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Rallye-WM: Interview

Citroën: Einsatz eines dritten Autos?

Citroën könnte in der Rallye-WM 2019 ein drittes WRC an den Start bringen: Loeb erster Ansprechpartner, doch auch Breen hat Chancen.

Vor allem mit Blick auf den Kampf um die Herstellerwertung in der Rallye-WM plant Citroën in der Saison 2019 den Einsatz eines dritten Autos. Entsprechende Beratungen mit Sponsoren seien im Gange, erklärte Citroën-Geschäftsführerin Linda Jackson: "Wir sprechen mit unseren Partnern über den Einsatz eines dritten Autos."

2017 und 2018 war Citroën bei den meisten WM-Rallyes nur mit zwei C3 WRC angetreten, sporadisch wurde ein drittes Fahrzeug für Khalid Al-Qassimi eingesetzt. Auch bei der Vorstellung der Fahrer Esapekka Lappi und Sébastien Ogier für die Saison 2019 hat zunächst nichts auf den dauerhaften Einsatz eines dritten Fahrzeugs hingedeutet, doch Citroën will wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und um WM-Titel kämpfen.

"Das Auto hat sich bewährt, und mit der Kombination aus Auto und neuen Fahrern werden wir erfolgreich sein", sagte Jackson. "Wir denken, wir können die Meisterschaft gewinnen. Seien wir mal ehrlich: Man würde nicht einen der besten Fahrer holen, wenn man nicht gewinnen wollte." Wenn dies auch für die Herstellerwertung gilt, für die stets die zwei bestplatzierten Fahrer eines Herstellers Punkte holen, wird Citroën um den Einsatz eines dritten Autos wohl nicht herumkommen.

Als Fahrer für den dritten Citroën C3 WRC kommt spätestens seit seinem Sieg bei der Katalonien-Rallye mehr denn je Sébastien Loeb infrage; vor allem auch, weil die Konzernschwester Peugeot, für die Loeb derzeit in der Rallycross-WM fährt, ihren Rückzug aus der Serie nach dieser Saison angekündigt hat. Das private Team Hansen, das hinter dem "Werkseinsatz" steht, könnte Probleme haben, künftig Loebs Honorar aufzubringen.

"Sébastien ist Teil der PSA-Familie, und natürlich sprechen wir regelmäßig mit ihm. Ich bin sicher, dass er etwas machen und uns helfen will", zeigte sich Jackson überzeugt. Loeb hatte jedoch nach seinem Sieg in Spanien einmal mehr klar gemacht, dass ein Vollzeitcomeback in der Rallye-WM für ihn nicht in Frage komme. Einzelnen Starts wie in diesem Jahr, als Loeb drei Mal für Citroën gefahren ist, zeigte sich der Rekordweltmeister hingegen aufgeschlossen. "Es liegt einiges auf dem Tisch, nun warten wir auf Sébastiens Entscheidung", spielte Jackson Loeb den Ball zu.

Sollte ein drittes Auto eingesetzt werden, könnte sich laut Jackson auch der aktuelle Citroën-Pilot Craig Breen Hoffnungen auf einen Verbleib bei den Franzosen machen. "Craig schaut auf seine Zukunft, und ich bin sicher, dass sich da etwas ergibt. Er leistet derzeit fantastische Arbeit, und wenn es ein drittes Auto geben sollte, wäre er einer der Kandidaten", so die Citroën-Geschäftsführerin.

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