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ARC: Schneerosen-Rallye

RCP mischte beim Saisonauftakt vorne mit

Die Fahrer des Rallye Club Perg waren beim Saisonauftakt der ARC an der Spitze dabei, in Deutschland schlug bei den Co-Piloten der Technik-Teufel zu.

Fotos: Sascha Dörrenbacher (Neuville/Heigl), Harald Illmer

Vergangenes Wochenende fand im Raum Raabs an der Thaya der Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge (ARC) statt. Die Schneerosen-Rallye empfing die Starter, darunter drei Teams und ein Copilot vom Rallye Club Perg, mit schwierigen Bedingungen. Speziell die schmierigen Passagen auf den teils sehr schnellen Sonderprüfungen verlangten den Startern alles ab. Zeitgleich fand auch der erste Lauf zur deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) statt, wo zwei Rallye Club Perg-Copiloten sich Bedingungen stellen mussten, die eher an die Jännerrallye erinnerten.

Schon vor dem eigentlichen Starterfeld absolvierte der Rallye Club Perg-Copilot Dominik Tauböck die Sonderprüfungen. Im Vorausauto sagte er dem ebenso debütierenden Martin Gattringer in dessen Skoda Fabia TDI den richtigen Weg an und sorgte in seiner Funktion im Vorausauto vor allem für die Sicherheit der Zuseher und Teilnehmer. Obwohl Fahrer und Co ihre erste Rallye bestritten funktionierte die Kommunikation im Cockpit von Beginn an gut und konnte im Verlauf der Rallye optimiert werden. Tauböck hat so den Einstieg in den Rallyesport gefunden und freut sich auf weitere Einsätze – hoffentlich bald auch im gewerteten Starterfeld.

Für eine Überraschung kurz vor der Rallye sorgte das Rigler Racing Team. Als sie den Fahrzeuganhänger öffneten erschien nicht der gewohnte gelb-rote Peugeot 207 S2000, sondern ein schneeweißer Ford Fiesta S2000. Dieser musste kurzfristig angemietet werden da einige Ersatzteile für den Löwen nicht rechtzeitig aus Frankreich angekommen sind.

Wie bereits beim Peugeot fanden sich Gerald Rigler und sein Copilot Martin Rossgatterer sehr schnell mit dem Ford zurecht und konnten gleich bei der ersten Sonderprüfung mit einer Bestzeit für Aufsehen sorgen. Im Laufe der Rallye fiel man dann jedoch hinter den Tschechen Odlozilik im bärenstarken Ford Fiesta R5 und den Ex-Radrennprofi Martin Fischerlehner im Mitsubishi Evo V zurück. Der Druck auf den zwischenzeitlich führenden, später zweitplatzierten Fischerlehner konnte durchgehend hochgehalten werden. Auf der letzten Sonderprüfung konnte Rigler sogar nochmal eine Bestzeit auf sein Konto buchen, jedoch reichte es letztendlich um 2,9 Sekunden nicht um „Fischi“ einzuholen. Mit dem 3. Gesamtrang vertreten Rigler/Rossgatterer den Rallye Club Perg in gewohnter Manier ganz weit vorne, was Rigler so kommentiert: „Der Ford fährt sich doch ganz anderes als der Peugeot. Trotzdem lief alles perfekt, lediglich auf SP3 und SP4 hatten wir nicht die passenden Reifen montiert, ansonsten bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“.

Platz 4 in der Klassenwertung, sowie der 37. Gesamtplatz entsprechen voll und ganz der Zielsetzung des Schwertberger Rallye Club Perg Duo Erwin Kollingbaum und Martina Brückler in ihrem BMW E30 325i. Auch hier wird von einer problemlosen Rallye gesprochen, wenngleich gerade die schnellen Schotterpassagen noch bestens in Erinnerung sind. „Da fährst du das Auto auf Schotter fast bis zur Höchstgeschwindigkeit aus, links und rechts ein Baum nach dem Anderen, da musst man die Zähne schon zusammenbeißen um hier auch voll am Gas zu bleiben“, berichtet Kollingbaum. Zwei Mal konnte er seinen vor ihm gestarteten Schützling Christian Gassner auf den längeren Sonderprüfungen einholen, einmal davon sogar überholen. Kollingbaum lässt sich also nicht nachsagen, hier mal nicht voll gefahren zu sein.

Bei seiner erst zweiten Rallye als Fahrer (sein Debüt hatte er als Copilot von Erwin Kollingbaum), erreichte der Naarner Christian Gassner mit seinem Copiloten Thomas Fitzinger ebenfalls das Ziel wodurch alle Rallye Club Perg-Starter die Rallye erfolgreich absolvieren konnten. Durch die erst geringe Erfahrung hatten die Beiden vor allem mit den wechselnden Bedingungen in Kombination mit High-Speed Passagen zu kämpfen, konnten sich jedoch wacker schlagen. Obwohl lediglich eine Zielankunft ohne Schäden am Material am Plan stand, erreichten Gassner/Fitzinger den guten 47. Gesamtrang, sowie Platz sieben in der Klassenwertung.

Im fernen St. Wendel (D) fand die Saarland-Pfalz Rallye als erster Lauf zur DRM statt. Dort lasen die Rallye Club Perg-Copiloten Jürgen Heigl und Ursula Mayrhofer aus dem „Gebetbuch“. Beide hatten es nicht leicht, da pünktlich zu Beginn der Rallye teils starker Schneefall einsetzte, was sogar zur Streichung einiger Sonderprüfungen führte, da die Zufahrtswege für Rettungskräfte zum Teil nicht passierbar waren.

Die RCP-Copilotin Ursula Mayrhofer und ihr Chauffeur Hermann Gassner junior konnten nach einer suboptimalen Reifenwahl auf der Freitags-Prüfung mit zwei zweitschnellsten Zeiten auf den dritten Gesamtplatz nach vorne kämpfen. Auf der neunten Sonderprüfung kam dann jedoch die Wende. Der Mitsubishi Evo X R4 des bayrisch-österreichischen Duo starb während der Fahrt ab und sprang nicht mehr an. Der Fehler konnte zwar gefunden und behoben werden – das Relais für die Benzinpumpe war defekt – jedoch war der Zeitverlust mit 9 Minuten zu groß um einen vorderen Platz halten zu können. Mit dem 10. Gesamtplatz und Platz 7 in der Klassenwertung fand die Rallye noch ein versöhnliches Ende für die Beiden. Mayrhofer berichtet abgesehen vom Pech das sie verfolgte von extrem rutschigen Bedingungen mit Schnee, Matsch und Eis.

Jürgen Heigl, welcher in dieser Saison die Ansage für Yannick Neuville in der DRM liefert, musste gleich zu Beginn einen Rückschlag hinnehmen. Auf der ersten Sonderprüfung streikte auch hier die Technik und zwang das belgisch-österreichische Duo, ihren Skoda Fabia S2000 mit defekter Lichtmaschine abzustellen. Für den Restart am Samstag wurden 7 Minuten Zeitstrafe auf das Konto verbucht, was die Motivation jedoch nicht schmälern konnte. Neuville fand sich bei seinem ersten Einsatz in einem allradgetriebenen Fahrzeug bestens zurecht, was Heigl lobend bestätigte. Die beiden konnten sich kontinuierlich steigern, erreichten auf drei Sonderprüfungen eine Top-3-Zeit und konnten zum krönenden Abschluss auf der Powerstage mit einer Bestzeit brillieren. Mit Platz 11 im Gesamtfeld und dem achten Platz in der Klassenwertung kann man angesichts der Strafzeit somit mehr als zufrieden sein. Auch Heigl erzählt, dass die Witterung eher an die Jännerrallye erinnerten.

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