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ORM: Skoda Rallye Liezen

König/Zeiser bei Premiere bester Corsa

Für die Heimrallye in Liezen mieteten sich Mike König und Thomas Zeiser bei GZ Racing zu Vergleichszwecken einen Opel Corsa OPC an.

Bildquelle: Kielhauser Racepics

Sie meinten, damit einen Vergleich zwischen einem modernen Fronttriebler und ihrem bewährten, inzwischen aber 24 Jahre alten Opel Astra anstellen zu können – ein kurzer Test vor der Rallye, bei dem das Auto vom Chefmechaniker Martin Geiger noch einmal durchgecheckt wurde, musste genügen; Pilot und Co-Pilot waren auf den Vergleich mit den Piloten in den gleichen Fahrzeugen gespannt.

Die ersten Zeiten belegten die gut eingeschätzten Erwartungen: Mit den "schnellen Jungen" konnte man vorerst nicht mithalten, aber man blieb in Schlagdistanz. Zu Mittag schien es dann immer besser zu laufen, man konnte unter den Corsas bereits erste Bestzeiten erzielen, um dann aber, sobald Heimo Hinterhofer den Hammer rausholte, nur ratlos zu staunen, wenn man wieder 1,5 Sekunden pro Kilometer verlor.

Der Corsa selbst lief an und für sich problemlos, nur mittags musste die Zündbox erneuert werden, als diese den Geist aufgab und für gelegentlichen Leistungsverlust sorgte. Zum Glück hatte der Chefmechaniker vorgesorgt und beim örtlichen Opelhändler eine auf "Vorrat" bestellt. Da im Verlauf der Rallye sowohl Heimo Hinterhofer als auch Christoph Lieb durch Unfälle ausschieden, waren König und Zeiser im Ziel als Gesamt-16. schnellste Corsa-Piloten, was den beiden bzgl. ihrer recht defensiven Herangehensweise beim ersten Antreten mit dem ungewohnten Gerät recht gab.

Als Fazit zur Rallye konnte vom Team festgehalten werden, dass der Corsa im Vergleich zum Astra zweifellos das schnellere Auto ist. Wenn sich der Fahrer noch längere Zeit an den ungewohnten Turbomotor gewöhnen und das Auto noch weiter auf seine persönlichen Bedürfnisse abstimmen könnte, wären auch gewiss noch bessere Zeiten möglich, da man das Limit – wie die Zeiten von Hinterhofer belegen – noch bei weitem nicht gefunden hat.

Fakt bleibt aber auch, dass der Corsa im Gegensatz zum Astra des "teurere" Auto ist, weshalb man für die Zukunft zuerst mit den Sponsoren verhandeln muss, ob so ein Einsatz zu finanzieren ist; auch muss Planungssicherheit in puncto Corsa-Cup herrschen. Erst wenn dieser neu ausgeschrieben und für 2017 fixiert ist, werden König und Zeiser sich mit dem Thema weiter auseinandersetzen – denn im Endeffekt steht das "Astra-Baby" in der Garage bereit und kann jederzeit eingesetzt werden, sollte der Aufstieg nicht zu schaffen sein.

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