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Rallye-Challenge: Triestingtal-Rallye

Today’s heroes

Irgendwie wussten wir es ohnehin alle: Thomas Steinmayer und Herbert Wagner müssen das beste österreichische Volvo-Team bei der Triestingtal-Rallye sein.

Alles andere wäre Stilbruch gewesen - dabei hatten Thomas Steinmayer, Herbert Wagner und vor allem der Volvo 740 enorm zu kämpfen. Begonnen hatte es jedenfalls superleiwand: Bestzeit im gesamten Volvo Original Cup auf der Eröffnungsprüfung, eine Zehntelsekunde vor den schwedischen Titanen Niklas & Ake Lundberg. Hier war die Triestingtal-Routine von Thomas Steinmayer offenbar sehr viel wert.

Das war natürlich nicht zu halten, und so fuhren die Schweden schon auf der zweiten Prüfung, dem Rundkurs Kleinfeld, vor. Überdies hatten die schnellen deutschen Teilnehmer Holger Knöbel/Stefanie Fritzensmeier mächtig aufgeholt und wollten bereits zum Überholen ansetzen (Rainer Keck und Siegfried Mayr mußten ihren geplanten Start absagen). Auf der dritten Prüfung (Weißenbach II, die Thomas offenbar sehr gut lag) war wieder das Team Steinmayer/Wagner bei den Volvos vorne, sodaß es auch gegen die Lundbergs noch spannend blieb.

Doch dann setzten sich die Schweden immer stärker durch (wie erwartet) und vergrößerten ihren Vorsprung auf Thomas Steinmayer, dem es zumindest gelang, seinen zweiten Platz für längere Zeit zu verteidigen. Auf der achten Prüfung war es dann aber nicht mehr länger möglich, dem motorisch leistungsstärkeren Volvos von Holger Knöbel und Eric Johansson noch länger Widerstand entgegenzusetzen. Daran beteiligt war wahrscheinlich auch ein Patschen am rechten Hinterreifen, der den Volvo auf einen Holzstoß zudriften ließ.

Der Wagen, der davor schon einiges erleiden hat müssen (unter anderem wurde seine Frontpartie vom vor ihm herfahrenden Mitsubishi Lancer Evo III von Helmut Schöpf mit Steinen beschmissen, der selbst trotz größter Bemühungen eine unglückliche Rallye hatte; die Scheinwerfer und die Windschutzscheibe sowie die Nummerntafel mussten daran glauben), hielt aber bis zum Schluß im wahrsten Sinn des Wortes eisern durch, sodaß die Legende vom kaum zu zerstörenden Schwedenstahl um ein weiteres Kapitel bereichert wurde.

Gegen zumindest einem Teil der favorisierten ausländischen Volvo-Teilnehmer noch einmal einen erfolgreichen Angriff zu starten, war zwar nicht mehr möglich, aber auch der erste Platz im österreichischen Volvo-Original-Cup vor Georg Gschwandner und Gerhard Openauer (übrigens auch ein Auto, an dessen Aufbau Thomas Steinmayer entscheidend mitgewirkt hat) war ein schönes Ergebnis. Erfreulich auch die Kameradschaft unter den Volvo-Teams, die sich oft gegenseitig aushelfen – etwa als Thomas Steinmayer bei der Reparatur der kaputten Bremsleitung am Volvo 940 von Michael Klotz mitgeholfen hatte. Das bis zu dessen Ausfall auch diesmal wieder sehr gut platzierte Tirol-Team konnte die Zeiten der Triestingtaler Volvo-Top-Favoriten nicht ganz mitgehen und mußten leider auch aufgeben, nachdem sie wenige Prüfungen vor Schluß in einen Graben gekippt waren.

Thomas Steinmayer und Herbert Wagner jedoch konnten ihr Plansoll erfüllen, dank etwas Glück und sehr viel Einsatz. Zum Abschluß gab es noch einige angeregte Gespräche mit den erfolgreichen schwedischen Gästen, denn auch dann, wenn man so erfolgreich ist wie Thomas Steinmayer, will man von den großen Vorbildern noch einiges lernen.

Und eines ist auch klar: Wenn jemand den Weg nach Schweden, dem Mutterland des Volvo Original Cups, wagt, dann wohl am ehesten Thomas Steinmayer.

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