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ARC: Mühlsteinrallye

Gelungene Tests und wichtige Erkenntnisse

ZM Racing im "Test-Einsatz": Max Zellhofer holte Platz drei, Christoph Zellhofer gewann seine Klasse, nur Gerald Rigler mit technischem Defekt.

Fotos: Daniel Fessl

Eine kurze (nur vier Sonderprüfungen), aber auch von den Temperaturen her heiße Rallye stand heute für das ZM-Racing Team auf dem Programm. Bei der 2. Mühlstein Rallye im Raum Perg in Oberösterreich, die auch zur Austrian Rallye Challenge bzw. Austrian Rallye Trophy zählte, hatte die niederösterreichische Crew drei Autos im Einsatz.

Zum einen hatte sich der Chef persönlich, Max Zellhofer, kurzerhand hinters Steuer des stalleigenen Ford Fiesta R5 (Bild oben) geklemmt. Hier standen zwei Ziele im Vordergrund. Der Bolide sollte hinsichtlich des Einsatzes bei der ERC-Barum-Rallye im tschechischen Zlin, wo wieder Ex-Staatsmeister Hermann Neubauer im Cockpit sitzen wird, einem Test unterzogen werden. Zudem wollte das Duo Max Zellhofer/Jürgen Heigl versuchen, seinen Sieg bei der 1. Perger Mühlstein Rallye vom Jahr 2016 zu verteidigen.

Dass es am Ende „nur“ Platz drei hinter Sieger Simon Wagner und Johannes Keferböck (beide Skoda Fabia R5) wurde, war für den ZM-Racing-Teamchef jedoch kein wirklicher Beinbruch: „Ich habe sportlich in letzter Zeit sehr wenig getan und muss zugeben, dass ich’s auch ein wenig unterschätzt habe. Aber die Burschen da vorne fahren schon ein Höllentempo. Wenn ich etwas fitter gewesen wäre, hätte ich es sicher spannender machen können, aber so passt’s auch. Viel wichtiger war letzten Endes sowieso, dass wir im Hinblick auf den ERC-Einsatz in Zlin sehr wichtige Erkenntnisse am Auto gewinnen konnten, jetzt werden wir in Ruhe analysieren und ausmerzen.“

Mit ZM-Racing-Junior Christoph Zellhofer brachte der Führende in der Österreichischen 2WD-Staatsmeisterschaft sowie im Rallye Cup 2000 seinen Suzuki Swift S1600 (Bild oben) an den Start. Auch hier galt die ganze Beachtung dem Test vor der anstehenden OBM-Wechselland-Rallye Ende August. Christoph Zellhofer, der in Perg mit der deutschen Copilotin Alessandra Baumann unterwegs war, beendete die Rallye nach turbulentem Beginn auf dem 11. Gesamtrang und als Sieger der Klasse 7.3.

Sein zwiespältiges Resümee: „Die Rallye hat nicht ideal für uns begonnen. Auf SP 1 habe ich im fünften Gang eine Straßenstange erwischt und es hat mir die Windschutzscheibe zerfetzt. Auf SP 2 hat es uns die hintere Bremsscheibe zerrissen. Dafür haben wir auf den zwei abschließenden 20-Kilometer-Prüfungen sehr gute Leistungen auf die Straße gebracht. Der Asphalt-Test für die Wechselland-Rallye stand aber sowieso im Vordergrund. Von da her bin ich beruhigt.“

Als Dritter im Bunde war auch der Oberösterreicher Gerald Rigler mit Copilot Bernhard Ettel im Ford Fiesta R5 im ZM-Racing-Einsatz, um seine Führung in der Austrian Rallye Trophy nach bisher zwei Siegen eventuell ausbauen zu können. Diese Mission freilich dauerte leider nicht bis zum Ende. Auf SP 3, dem Rundkurs in Schwertberg, versagte ein elektronischer Teil den Dienst, und Rigler musste den Boliden vorzeitig abstellen. Teamchef Max Zellhofer: „Gott sei Dank ist das hier passiert. Nächste Woche, wenn Gerald beim WM-Lauf in Deutschland fährt, wär’s ärgerlicher. So haben wir noch Zeit, uns das genau anzuschauen.“

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