RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Citroën: Einsatz eines dritten Autos?

Citroën könnte in der Rallye-WM 2019 ein drittes WRC an den Start bringen: Loeb erster Ansprechpartner, doch auch Breen hat Chancen.

Vor allem mit Blick auf den Kampf um die Herstellerwertung in der Rallye-WM plant Citroën in der Saison 2019 den Einsatz eines dritten Autos. Entsprechende Beratungen mit Sponsoren seien im Gange, erklärte Citroën-Geschäftsführerin Linda Jackson: "Wir sprechen mit unseren Partnern über den Einsatz eines dritten Autos."

2017 und 2018 war Citroën bei den meisten WM-Rallyes nur mit zwei C3 WRC angetreten, sporadisch wurde ein drittes Fahrzeug für Khalid Al-Qassimi eingesetzt. Auch bei der Vorstellung der Fahrer Esapekka Lappi und Sébastien Ogier für die Saison 2019 hat zunächst nichts auf den dauerhaften Einsatz eines dritten Fahrzeugs hingedeutet, doch Citroën will wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und um WM-Titel kämpfen.

"Das Auto hat sich bewährt, und mit der Kombination aus Auto und neuen Fahrern werden wir erfolgreich sein", sagte Jackson. "Wir denken, wir können die Meisterschaft gewinnen. Seien wir mal ehrlich: Man würde nicht einen der besten Fahrer holen, wenn man nicht gewinnen wollte." Wenn dies auch für die Herstellerwertung gilt, für die stets die zwei bestplatzierten Fahrer eines Herstellers Punkte holen, wird Citroën um den Einsatz eines dritten Autos wohl nicht herumkommen.

Als Fahrer für den dritten Citroën C3 WRC kommt spätestens seit seinem Sieg bei der Katalonien-Rallye mehr denn je Sébastien Loeb infrage; vor allem auch, weil die Konzernschwester Peugeot, für die Loeb derzeit in der Rallycross-WM fährt, ihren Rückzug aus der Serie nach dieser Saison angekündigt hat. Das private Team Hansen, das hinter dem "Werkseinsatz" steht, könnte Probleme haben, künftig Loebs Honorar aufzubringen.

"Sébastien ist Teil der PSA-Familie, und natürlich sprechen wir regelmäßig mit ihm. Ich bin sicher, dass er etwas machen und uns helfen will", zeigte sich Jackson überzeugt. Loeb hatte jedoch nach seinem Sieg in Spanien einmal mehr klar gemacht, dass ein Vollzeitcomeback in der Rallye-WM für ihn nicht in Frage komme. Einzelnen Starts wie in diesem Jahr, als Loeb drei Mal für Citroën gefahren ist, zeigte sich der Rekordweltmeister hingegen aufgeschlossen. "Es liegt einiges auf dem Tisch, nun warten wir auf Sébastiens Entscheidung", spielte Jackson Loeb den Ball zu.

Sollte ein drittes Auto eingesetzt werden, könnte sich laut Jackson auch der aktuelle Citroën-Pilot Craig Breen Hoffnungen auf einen Verbleib bei den Franzosen machen. "Craig schaut auf seine Zukunft, und ich bin sicher, dass sich da etwas ergibt. Er leistet derzeit fantastische Arbeit, und wenn es ein drittes Auto geben sollte, wäre er einer der Kandidaten", so die Citroën-Geschäftsführerin.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Tag 2

Die besten Bilder vom Samstag

motorline.cc-Fotograf präsentiert seine besten Bilder vom zweiten Tag der Lavanttal Rallye 2026.

WRC Kroatien: Bericht K4 Rally Team

Tabellenführung im WRC Masters Cup zurückerobert!

Mit einem klaren Sieg im WRC Masters Cup konnten Johannes Keferböck und Ilka Minor bei der WM-Rallye in Kroatien die Tabellenführung zurückerobern. Schon in zwei Wochen soll ein weiterer Masters-Sieg eingefahren werden. Johannes ist top motiviert: „Auf Gran Canaria volle Attacke!“

ARC, Lavanttal: Bericht Gschwandner

Rallyefahrende Fahrschullehrer mit „Bildungsauftrag“

Der Obmann der Austrian Rallye Challenge und des MCL 68 fuhr nach siebenjähriger Pause wieder eine gezeitete Rallye. Traditionelle Rallye als Bühne für wichtiges Verkehrssicherheitsprojekt.

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.