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Rallye-Challenge: Triestingtal-Rallye

Den Umständen entsprechend

„Ich habe das Beste aus der Gesamtsituation gemacht“, resümiert Joe Baier, denn diese Rallye stand für ihn schon im Vorfeld unter keinem guten Stern.

Joe litt seit Tagen an einer Grippe, welche ihm noch während der Streckenbesichtigung zu schaffen machte. Der Porsche war im Gegensatz zum Fahrer jedoch „topfit“: Nach der „materialmordenden“ Abu Dhabi Classic im Jänner 2007 wurde der 911er von M. Barbach komplett revidiert, vom Sand befreit und alle Karosserieschäden behoben.

Nach der Streckenbesichtigung am Freitag, welche Joe nur unter erheblichem Einfluss von Medikamenten absolvieren konnte, startete das Duo Baier/Wassnig am Samstag zur ersten SP bei traumhaftem Wetter. Diese begann jedoch sogleich mit einem technischen Fiasko, denn bei der ersten Bodenwelle beim Start quittierte die Sprechanlage ihren Dienst. Deshalb „rollte“ Joe (mehr oder weniger) ohne Ansage über die erste SP. Nina konnte den Defekt am Weg zur 2.SP notdürftig beheben.

Die gefahrenen Zeiten waren jedoch keineswegs berauschend, lagen sie immer zwischen dem 20. und 30. Gesamtplatz, Joe war eben körperlich nicht 100% fit. Werner Jahrbacher zeigte einmal mehr, dass er nicht nur ein Topmann in Sachen Fahrwerk ist, denn er lötete die defekte Kabelverbindung der Sprechanlage am Serviceplatz in Rekordzeit.

Die 16 Kilometer-SP „Haidlhof“ lag Joe überhaupt nicht, da schon beim ersten Befahren durch die große Teilnehmeranzahl sehr tiefe Spurrillen die Linie vorgaben. Hier vergab das Team Baier/ Wassnig auch eine bessere Gesamtplatzierung, denn, so Joe, „waren die Spurrillen tief, der Staub heftig und die Sicht teilweise eingeschränkt“. Zwei mal mußte Joe deshalb auf dieser SP auf Schritttempo reduzieren. Dennoch ist und bleibt Schotter der „Lieblingsuntergrund“ von Joe.

„Alles funktionierte perfekt bei dieser Rallye– lediglich der Fahrer lief im „Notprogramm“: „Ich war froh, dass ich soweit fit war, um an den Start gehen zu können. Schade, dass der Stadtkurs nur dreimal zu fahren war – denn das hat mit richtig Spaß gemacht. Ich hoffe, die ZuseherInnen und Fans hatten genauso viel Spaß wie ich“, so Joe Baier bei der gut besuchten Siegerehrung im Weissenbacher Veranstaltungszelt.

Am Ende des Tages wurde es ein 2.Klassenplatz hinter Markenkollege Willi Polesznig, ein 3. Platz bei den Historischen und ein 22. Gesamtrang. Sportliches Highlight war sicher die siebentschnellste Zeit auf der letzten SP – dem Rundkurs - nur 3 Sekunden hinter Aron Burkart im C2 Kitcar.

Die Ausfallsquote von fast 50 Prozent war beträchtlich und sagt über die Härte dieser Rallye viel aus. Der nächste Einsatz von Joe Baier und seinem gelben Porsche Carrera 911w ird beim Rallyesprint im August stattfinden.

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