RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Mühlsteinrallye

Ehrgeiz trieb Roßgatterer zu Hochform

Bei sommerlichen Temperaturen fuhr der ehrgeizige Mühlviertler bei der 2. Mühlsteinrallye sensationelle Zeiten und bewies Ausdauer.

Fotos: Daniel Fessl

Bei sommerlich heißen Temperaturen fuhr der ehrgeizige Mühlviertler Martin Roßgatterer gemeinsam mit seinem Schwager Andreas Thauerböck am 11. August 2018 bei der 2. Auflage der Perger Mühlsteinrallye sensationelle Zeiten und bewies trotz technischen Stolpersteinen sportliche Ausdauer.

Voller Motivation und Tatendrang startete der Neumarkter mit dem von der Firma Race Rent Austria angemieteten Mitsubishi Lancer Evo VII die erste Sonderprüfung in Naarn. Ein dort eingefahrener elfter Platz war für den willensstarken Roßgatterer ganz und gar nicht zufriedenstellend, weshalb im anschließenden Regrouping angeregt über mögliche Veränderungen am Auto diskutiert wurde.

Letztlich kam man zum Entschluss, den Reifenhersteller zu wechseln. Mitstreiter Johannes Käferböck stellte durch sein Angebot, Reifen zur Verfügung zu stellen, den Gemeinschaftsgedanken im Motorsport unter Beweis. Mit neuen Pneus und überraschend gutem Grip ging es in die zweite Sonderprüfung, doch die nächste Hürde ließ nicht lange auf sich warten. Nach ca. drei gefahrenen Kilometern brach eine Halbachse des doch schon in die Jahre gekommenen Mitsubishis.

Trotzdem belegte Roßgatterer zur eigenen Verwunderung den achten Platz, weshalb man darauf schließen konnte, dass es nicht am fehlenden Talent lag. Im langen Service galt es dann, dass Einsatzauto zu reparieren und auf Vordermann zu bringen. Trotz der ihm in den Weg gelegten Stolpersteine behielt der Rallyefahrer seine Konzentration bei und bewies damit wieder einmal seine sportliche Ausdauer.

Die darauffolgende dritte Sonderprüfung, ein 20 km langer Rundkurs, der sehr selektiv war, verlangte nicht nur fahrerisches Können, sondern vor allem körperliche Fitness. Genau dort begann die Aufholjagd für den sportlichen Mühlviertler, der der großen Zuschauerschar eine spannende Darbietung bot. Er fuhr auf SP 3 und SP 4 unglaubliche viertbeste Zeiten und war somit schnellster Nicht-R5. Dadurch kletterte er von Platz neun auf Platz vier des Gesamtklassment und brachte damit nicht nur das Publikum, sondern auch seine Mitstreiter zum Staunen.

Das Resümee nach der fünften selbst gefahreren Rallye des ursprünglichen Co-Piloten Roßgatterer lautet somit: Der überlegene Klassensieg als bester Nicht-R5 macht Lust auf weitere Projekte hinter dem Lenkrad. Vor allem aber übermittelt er durch die Ereignisse des vergangenen Wochenendes die Botschaft, dass für ihn der persönliche Ehrgeiz und die Freude am Motorsport trotz des einen oder anderen Hindernisses immer im Vordergrund stehen.

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Mühlsteinrallye

Weitere Artikel:

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor

Der "verrückte Traum"

Wie Solberg die WRC-Elite schockte

Oliver Solberg schreibt WRC-Geschichte: Als jüngster "Monte"-Sieger aller Zeiten triumphiert der Toyota-Pilot bei extremen Bedingungen gegen die Weltelite

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!

F.A.T. Ice Race: Beste Bilder Samstag

Die besten Bilder vom F.A.T. Ice Race 2026

"Es war wieder einmal eine großartige Veranstaltung", sagt motorline.cc-Fotograf Daniel Fessl und präsentiert seine besten Bilder vom Samstag.

"Motivation, es zu versuchen"

Ogier greift nach zehntem WRC-Titel

Wird Sebastien Ogier ernsthaft um seinen zehnten Titel in der Rallye-WM kämpfen? Vor Beginn der "Monte" rechnet der Toyota-Fahrer mit herausfordernder Saison

Regel-Revolution wirkt

WRC meldet Ansturm neuer Tuner

Die WRC steht 2027 vor einer Revolution - Die FIA bestätigt massives Interesse von Tunern am neuen Reglement und nennt eine überraschende Zahl