RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Rallye Monte Carlo

Nach Tag 1: Neuville führt, Hitzestau bei Ford

Thierry Neuville konnte auf der zweiten SP die Führung an sich reißen, M-Sport mit massiven Problemen an allen Autos.

Fotos: XPB

Hyundai-Pilot Thierry Neuville führt die Rallye Monte Carlo, Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft 2020, nach den ersten beiden Sonderprüfungen mit einem deutlichen Vorsprung an.

Dank einer furiosen Fahrt bei der schwierigen zweiten SP, bei der Neuville mehr als 25 Sekunden schneller als alle Rivalen war, schob sich der Belgier klar an die Spitze. Mit einem Vorsprung von 19,1 Sekunden auf Sebastien Ogier (Toyota), der die erste SP gewonnen hatte, geht Neuville in den Freitag. Dritter ist Neuvilles Teamkollege Ott Tänak (+25,1 Sekunden).

Während die Straßen der ersten SP "Malijai - Puimichel" durchweg trocken waren, erwarteten die Crews auf der folgenden Prüfung "Bayons - Breziers", typische "Monte"-Bedingungen.

Teilweise vereiste oder schneebedeckte Straßen, die Dunkelheit und Zuschauermassen mit bengalischen Feuern machten den Fahrern das Leben schwer. "Ich bin froh, dass ich angekommen bin", meinte Tänak. "Es war eine größere Herausforderung, als ich erwartet hatte. Durch die Fackeln der Zuschauer sieht man nichts."

Neuville hingegen schien all das keine großen Schwierigkeiten zu bereiten. Der Belgier fuhr Kreise um seine Gegner, was sich nicht durch die Reifenwahl erklären ließ. Denn wie Neuville fuhr auch Ogier mit vier supersoften Reifen.

Piloten wie Elfyn Evans (Toyota) oder Sebastien Loeb (Hyundai), die teilweise mit Spikes fuhren, verloren noch deutlich mehr Zeit. Evans ist mit einem Rückstand von nur 0,3 Sekunden auf Tänak Vierter, Loeb liegt als Fünfter schon 51 Sekunden hinter Neuville zurück.

Ford Fiesta werden zum Laubsauger

Einen klassischen Fehlstart erlebte das M-Sport-Team. Vor den Kühleinlässen der Ford Fiesta WRC sammelte sich bei der ersten SP eine Menge Laub, sodass bei allen drei Autos die Wassertemperatur auf über 120 Grad Celsius anstieg und die Motorleistung abfiel.

Dadurch handelten sich Teemu Suninen, Esapekka Lappi und Gus Greensmith gleich zu Beginn deutliche Zeitrückstände ein. Für Suninen kam es bei der zweiten SP noch schlimmer. Mit einem Problem am Antriebsstrang musste der Finne sein Fiesta WRC abstellen. Auch Greensmith klagte über massiven Leistungsverlust auf SP2, Lappi liegt bereits 1:07,8 Minuten hinter Neuville zurück.

Weiter geht es bei der Rallye Monte Carlo am Freitag mit sechs Sonderprüfungen über insgesamt 122,58 Kilometer.

© Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Rallye Monte Carlo

Weitere Artikel:

WRC Rallye Portugal: Nach SP19

Ogier erobert die Führung zurück

Sebastien Ogier kontert am Samstagnachmittag bei der Rallye Portugal und geht mit Vorsprung in den Schlusstag - Oliver Solberg fällt von Platz eins auf vier zurück

Österreicher bei 4 int. Rallyes

Mega-Rallye-Wochenende steht bevor

Zu Pfingsten starten österreichische Teams gleich bei vier wichtigen Rallyes: ERC Rally Skandinavien, CZ Rally Cseky Krumlov, EHRC Rallye Akropolis und Mitropa Cup Rally Velenje.

Nicht im Cockpit, sondern als Unterstützer seines Sohne Samuel kehrt Andy Hulak aktiv in den Motorsport zurück. Dank Erich Petrakovits gibt Samuel am 17. Mai sein Debüt im Peugeot 206 RX Cup.

Alpenfahrt Revival: Programm

Wochenende: Drittes Alpenfahrt Revival

40 Teilnehmer darunter Ex-Rallye-Weltmeister Stig Blomqvist kämpfen um Sekunden - Melk mit Wachauring steht im Mittelpunkt, Strecke führt über rund 430 Gesamtkilometer

WRC Rallye Portugal 2026: Bericht

Erster Saisonsieg für Hyundai und Neuville

Nach einem Reifenschaden des bis dahin führenden Sebastien Ogier gewinnt Thierry Neuville die Rallye Portugal, die von schwierigen Bedingungen geprägt war

WRC Rallye Portugal: Nach SP10

Ogier führt nach Fourmaux-Drama

Sebastien Ogier (Toyota) führt bei der Rallye Portugal nach einem Patzer von Adrien Fourmaux: Thierry Neuville (Hyundai) liegt auf Platz zwei nur 3,7 Sekunden zurück