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ARC: Mühlsteinrallye

Sensationeller Sieg von Simon Wagner

Beim ersten Auftritt im Škoda Fabia R5 markierte der 25jährige Mauthausener Simon Wagner vier von vier möglichen Gesamtbestzeiten.

Fotos: Daniel Fessl

Neues Team, neue Strecken, neues Fahrzeug – dass er in dieser Konstellation seinen ersten Gesamtsieg feiern würde, hätte sich Simon Wagner vermutlich nicht träumen lassen. Dabei war schon der Start im R5 nahe der Heimat ein Traum für den Rallyeyoungster. "Als ich den Fabia R5 am Donnerstag zu unserem kleinen Test das erste Mal mit meinem Namen auf der Seitenscheibe gesehen habe, war das schon ein überwältigendes Gefühl", berichtete Wagner.

Nach nur rund zwölf Testkilometern ging der Mauthausener am Samstag zu Mittag gemeinsam mit Beifahrer Gerald Winter auf Bestzeitenjagd und sorgte bereits auf der ersten, sieben Kilometer langen Sonderprüfung für Aufsehen: Mit 1,3 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten sicherten sich Wagner/Winter auf ihrer ersten Prüfung in der Topkategorie die erste Bestzeit und übernahmen trotz kleinerer technischer Probleme vom Start weg die Führung im Gesamtklassement.

"Bei der Kontrolle des Luftdrucks vor der ersten Sonderprüfung fiel mir eine Öllache unter dem Fahrzeug auf", sagte Beifahrer Gerald Winter. Die Fehlersuche im anschießenden Service ergab einen Riss in einem Schlauch zum Hinterachsdifferential, doch diesmal war das Glück auf der Seite des Teams, denn das Differential hielt bis zum Service durch und konnte dort vom Eurosol Racing Team aus Ungarn in Rekordzeit getauscht werden.

"Das Team hat einfach perfekt gearbeitet. Jedes Werkzeug, jedes benötigte Teil, alles war bereits vorbereitet und sauber aufgereiht, als wir in den Service kamen. Ein so professionell arbeitendes Team kann man sich als Fahrer nur wünschen", berichtete Wagner.

Die einmal eroberte Führung gab Wagner auch auf den drei folgenden Sonderprüfungen nicht mehr ab und sicherte sich vier von vier möglichen Bestzeiten. Am Ende betrug der Vorsprung auf den zweitplatzierten Teamkollegen fast zehn Sekunden. Den Drittplatzierten trennten nach 60 Wertungskilometern schon über 40 Sekunden von Wagners Gesamtzeit.

"Ich freue mich sehr über das Ergebnis", sagte Wagner im Ziel. "Ich weiß, dass mit dem Auto noch viel, viel mehr drin ist, und dass ich noch einige Kilometer hinter dem Lenkrad brauche, um mit dem Fabia R5 ans Limit gehen zu können. Fakt ist aber: Wir haben gleich im ersten Anlauf einen Gesamtsieg eingefahren. Das macht doch Hoffnung für die Zukunft und ist mehr als wir hätten erwarten können."

Gestärkt durch den Erfolg beim Auftritt in der Heimat geht es für Simon Wagner in der übernächsten Woche bei der Czech Rally Zlín wieder um Punkte in der Junioren-Rallye-EM für Fahrer unter 27. Mit am Start in der Tschechischen Republik ist auch Bruder Julian, der dort nicht nur die tschechische 2WD-Meisterschaft für sich entscheiden will, sondern auch den Vergleich mit den schnellsten Junioren Europas sucht.

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