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ARC: Rallye St. Veit

Race Rent Austria: Aufrüsten in der Open N

Veit pilotiert Michael Kogler den hauseigenen Gruppe N-Mitsubishi. Insgesamt betreuen Wolfgang Schmollngruber und seine Crew bei der Murauer Rallye sechs Teams. Unterdessen entsteht in den "heiligen Hallen" der nächste Prototyp...

Fotos: Race Rent Austria

Race Rent Austria wird bei der Rallye St. Veit wieder jenen Mitsubishi Lancer Evo IX zum Einsatz bringen, der nach dem neuen Open N-Reglement aufgebaut wurde. Race Race Austria-Teamchef Wolfgang Schmollngruber erklärt: "Das ist ein komplettes Open N-Auto - mit dem einzigen Unterschied, dass wir in der Austrian Rallye Challenge nur einen 34 Millimeter-Restriktor fahren dürfen, in der Open N der ORM ist es ein 33er-Restriktor. Der Unterschied beträgt etwa 12 bis 15 PS."

Den am deutlichsten spürbaren Unterschied zu einem herkömmlichen Evo IX macht das sequentielle Getriebe aus: "Da kannst du ohne Kuppeln und ohne vom Gas zu gehen durchschalten - außerdem haben wir in diesem Auto einen Gang mehr."

Pilotieren wird den Open N-Evo Michael Kogler, der damit nach acht Monaten ein Comeback im Rallyesport geben wird. Schmollngruber freut sich auf die Kooperation mit dem erfahrenen Piloten, der unter anderem bereits Austrian Rallye Challenge-Champion wurde, wohlgemerkt mit einem Fahrzeug der Gruppe R3: "Michael und ich kennen uns schon lange, aber zusammengearbeitet haben wir noch nie. Er ist top motiviert und das motiviert wiederum uns, ich bin schon sehr gespannt auf diesen Einsatz."

Kogler/Kachel: Be a Prototyp - Kogler im Open N

Das Vergnügen liege ganz auf seiner Seite, sagt Michael Kogler, der die gestreuten Rosen nur zurückstreuen kann: "Die Vorarbeit zu diesem Einsatz hat mich bereits schwer beeindruckt - Wolfgang überlässt kein Detail dem Zufall und ist, wann immer man ihn anruft, sofort um eine Antwort oder Lösung bemüht. Und er hat ja nicht nur unseren Einsatz am Plan, sondern auch fünf weitere Teams am Start."

Dass es zu diesem Einsatz kam, liegt an einem Geschenk "des Teamchefs von MIG Austria", wie es Michael Kogler scherzhaft beschreibt - dieser Teamchef, sein Vater Gottfried Kogler, ist neuerdings wieder selbst am Steuer (historischer Ford Escort), zuletzt übernahm daher Michael die MIG Austria-Rennleitung, damals zeigte sich Gottfried vom Einsatz seines Sohnes begeistert. - womit sonst als mit einem Rallyeeinsatz kann man einem Rennfahrer eine Freude bereiten?

Hinter Michael Kogler liegt die längste Rallyepause seiner 15-jährigen Karriere: "Seit acht Monaten saß ich nicht mehr in einem Rallyeauto." Noch länger ist die Allradpause, die Michael nun beendet: "Das letzte Mal 2009 die Herbstrallye - seither war ich ein richtiger 2WDler. Ich freue mich auf jeden Fall riesig, erstmals mit Race Rent Austria zusaamenzuarbeiten - und vielleicht kann ich ja ein paar 2WD-Erfahrungen einbringen. Ich kenne Wolfgang Schmollngruber als ausgezeichneten Techniker aber bei ihm gefahren bin ich noch nie. Es hat mich zum Beispiel sehr beeindruckt, wie Simon Wagner mit einem alten RRA-Mazda bei der Jännerrallye das Geschehen beherrscht hat..."

Im Grunde ist Michael Kogler der Paradevertreter jener Zielgruppe, für die man die neuen Prototypen eingeführt hat: Schnelle Fahrer der 2WD oder Allrad-Fraktion, die sich den Schritt in die R5-Klasse aus finanziellen Gründen nicht leisten können oder wollen. Wolfgang Schmollngruber: "Bei den Prototypen bist du mit einem Drittel der Kosten eines R5 dabei. Freilich sind die Prototypen nichjt dafür vorgesehen, die R5 zu schlagen. Aber der Platz hinter den R5 sollte mit einem solchen Auto möglich sein. Wir stehen da erst am Anfang - richtig interessant wird es, wenn es eine ganze Gruppe mit Open N-Autos gibt." Race Rent Austria zumindest ist bereits fleißig am Bauen - zurzeit wird ein Ford Fiesta Open N auf die Räder gestellt....

Und welches sportliche Ziel setzt sich der Austrian Rallye Challenge-Champion 2017 respektive Alpe Adria Rally Cup-Sieger 2017 und 2018? Kogler klipp und klar: "Ich möchte bester Nicht-R5-Pilot sein." Freilich hätte Kogler auch gegen einen Podiumsplatz nichts einzuwenden - zumal er in St. Veit bereits dreimal Gesamt-Dritter wurde und die Murauer Rallye St. Veit für Michael Kogler eine ganz besondere Rallye darstellt: "Das ist meine absolute Lieblingsrallye! Die Prüfungen sind anspruchsvoll und winkelig und das kommt dem Fahrer entgegen."

Aufgerüstet wurde auch der Mitsubishi Lancer Evo VII, den Fabian Baertel-Huemer pilotiert: "Wir haben uns für ein Dogbox-Getriebe entschieden. Damit verkürzen sich die Schaltzeiten und vor allem gibt es kein Haken der Gänge mehr. Theoretisch könnte man sogar ganz ohne Kuppeln schalten." Einen Nachteil gibt es allerdings: "Mit einem Dogbox-Getriebe sollte man sich nicht verschalten - denn das wird dann teuer."

Angereist ist Fabian gemeinsam mit Michael Gallistl, der nach dem leider kurzen Einsatz bei der Schneerosen-Rallye erneut an der Seite des Youngsters Platz nehmen wird: "Im Auto können wir uns bereits ein Bisschen mental auf die Rallye eingrooven, das eine oder andere Detail besprechen."

Dass die Chemie zwischen den beiden stimmt, war bei der Premiere ohnehin klar: "Das Vertrauen war sofort da. Leider hatten wir dann nach nur zwei Prüfungen einen technischen Ausfall."

Im Service bei Race Rent Austria ist auch wieder Andreas Bartel vor Ort, der am Projekt seines Sohnes natürlich weiterhin mitarbeitet. Fabian: "Ja, er ist auch in St. Veit beratend tätig - und er wird schon bald ein Comeback als Copilot geben, ein historisches Projekt, im Rahmen der Weiz-Rallye, aber mehr darf ich noch nicht verraten.."

Mit der Rallye St. Veit hat Fabian Bartel-Huemer noch eine Rechnung offen: "Auch damals sind wir nach zwei Prüfungen ausgefallen, diesen Halbachsbruch habe jedoch ich verursacht." Diesmal möchte Fabian das Ziel auf der St. Veiter Rennbahn erreichen: "Anstreben würde ich einen Platz in den Top 10. Und natürlich wieder den Sieg in der Junior-ARC."

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