RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Meeke von Stimmung bei Toyota entzückt

Kris Meeke fühlt sich in seinem neuen Team bereits wie zu Hause. Bei ersten Testfahrten legte er den Toyota Yaris WRC auf die Seite.

Kris Meeke fühlt sich in seiner neuen sportlichen Heimat schon nach wenigen Tagen wie zu Hause; bereits bei den ersten Besuchen der Zentrale von Tommi Mäkinens Toyota-Team in Finnland habe der Nordire eine völlig andere Stimmung als bei seinen bisherigen Arbeitgebern erlebt.

"Bei meinen Verhandlungen mit Tommi und den Treffen mit dem Team habe ich eine familiäre Atmosphäre gespürt", so Meeke. Schon bei der Anfahrt dorthin durch die Wälder rund um Jyväskylä kam bei Meeke ein wenig Rallyestimmung auf: "Tommis Fabrik scheint in ihrer natürlichen Umgebung zu sein. Es ist ein Rallyeland und das Herz der Finnland-Rallye."

Meeke war heuer nach einer Reihe von Unfälle von Citroën vor die Tür gesetzt worden und hatte sich danach aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. "Seit meinem Abschied aus der Meisterschaft im Mai habe ich ein paar Monate für mich selbst gebraucht", sagte Meeke, doch ihm sei klar geworden, dass er das Kapitel Rallye-WM noch nicht beenden wolle. Bei der Kontaktaufnahme mit Toyota habe er von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt.

"Als ich Tommi angerufen habe, hat einfach alles gepasst. Ich habe ihn in Jyväskylä besucht, und wir haben stundenlang über das Auto und alle technischen Aspekte gesprochen. Alles ist sehr fortschrittlich, das hatte ich lange nicht erlebt", konnte sich Meeke eine Spitze gegen Citroën nicht verkneifen.

Laut des Nordiren war Toyota nicht das einzige Team, das ihn verpflichten wollte, doch für ihn habe schnell festgestanden, mit wem er 2019 in die Rallye-WM zurückkehren will. "Es gab auch noch einige andere Optionen, aber ich habe mir immer gesagt: Wenn ich zurückkomme, will ich es richtig machen. Toyota verfolgt einen langfristigen Plan, und die Erfolge in seiner erst zweiten Saison sprechen für sich. Ich hatte keine Zweifel: Da will ich hin", so Meeke.

Für Teamchef Mäkinen kommt es nun darauf an, dass Meeke in seinem Team unbeschwert fahren und so sein Potenzial entfalten kann. "Ich möchte, dass Kris bei uns Spaß hat, dass er beim Fahren Spaß hat", so der Finne. "Wir haben in diesem Jahr bei Jari-Matti [Latvala; Anm.] gesehen: Wenn man den Druck von seinen Schultern nimmt, kehrt der Spaß und damit das Tempo zurück, und die Ergebnisse kommen von selbst."

Mäkinen lieferte auch die Erklärung für ein Foto, das am Tag der Bekanntgabe von Kris Meekes Verpflichtung im Internet die Runde machte: Es zeigte einen Toyota Yaris WRC, der neben der Straße auf der Seite lag. Einige Fans spekulierten, Toyota habe sich mit Blick auf Meekes zahlreiche Abflüge in der Vergangenheit einen Scherz erlaubt.

Mäkinen erklärte jedoch, dass es sich tatsächlich um einen Ausrutscher von Meeke bei Testfahrten gehandelt habe: "Das Foto war kein Witz. Es war ein sehr kleiner Fehler in einer langen Kurve, die am Ende zumacht. Er ist fast schon gestanden, das Auto war unbeschädigt, es lag nur auf der Seite. Völlig harmlos!"

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

Rallye Weiz: Bericht Opel GSE Cup

Opel Mokka GSE mischt die Allrad-Konkurrenz auf!

Timo Schulz gewinnt den dritten Lauf zum ADAC Opel GSE Rally Cup 2026 in Weiz. Mit Rang zwei knöpft der Franzose Tom Dufour dem Waliser Ioan Lloyd die Tabellenspitze ab. Erstmals bestreiten die Elektro-Renner die komplette Rallye-Distanz und fahren in der Gesamtwertung in die Top-15.

So bitter der Ausfall von Simon Wagner auch ist: Die TEC7 ORM erwartet nun bei der 1.000 Hügel Rallye ein spannendes Finale mit drei Titelkandidaten...

Comeback für 2027 geplant

Kalle Rovanperä wieder fahrtauglich

Überraschend tauchte Kalle Rovanperä bei der Rallye Estland auf: Dort sprach der zweimalige Weltmeister erstmals über seine Genesung und seine Zukunftspläne

Rallye Weiz: Bericht TEC7 ORM3

Neulinger verteidigt souverän Titel!

Nach der Rallye Weiz heißt der alte und neue Staatsmeister der TEC7 ORM3 und RP-TOOLS Junioren-ÖM Marcel Neulinger – der erstmals für Lancia den Titel holt. Für Familie Neulinger gab es mit Rang zwei für Bruder Nico auch erstmals einen Doppelsieg zu feiern.

WRC Rallye Estland: Nach Tag 2 (SP16)

Pajari hat ersten WRC-Sieg in greifbarer Nähe

Toyota-Pilot Sami Pajari brennt bei der Rallye Estland ein Schotter-Feuerwerk ab und dominiert den Samstag, dahinter tobt ein packender Hyundai-Thriller um Platz drei. Keferböck/Minor liegen im WRC Masters Cup in Führung.

ARC, Rallye Weiz: Bericht Friedl

„Reifen-Roulette"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 waren in Weiz mit dem FORD Fiesta Proto trotz sich ständig verändernder Bedingungen mit Motivation erfolgreich unterwegs.