RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Rallye Monte Carlo

Nach SP 12: Kampf auf Augenhöhe

Auch der heutige Tag brachte keine Entscheidung, wer sich zum Sieger der Rallye Monte Carlo 2020 krönen kann.

Fotos: Jaanus Ree & Aurelien Vialatte / Red Bull Content Pool - XPB

Spannender Dreikampf um den Sieg bei der Rallye Monte Carlo: Nach zwölf von 16 Sonderprüfungen führt Toyota-Pilot Elfyn Evans die Gesamtwertung an. Allerdings haben sein Teamkollege Sebastien Ogier als Zweiter mit 4,9 und Thierry Neuville (Hyundai) als Dritter mit 6,4 Sekunden Rückstand die Chance, die Rallye am Sonntag aus eigener Kraft zu gewinnen.

Im Vergleich zur Vormittagsschleife waren die vereisten Abschnitte über Mittag teilweise abgetaut, sodass die Fahrer mehrheitlich auf Reifen ohne Spikes setzten. Diesmal war es Neuville, der die Bedingungen am besten meisterte und beide Sonderprüfungen gewann. Dadurch verkürzte er den Rückstand auf die beiden Toyota-Piloten, die bei der letzten Prüfung des Tages kleinere Probleme hatten.

Evans rutschte bei "La Breole - Selonnet 2" kurz in den Straßengraben und konnte sich glücklich schätzen, dass er dabei weder viel Zeit verlor noch seinen Toyota Yaris WRC beschädigte. "Ich dachte, ich wäre schon durch [die Kurve], habe gerade das Gaspedal berührt, und schon ging es ab in den Graben", sagt der Waliser. Ogier war bei dieser SP 9,5 Sekunden langsamer als Neuville. "Ich war auf dem Eis zu vorsichtig, Fahrfehler habe ich keine gemacht", sagt der siebenmalige Sieger der Rallye Monte Carlo.

Zufriedenheit herrschte hingegen bei Neuville, der meinte: "Viel besser wäre es nicht gegangen." Allerdings hob auch der Belgier hervor, wie schwierig die Bedingungen in den vereisten Passagen waren: "Man muss nur 2 km/h schneller durch die Kurve fahren und verliert die Kontrolle über das Auto."

Diese Erfahrung musste auch WRC-Rekordchampion Sebastien Loeb (Hyundai) machen, der sich bei der letzten SP des Tages drehte, aber Rang vier verteidigte. Das wird auch am Schlusstag seine Mission sein, denn bei einem Rückstand von 2:24,3 Minuten auf Platz 1 kann Loeb aus eigener Kraft nicht mehr in den Kampf um das Podium eingreifen.

Fünfter ist Esapekka Lappi (Ford). Der Finne steigerte sich am Nachmittag und war auch mit den Informationen seiner Eisspione zufriedener. Mit 14,1 Sekunden Rückstand auf Loeb hat er am Schlusstag noch die Chance auf Platz vier.

Auf den Rängen sechs und sieben folgen die beiden Toyota-Junioren Kalle Rovanperä und Takamoto Katsuta. Achter ist mit Eric Camilli (Citroën) der Führende der WRC3-Wertung für private Einzelstarter mit R5-Autos. Die WRC2 für Teams und Herstellereinsätze mit R5-Autos führt mit Mads Östberg auf Gesamtrang neun ebenfalls ein Citroën-Pilot an. Nicolas Ciamin (Citroën) aus der WRC3 komplettiert die Top 10.

Am Schlusstag der Rallye Monte Carlo erwarten die Crew vier weitere Prüfungen über eine Gesamtdistanz von 63,54 Kilometern.

© Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Rallye Monte Carlo

Weitere Artikel:

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Easy Drivers

Easy Drivers bei zwei Bewerben am Podest

Dritter Klassenplatz bei der Grasl Rallye und Rang zwei im 4-Stunden-Offroad-Cup: Das Team blickt auf ein erfolgreiches Motorsportwochenende zurück

Austrian Rallye Legends: Bericht

Herbstliches Kaiserwetter bei den ARL

Novum bei der zwölften Ausgabe der Austrian Rallye Legends powered by ARBÖ: Zum ersten Mal musste der Zeremonienstart unter schwerem Regen abgehalten werden - der guten Stimmung tat dies keinen Abbruch.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Zellhofer

Zellhofer/Seidl haben wieder viel dazu gelernt

Regierende ORM2 Staatsmeister werden im Waldviertel als Vierte gewertet. Der Ford Fiesta Rally2 des ZM-Racing Team erwies sich wieder als Spitzenauto

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Baumschlager

Baumschlager siegt in Austrian Rallye Trophy

Mit dem zweiten Gesamtrang und dem Sieg in der Austrian Rallye Trophy verlief die Toyota Keusch Grasl Rallye Horn für Raimund Baumschlager und Thomas Zeltner äußerst erfolgreich.

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin