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WRC: Korsika-Rallye

Ogier regiert auf Korsika

Vier deutliche Bestzeiten und eine klare Führung für Sebastien Ogier nach der ersten Etappe der Korsika-Rallye – Reifenschäden kosten Meeke und Sordo viel Zeit.

Weltmeister Sebastien Ogier demonstrierte bei der ersten Etappe der Korsika-Rallye eindrucksvoll sein Können. Der Volkswagen-Werksfahrer stellte in allen vier Freitagsprüfungen die Bestzeit auf und fuhr der Konkurrenz auf und davon. "Seb fährt heute in seiner eigenen Liga, sehr beeindruckend", zieht Teamkollege Andreas Mikkelsen den Hut und fügt lachend hinzu: "Sieht so aus, als würde er schon im 2017er-Auto fahren!" Und auch Jari-Matti Latvala kann nur den Kopf schütteln, als er die Zeiten sieht: "Ich verstehe nicht, wie Sebastien so schnell fahren kann!"

Nach den ersten vier Prüfungen der Tour de Corse führt Ogier komfortabel mit 44 Sekunden Vorsprung. "Ich bin sehr zufrieden, ein toller Tag für uns", kommentiert der Ausnahmekönner seine Fahrt. "Es gab keine Fehler, alles ist heute gut gelaufen." Der Franzose war am Freitag nicht nur mit Abstand der Schnellste, es gab auch keinerlei Probleme, während die versammelte Konkurrenz Schwierigkeiten hatte.

Auf den langen bis zu 50 Kilometer langen Prüfungen war der Umgang mit den Reifen entscheidend. "Ich habe zu Beginn zu hart attackiert und meine Reifen überhitzt", seufzt Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville im Ziel von SP4. "Deswegen musste ich langsamer machen." Trotzdem hält der Belgier, dessen Zukunft sich nach der Rallye entscheiden soll, den zweiten Platz. Latvala verlor schon am Vormittag viel Zeit und wurde in der zweiten Schleife auf den dritten Rang nach vorne gespült. Der Rückstand des Vorjahressiegers beträgt schon 58 Sekunden.

Reifenschäden bei Meeke und Sordo

Zwei Fahrer hatten am Freitagnachmittag Pech. Kris Meeke war zunächst der erste Verfolger von Ogier, doch in SP3 verlor der Citroen-Pilot zweieinhalb Minuten. "Wir hatten einen Reifenschaden, keine Ahnung warum", ärgert sich Meeke, der stehenblieb und den Reifen wechselte. Anschließend fuhr er die Prüfung im Staub seines Teamkollegen Craig Breen zu Ende. In der Gesamtwertung fiel Meeke auf Position elf zurück.

Der zweite Pechvogel war Dani Sordo, der nach SP3 Dritter war. "Ich hatte hinten einen Reifenschaden", berichtet der Spanier nach der abschließenden SP4. "Ich verstehe aber nicht warum, weil ich nichts berührt habe. Ich fuhr einige Kilometer weiter, musste dann aber stehenbleiben und den Reifen wechseln." Dadurch fiel Sordo auf den neunten Platz zurück.

Volkswagen-Duell um Platz drei

Die Zeitabstände zwischen den Fahrern wuchsen am Freitag kontinuierlich an. Spannend wird das Volkswagen-Duell um Platz drei, denn Mikkelsen liegt nur 1,3 Sekunden hinter Latvala. Fünfter ist Korsika-Neuling Breen, gefolgt von Hayden Paddon im Hyundai. Paddon fuhr die letzten acht Kilometer von SP4 mit einem schleichenden Plattfuß. Trotzdem liegt der "Kiwi" nur 7,5 Sekunden hinter Breen.

M-Sport spielt keine Rolle auf den vorderen Plätzen. Lokalmatador Eric Camilli ist mit zwei Minuten Rückstand Siebter. Dennoch ist er zufrieden: "Jede Notiz im Aufschrieb war perfekt." Teamkollege Mads Östberg verlor am Freitag mehr als zweieinhalb Minuten und ist Zehnter. Der Norweger probierte einen anderen Fahrstil auf diesen Asphaltstraßen: "Es war ein schwieriger Tag, aber wir probieren etwas. Wir kommen vorwärts."

In der WRC2-Klasse bahnt sich ein Duell zwischen Elfyn Evans (Ford) und Jan Kopecky (Skoda) an. Beide stellten je zwei Bestzeiten auf. Evans führt seit der ersten SP, doch Kopecky konnte am Nachmittag bis auf 15,7 Sekunden nahekommen. Dritter ist Kevin Abbring mit dem neuen Hyundai i20 R5. Das neue Auto ist für Ford und Skoda noch keine Konkurrenz, denn Abbring hat nach dem ersten Tag schon eine Minute verloren.

Am Samstag stehen bei der Tour de Corse die nächsten vier Prüfungen auf dem Programm. Los geht es am Vormittag mit der 53 Kilometer langen Strecke von La Porta nach Valle di Rostino.

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