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WRC: Sardinien-Rallye

Ogier siegt – doch Paddon ist der Held der Rallye

Sebastien Ogier konnte seinen Vorsprung halten und siegt vor den beiden Hyundai-Piloten Hayden Paddon und Thierry Neuville. Kremer Sechster der WRC2.

Weltmeister Sebastien Ogier hat seinen Vorsprung am letzten Tag der Rallye Italien gehalten und sich seinen vierten Saisonsieg in der Rallye-Weltmeisterschaft gesichert. Auf Sardinien geriet der Volkswagen-Pilot am Sonntag nie in Gefahr und holte sich den souveränen Erfolg. Mehr als drei Minuten (3:05,4 Minuten) nahm er seinem Verfolger Hayden Paddon (Hyundai) ab, der am Schlusstag aber nichts mehr riskieren wollte.

"Ich bin sehr glücklich und hätte nicht mit diesem Ergebnis gerechnet", strahl der Sieger, als er aus dem Auto steigt. "Es lief wirklich alles perfekt, danke an das Team." Dass Ogier hungrig ist, zeigte er auch bei der Powerstage am Schluss, die er mit 3,8 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Jari-Matti Latvala gewann und sich weitere drei Punkte sicherte. Mit 28 Zählern hat der Weltmeister die perfekte Ausbeute eingefahren.

Hayden Paddon holte mit Rang zwei sein bestes WRC-Ergebnis und seinen ersten Podestplatz. Bislang war Rang fünf in Schweden dieses Jahr das Höchste der Gefühle, doch auf Sardinien zeigte der Neuseeländer sein Können. Er führte von Freitagmorgen bis Samstagabend die Rallye an, bevor er einen Schaden erlitt und zurückfiel. Am Sonntag wollte er Rang zwei nur noch konservieren, was ihm auch gelang. "Das ist ein fantastisches Resultat, ich bin sehr erleichtert", jubelt der Hyundai-Pilot. "Ich hätte mir kein besseres Ergebnis wünschen können."

Lob gab es auch vom Sieger: "Er ist super gefahren und war das erste Mal über das gesamte Wochenende konstant. Er verdient das Podium", zollt Ogier Respekt vor Paddon. Am Ende war es eine recht deutliche Angelegenheit auf dem Podium. Markenkollege Thierry Neuville holte sich mit Rang drei seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison und lag dabei bereits 77,1 Sekunden hinter Paddon. Der Belgier hatte im Ziel 4:22,5 Minuten Rückstand auf Sieger Ogier: "Ich habe nicht mit einem Podium gerechnet, aber ich bin meinen Stiefel gefahren und bin es am Ende clever angegangen."

M-Sport-Pilot Elfyn Evans (+5:34,8) landete mit einer sicheren Fahrt auf Rang vier: Dem Briten fehlten im Ziel 72 Sekunden auf den letzten Podestplatz. Dahinter kam Mads Östberg (Citroen) auf Rang fünf (+7:50,1), doch der Norweger schleppte sich nur noch ins Ziel. Bereits auf der ersten Tagesetappe beschädigte er sich seinen Boliden und fiel vom dritten Platz noch zurück. Am Ende rettete er zumindest noch 16,6 Sekunden auf Volkswagens Jari-Matti Latvala (+8:06,7), der am Samstag durch zahlreiche Probleme zurückgeworfen wurde.

Protasow gewinnt WRC2 - Kremer Sechster

Die restlichen WRC-Piloten bis auf Citroens Khalid Al Qassimi (10.) fuhren die Rallye unter dem Rallye-2-Reglement zu Ende und konnten dementsprechend nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Lediglich Ford-Pilot Martin Prokop ging nach seinem gestrigen Öldruck-Problem nicht mehr mit an den Start.

Den Sieg in der WRC2-Klasse holte sich der Ukrainer Juriy Protasov(Ford) mit einem hauchdünnen Vorsprung von 5,6 Sekunden vor dem Italiener Paolo Andreucci (Peugeot). Baumschlager Rallye Racing-Pilot Armin Kremer und sein Copilot Pirmin Winklhofer im Skoda Fabia R5 wurden am Ende Sechste der WRC2.

In der Gesamtwertung baute Sebastien Ogier seinen Vorsprung natürlich weiter aus. Der Franzose hält nun bei 133 Zählern und besitzt bereits einen großen Vorsprung vor Mads Östberg (67 Punkte) und Andreas Mikkelsen (64), die beide auf Sardinien nicht auf das Podest kamen. Die nächste Rallye findet vom 3. bis 5. Juli in Polen statt und ist somit das Heimspiel von Robert Kubica, der in Italien von zahlreichen Problemen gehandicapt wurde und ebenfalls nur unter Rallye-2-Reglement fuhr.

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