RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Rebenland-Rallye

Sauvignon Böhm

Michael Böhms anvisierte Punkte bei der Rebenland-Rallye liegen nicht auf dem Meisterschaftskonto, sondern im Weingarten.

Foto: Zellhofer Motorsport

Immer und immer wieder drückte Michael Böhm die Return-Taste auf seinem Laptop. Immer und immer wieder ließ er die Onboard-Aufnahme über sich ergehen. Und immer und immer wieder schüttelte er den Kopf. „Das war ganz klar mein Fehler“, resümierte er den Ausfall bei der Rebenland-Rallye 2014. „Ich habe die auf den Punkt genau gekommene Ansage von Katrin nicht wahrgenommen, viel zu spät gebremst und dann ging´s ab“, schildert der Niederösterreicher den folgenschweren Ausrutscher auf der Sonderprüfung Poharnigberg, der ersten des zweiten Renntags. „Jetzt waren wir drei Jahre lang nahezu fehlerfrei unterwegs, und jetzt ist halt mal was passiert, aber zum Glück sind wir unverletzt“, fand Copilotin Katrin Becker tröstende Worte, die jedoch in der ersten maßlosen Enttäuschung ebenso wenig beim unglücklichen Fahrer ankamen wie das exakte Kommando „Links drei!“ zuvor im Suzuki Swift 1600.

Dabei hatte das 2WD-Staatsmeister-Duo am ersten Tag in Leutschach eine blitzsaubere Leistung abgerufen, lag in der Division II klar in Führung und sogar auf Tuchfühlung zu den weit leistungsstärkeren S2000-Skodas von Mario Saibel und Chris Brugger. Umso bitterer war der Ausfall. Böhm: „Ewig schade - die Punkte hätte ich mir hier nur abholen brauchen. Jetzt muss ich die Rebenland-Rallye als Streichresultat verbuchen.“

Auch Teamchef Max Zellhofer war im südsteirischen Rebenland ein geplagter Mann. Am Freitag das ebenso abrupte wie frühe Out von Hermann Neubauers Ford Fiesta S2000, am heutigen Samstag der Crash von Böhm. Zellhofer: „Das war nicht unser Wochenende. In der Ära von Zellhofer Motorsport ist das der erste Totalausfall bei einer Rallye. Da sieht man eben, wie nah Glück und Pech nebeneinander liegen. Aber was soll’s, nach jedem Tal kommt wieder ein Berg, der erklommen werden will. Das heißt also abhaken und anpacken. Unser nächster geplanter Gipfelsturm heißt ab sofort Lavanttal-Rallye!“

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Rebenland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC Rallye Triestingtal: Youngsters am Start

Österreichs schnellste Jungpiloten beim ARC-Auftakt im Triestingtal

Mit Marcel Neulinger und Maximilian Lichtenegger starten die zurzeit schnellsten Jungpiloten des Landes beim Saisonauftakt der Austrian Rallye Challenge. Das große Comeback des Rallyesports im Triestingtal wird auf Asphalt-Sonderprüfungen mit Flair und Geschichte abgehalten.

"Richtige Monte" steht bevor

Die Herausforderungen beim WRC-Auftakt

Winterliches Wetter droht die Rallye Monte-Carlo an diesem Wochenende als Auftakt der Rallye-WM 2026 noch schwieriger zu machen als ohnehin schon

Neues Auto für WRC-Regeln 2027?

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden

M-Sport Ford hat noch nicht entschieden, welchen Weg man für das WRC-Reglement 2027 einschlägt - "Wir schauen uns im Moment wirklich alle Optionen an - alles"

Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert

Regel-Revolution wirkt

WRC meldet Ansturm neuer Tuner

Die WRC steht 2027 vor einer Revolution - Die FIA bestätigt massives Interesse von Tunern am neuen Reglement und nennt eine überraschende Zahl

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.