RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Deutschland-Rallye

Update: Mehrere Knochenbrüche bei Moreau

Brüche an beiden Beinen, der Hand und einem Rückenwirbel: Beim Crash von Stephane Lefebvre am Samstag wurde Beifahrer Gabin Moreau schwer verletzt.

Ein schwerer Unfall hat den zweiten Tag der Deutschland-Rallye überschattet. Bei der zehnten Sonderprüfung, dem ersten Durchgang der Königsprüfung "Panzerplatte lang", verunfallte der französische Citroen-Pilot Stephane Lefebvre. Der Franzose und sein Beifahrer wurden bei dem Unfall verletzt und müssen medizinisch versorgt werden.

"Im Rahmen der Deutschland Rallye kam es auf der SP 10 zu einem Zwischenfall. Das Fahrzeug mit der Startnummer 10 rutschte von der Strecke. Dabei wurden Fahrer und Beifahrer verletzt. Sicherheitskräfte sind vor Ort und haben erste Hilfe geleistet. Zuschauer sind in den Unfall nicht verwickelt. Die SP wurde abgebrochen. Die Teilnehmer fahren zurück nach Trier", heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Organisatoren.

Der Unfall passierte 12,4 Kilometer nach dem Start der Prüfung offensichtlich bei hoher Geschwindigkeit. Das Live-Tracking von Lefebvres Citroen blieb bei einem Tempo von 166 km/h stehen.

Nach dem Unfall war die Straße offenbar blockiert. Die nachfolgenden Fahrer Eric Camilli, Jari-Matti Latvala und Armin Kremer mussten anhalten und fuhren nach dem Abbruch in entgegengesetzter Richtung aus der Prüfung heraus.

Lefebvre trat bei der Deutschland-Rallye in einem privat eingesetzten Citroen an. Vor genau einem Jahr hatte der 24-jährige Franzose an gleicher Stelle sein Debüt im WRC-Auto gegeben. Vor dem Unfall war er bei den beiden Durchgängen der Zuschauerprüfung "Arena Panzerplatte" noch auf die Plätze eins und zwei gefahren.

Update: Mehrere Knochenbrüche bei Moreau

Brüche an beiden Beinen, der Hand und einem Rückenwirbel: Beim Crash von Stephane Lefebvre am Samstag wurde Beifahrer Gabin Moreau schwer verletzt.

Der am Samstag bei der Deutschland-Rallye zusammen mit seinem Fahrer Stephane Lefebvre verunglückte Co-Pilot Gabin Moreau hat sich bei dem Unfall Verletzungen an beiden Beinen, der Hand und der Wirbelsäule zugezogen. "Ich habe mir den linken Knöchel und das rechte Schienbein gebrochen. Meine linke Hand ist gebrochen, das Schlüsselbein ausgerenkt und ein Rückenwirbel angebrochen", schreibt Moreau auf seiner offiziellen Facebook-Seite. Am gebrochenen linken Knöchel war er noch am Samstag operiert worden.

Lefebvre hatte beim ersten Durchgang der SP "Panzerplatte lang" zunächst einige Hinkelsteine gestreift hatte und war dann bei hohem Tempo frontal gegen einen Baum geprallt. Bei dem Einschlag wurde der Motor aus dem Citroen DS3 WRC gerissen und der Vorderwagen komplett zerstört. "Der Einschlag war sehr brutal und die Minuten danach haben sich extrem lang angefühlt. Ich kam nicht aus dem Auto", schildert Moreau die tragischen Minuten.

Zur Hilfe eilten den verunglückten Franzosen zunächst ihre Landsleute Eric Camilli und Benjamin Veillas, die mit ihrem M-Sport-Ford als Erste an der Unfallstelle eintrafen. "Eric und Benjamin waren die ersten vor Ort, vielen Dank für eure Hilfe. Die Organisatoren und Rettungskräfte haben einen herausragenden Job gemacht und uns sehr gut versorgt", so Moreau. "Leider habe ich keine Neuigkeiten von Steph, der in einem anderen Krankenhaus 130 Kilometer entfernet liegt."

Die große Anteilnahme vielen Fans und Kollegen bewegt den schwer verletzten Moreau. "Danke für all eure Nachrichten. Das ist wirklich herzerwärmend und hilft mir bei dem Kampf, stärker zurückzukommen. Trotz allem gebe ich nicht auf und werde zurückkommen, auch dank euch."

Nähere Informationen zum Zustand von Lefebvre liegen noch nicht vor. Auf TV-Bildern war jedoch zu sehen, dass er nach dem Unfall gestützt von einem Kollegen aus dem Auto aussteigen konnte.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Deutschland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

EHRC/ORM/ARC, Weiz: Nach SP7

Wagner out - alles klar an der Spitze

Hermann Neubauer steht vor seinem sechsten Sieg in Weiz / Ein Ausfall des Staatsmeisters eröffnet seinen Verfolgern Titelchancen / Jari-Matti Latvala lässt seinen Toyota Celica in der EHRC fliegen

Rallye Weiz: Bericht TEC7 ORM2

Christoph Zellhofer siegt auch in Weiz

Ein routinierter Krimi-Autor könnte die Geschichte der TEC7 ORM2 Staatsmeisterschaft nicht besser schreiben: Bereits in ihrer Premieren-Saison als Championat mit Staatsmeister-Prädikat sorgt die ORM2 für Spannung bis zum letzten Rallye-Kilometer des Jahres.

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

Comeback für 2027 geplant

Kalle Rovanperä wieder fahrtauglich

Überraschend tauchte Kalle Rovanperä bei der Rallye Estland auf: Dort sprach der zweimalige Weltmeister erstmals über seine Genesung und seine Zukunftspläne

ARC, Rallye Weiz: Bericht Zellhofer

Maximale ORM2 & ARCP-Punkte für Zellhofer

Damit übernimmt der Niederösterreicher Führung in der ORM2-Meisterschaft und in der ARCP - Co-Pilotin Anna Maria Seidl und SUZUKI SWIFT ZMX waren bestens unterwegs

ARC, Rallye Weiz: Bericht Lindner

Hans Georg Linder führt in der ARC-Clubmeisterschaft

Seit 30 Jahren fährt Hans Georg Lindner Rallyes - schon 2012 gelang es ihm, mit einem historischen Fahrzeug ARC-Clubmeister zu werden. Heuer könnte er dieses Kunststück wiederholen...