Jahre Erfahrung, bis man hier richtig schnell sein kann, da es hier eng zugeht, mit kurvenreichen, staubigen Abschnitten."

Sordo ist derzeit WM-Siebenter, er nimmt das erste Mal für Hyundai in Sardinien teil. "Sardinien ist eine besondere Rallye und eine schwierige dazu", sagt der Spanier. "Sie ist aufgrund der veränderlichen Straßen zwischen den Passagen einzigartig, die Haftungsverhältnisse ändern sich hier häufig. Ich will meine Position stärken; daher werde ich hart arbeiten, um alle Etappen mit der schnellsten Zeit abzuschließen."

Für Hayden Paddon wird diese Veranstaltung ein Jubiläum, da Sardinien 2014 die erste Rallye war, die er für Hyundai abschloss. "Ich habe seit dieser ersten Veranstaltung große Fortschritte gemacht", sagte der junge Neuseeländer, "und ich freue mich darauf, wieder dabei zu sein. Letztes Jahr empfand ich die Etappen als schwierig, aber das lag wohl daran, dass es mein Debüt war. Die Prüfungen sind herausfordernd und sandig – definitiv eine Herausforderung, aber wir werden versuchen, näher an die Spitze zu gelangen."

Die Rally Italia Sardegna führt über 400 km mediterranen Schotters. Sie beginnt am Donnerstag Abend mit einer Stadtprüfung in Cagliari, am Freitag stehen Prüfungen in Oristano auf dem Programm. Der Samstag umfasst über 200 km und wird die längste Etappe der Rallye-WM seit 2012. Der Servicepark wird zum zweiten Mal in Alghero beheimatet sein, die Power Stage findet auf der schönen Küstenstraße Cala Flumini statt.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Sardinien-Rallye

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ERC, Rallye Rom: Vorschau BRR

Neulinger startet ins nächste ERC-Abenteuer

Marcel Neulinger stellt sich bei der Rally di Roma Capitale 2026 seinem nächsten Abenteuer in der Junior-EM. Der zweite Lauf der JERC führt den jungen Oberösterreicher nach Italien – auch Maximilian Lichtenegger sucht wieder die internationale Konkurrenz.