RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Evans: Hybrid-Management kann "massiven Einfluss" haben Toyota Yaris GR Rally1 für die Rallye-Weltmeisterschaft 2022
Toyota Gazoo Racing

Elfyn Evans: Hybrid-Management kann "massiven Einfluss" haben

Der richtige Einsatz des Hybrid-Antriebs wird nach Einschätzung von Elfyn Evans 2022 in der Rallye-Weltmeisterschaft entscheidend sein

Der Hybrid-Antrieb der Rally1-Autos und vor allem dessen richtiger Einsatz wird nach Ansicht von Toyota-Pilot Elfyn Evans bei einigen Wertungsprüfungen in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022 einen entscheidenden Einfluss auf die Zeit haben. "Natürlich ist es ein kritisches Element des Fahrens, aber ich denke, dass es bei einigen Veranstaltungen kritischer sein wird als bei anderen", sagt Evans der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

Vor allem beim Beschleunigen aus langsamen Kurven wird sich die 100 Kilowatt Zusatzleistung des Elektromotors, durch den die Gesamtleistung der Fahrzeuge auf über 500 PS ansteigt, besonders vorteilhaft auswirken.

"Wenn man auf rutschigem Untergrund fährt, ist es weniger wichtig, aber wenn man auf trockenem Asphalt unterwegs ist, kann man die Leistung voll ausschöpfen. Wenn einem nur ein paar dieser Beschleunigungen fehlen, kann das massiven Einfluss haben", sagt Evans.

Rally1-Autos "sehr anders" als die World-Rally-Cars

Der Einsatz der Zusatzleistung wird dabei durch das Reglement klar definiert. Verfügbar wird sie erst, wenn der Fahrer auf der jeweiligen Wertungsprüfungen mindestens 30 Kilojule Energie rekuperiert hat. Allerdings darf der Fahrer die Leistung dann nicht per Knopfdruck am Lenkrad abrufen, vielmehr wird sie nach einem programmierten Profil aktiviert.

Vorgaben gibt es auch bezüglich der Ladung der Batterie. Bei Start einer jeden Prüfung wird diese zu 80 Prozent geladen sei, am Ende soll mindestens noch 30 Prozent Ladung vorhanden sein. "Ich denke, Hybrid ist etwas sehr Neues, das wir alle erst noch herausfinden müssen", sagt Evans.

Doch nicht nur beim Hybrid-Antrieb unterscheiden sich die Rally1-Autos spürbar von den bis Ende 2021 verwendeten World-Rally-Cars. "Alles fühlt sich sehr, sehr neu und sehr anders an als vorher. Okay, es ist immer noch ein Rallye-Auto mit Allradantrieb, aber es gibt immer noch eine Menge Dinge, die neu sind", sagt Evans.

Trotz mehrerer Testfahrten hat sich der Waliser nicht nicht zu 100 Prozent an sein neues Sportgerät gewöhnt. "Ich persönlich habe das Gefühl, dass ich noch nicht da bin, wo ich sein möchte, aber ich bin mir sicher, dass es vielen anderen in der gleichen Situation geht."

"Ich würde mich als pingeligen Fahrer bezeichnen, wenn es um die Einstellung geht", so Evans weiter. "Ich weiß, dass es einige Zeit dauern wird. Ich habe das Gefühl, dass noch einiges an Arbeit vor mir liegt, um das Maximum an Vertrauen zu erlangen."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König Judenburg Rallye: Vorschau ARC

Hartes Duell um die ARC-Spitze!

Mit Hans Georg Lindner kommt ein „Historischer“ als ARC-Tabellenleader nach Judenburg - doch Gerolf Schuller liegt nur knapp dahinter. In der ART1 gibt Raimund Baumschlager ein Comeback - als Tabellenleader startet Gastgeber Peter Hopf.

Rosenberger mit Sensations-Premiere

Stohl: „Können stolz sein auf dieses Auto“

Kris Rosenberger überrascht mit sensationeller Lancia Rally 2-Österreich-Premiere. Drahtzieher war Manfred Stohl - wir haben mit dem STARD-Chef gesprochen.

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

WRC Rallye Japan 2026: Bericht

Evans feiert zweiten Saisonsieg

Elfyn Evans setzt sich zum dritten Mal bei der Rallye Japan durch - Sebastien Ogier bei Toyota-Gala Zweiter - Oliver Solberg betreibt Schadensbegrenzung. WRC Masters: Sieg für Norihiko Katsuta. Keferböck nun 18 Punkte vor Lafarja.