RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Korsika-Rallye

Shakedown: Sébastien Ogier Schnellster

VW dominierte den Shakedown zum französischen WM-Lauf: Sébastien Ogier vor Jari-Matti Latvala, Citroën-Pilot Meeke erster Verfolger.

Mit einer überlegenen Bestzeit für Sébastien Ogier endete der Shakedown vor dem Start der Korsika-Rallye. Der Weltmeister war im VW Polo WRC fast eine Sekunden schneller als Vorjahressieger und Teamkollege Jari-Matti Latvala. Nach dem dritten und für ihn letzten Testlauf über die 5,4 Kilometer lange Strecke am Stadtrand von Bastia rapportierte Ogier: "Keine Probleme, allerdings wurde die Piste zum Schluss sehr schmutzig."

Dies ist ein auf der Mittelmeerinsel eher seltenes Phänomen, da die direkt am Straßenrand lauernden Felsen das Kurvenschneiden nur an wenigen Stellen erlauben. "Offensichtlich haben meine Kollegen im Shakedown weniger Angst vor Reifenschäden als im Wettbewerb", vermutete Ogier, "aber auch unter diesen Bedingungen war ich schnell. Das stimmt mich sehr zuversichtlich für die Rallye."

Latvala gönnte sich fünf Durchgänge und kam am Ende bis auf 0,8 Sekunden an die Bestzeit von Ogier heran. "Ich habe beim Testen letzte Woche ein paar Dinge herausgefunden, die ich damals nicht bestätigen konnte, weil die Zeit nicht mehr ausreichte. Das habe ich jetzt nachgeholt", erklärt der Finne. Zufrieden war er mit der Wahl der für dieses Jahr neuen Shakedownstrecke: "Sie ist für die Sonderprüfungen repräsentativ und genauso kurvenreich." Allerdings wunderte auch er sich über die gegen Ende stark verschmutzte Piste: "Im Shakedown wird definitiv mehr gecuttet als im Wettbewerb."

Kris Meeke (Citroën) vervollständigte mit 0,6 Sekunden Rückstand auf Latvala die Top 3 des Shakedowns für den zehnten WM-Lauf der Saison 2016. Wie Latvala probierte auch Andreas Mikkelsen im dritten VW Polo WRC verschiedene Abstimmungen von Fahrwerk und Kraftübertragung aus. "Damit habe ich mich allerdings in die falsche Richtung bewegt, das Fahrverhalten wurde eher schlechter", erklärt der Norweger seinen bescheidenen achten Rang. "Die gute Nachricht ist, dass ich jetzt weiß, welche Abstimmung nicht besonders gut funktioniert", fasst Mikkelsen seinen Shakedown zusammen.

Die Korsika-Rallye wird am Donnerstag Abend zeremoniell in Ajaccio gestartet, die erste von zehn Sonderprüfungen geht am Freitag ab 9 Uhr über die Bühne.

Die Top 10 des Korsika-Shakedowns

 1. Sébastien Ogier     VW       3:51,7 Minuten
2. Jari-Matti Latvala VW 3:52,5
3. Kris Meeke Citroën 3:53,1
4. Thierry Neuville Hyundai 3:53,4
5. Dani Sordo Hyundai 3:54,4
6. Craig Breen Citroën 3:54,4
7. Hayden Paddon Hyundai 3:55,0
8. Andreas Mikkelsen VW 3:55,5
9. Ott Tänak Ford 3:56,0
10. Eric Camilli Ford 3:57,0

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Korsika-Rallye

Weitere Artikel:

TEC7 ORM2, Lavanttal Rallye: Bericht

Lokalmatador Lichtenegger holt ORM2-Sieg

Am Ende einer angesichts der wechselnden Witterungsbedingungen schwierigen Rallye gab’s den Premieresieg des jungen Kärntner Lokalmatadors Maximilian Lichtenegger, der gemeinsam mit seinem routinierten Copiloten Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 triumphierte.

ARC, Lavanttal Rallye: Bericht

Gerolf Schuller ist der neue ARC-Leader!

Bei der selektiven, turbulenten Lavanttal Rallye konnte der 53-jährige Quereinsteiger Gerolf Schuller die ARC-Führung übernehmen. Dahinter lauern Jungpilot Jan Dolzer und Christian Rosner im historischen Porsche.

In seiner neuesten Kolumne berichtet ORF-Legende Peter Klein auf berührende Art und Weise von seiner jüngsten Begegnung mit Andi Hulak.

Lavanttal Rallye: Mitropa Rally Cup

Stengg & Kobal gewinnen Mitropa Cup

Roland Stengg gewinnt mit Beifahrerin Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) die Mitropa Rally Cup Wertung. In der Gruppe der historischen Fahrzeuge siegen Alois Nothdurfter/Manfred Cerny auf ihrem Ford Sierra RS Cosworth.

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Rosenberger

Der "Technikteufel" war erneut aktiv

Nach den Troubles auf Mallorca war der „Technik-Teufel“ nun auch in Portugal aktiv - Der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A von Autosportif blieb schon nach SP1 stehen
- Rosenberger & Co Schwarz glänzten danach mit SP-Bestzeiten und Klassensieg