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ARC: Mühlsteinrallye

Keferböck in Schlagdistanz zu Wagner

Johannes Keferböck und Ilka Minor erlebten bei der Mühlsteinrallye, die sie auf Platz zwei beenden konnten, einen erfüllenden Test.

Foto: Harald Illmer

"Hochgestimmter Gemütszustand; Froh- und Beglücktsein" – so definiert der Duden den Begriff "Freude". Wer am Samstag bei der 2. Perger Mühlsteinrallye vor Ort war und mit Johannes Keferböck ein paar Worte wechseln konnte, vermochte diese Freude auch zu spüren, denn sie ist eine Schwingung, die – wenn man es zulässt – auf einen überspringt.

Schon vor dem Start hatte Keferböck ein gutes Gespräch mit Gerald Rigler – auch das löste Freude aus, gerade weil er den späten Quereinsteiger zu schätzen weiß: "Vor ihm kann man als Fahrer nur den Hut ziehen – und man muss auch sehen und anerkennen, was er als Sponsor alles zu Wege leitet und wie viele gute Projekte er unterstützt. So muss man auch den Veranstaltern der Mühlsteinrallye herzlich gratulieren. Es war eine tolle zweite Ausgabe dieses Events."

Die große Heimrallye brachte dem Tiefbohrunternehmer jedoch leider kein Glück. Zunächst ein Ausfall, später die Hiobsbotschaft: Wegen Rückenschmerzen muss Rigler seinen Start bei der Deutschland-Rallye absagen. Keferböck: "Ich wünsche Gerald vor allem einmal baldige Besserung und hoffe, dass wir ihn bald wieder im Servicepark sehen werden – natürlich im Rennoverall."

Der Rückblick auf den eigenen Einsatz rund um Perg, erneut im Škoda Fabia R5 des Eurosol Racing Team, fällt äußerst positiv aus: "Wir haben die Rallye als Testlauf und Vorbereitung auf die Wechselland-Rallye angelegt, und dieser Test ist total gelungen. Mit vier verschiedenen Setups kamen wir dem Optimum immer wieder einen weiteren Schritt näher."

Große Aufmerksamkeit erregte der Einsatz von Simon Wagner, denn Österreichs Hoffnung in der Junioren-EM gab in Perg seine R5-Premiere und konnte prompt den Sieg einfahren – als Teamkollege von Keferböck, womit Eurosol einen fulminanten Doppelsieg einfahren konnte. Erfreulich war für Keferböck dabei, dass ihm immer nur wenige Sekunden auf den Senkrechtstarter fehlten.

Vor der letzten Prüfung hatten Keferböck/Minor kurz überlegt, ob sie mitkämpfen wollten, doch habe man beschlossen, bei der Setuparbeit zu bleiben. Dass Wagner beim allerersten R5-Einsatz gleich den Sieg holte, rang Keferböck großen Respekt ab: "Simon fuhr bei seinem ersten R5-Einsatz eine wirklich bravouröse Rallye, zu der man nur gratulieren kann."

Johannes Keferböck kann aber auch mit seiner eigenen Leistung höchst zufrieden sein, schließlich fährt er nach einem Jahrzehnt, in dem er sich auf die Jännerrallye beschränkt hatte, dank der Unterstützung von Sponsoren seine erste volle Saison und unternimmt dabei alles, um seine eigene Leistung zu optimieren.

Ilka Minor gibt mit ihrem Erfahrungsschatz von mehr als 100 WM-Rallyes dem Oberösterreicher, was er braucht und worum er explizit gebeten hat: schonungsloses Feedback ohne jede Schönfärberei. Keferböck geht es darum, dass ein Lernprozess stattfindet: "Sonst würde es keinen Sinn machen." Voller Freude fügt er hinzu "Da ist noch was drin, das wissen wir. Jetzt freuen wir uns schon total auf die Wechselland-Rallye."

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