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ARC/ORM: Weiz-Rallye

Volle Felder in der 2WD, ARC und HRM

Daniel Wollinger kommt mit seinem Renault Clio Maxi als 2WD-Führender zur Heimrallye; Action ist auch in anderen Klassen garantiert.

Foto: Harald Illmer

Der Steirer Daniel Wollinger kommt mit seinem Renault Clio Maxi als Führender in der Klasse der zweiradgetriebenen Fahrzeuge zu seiner Heimrallye nach Weiz, doch viel Luft zum Atmen wird dem Gleisdorfer dort nicht bleiben. Zu knapp sitzen ihm die extrem stark fahrenden Michael Kogler (Citroën DS3 R3) und Julian Wagner (Opel Adam R2) im Nacken. Besonders Wagner hat zuletzt mit seinem 2WD-Sieg im Schneebergland eine tolle Leistung gezeigt.

Der 22 Jahre junge Mühlviertler aus Mauthausen hat sich mittlerweile als einer der schnellsten Nachwuchspiloten des Landes etabliert. In diese Richtung drängen auch der Niederösterreicher Luca Waldherr, der ebenfalls in der Lage ist, seinen Opel Adam R2 auf einen Spitzenplatz zu pilotieren, sowie der schon lange in der ÖM fahrende Ungar Kristof Klausz (Peugeot 208 R2), der in der Tabelle derzeit an der vierten Stelle liegt.

Für internationalen 2WD-Aufputz sorgt ein Quartett aus dem Ausland: Zum einen die beiden Tschechen Petr Pospíšil im Citroën DS3 und Václav Stejskal mit einem Renault Clio R3, zum anderen Jari Huttunen aus Finnland und Tamara Molinaro aus Italien. Diese beiden sind Werkspiloten im deutschen Opel-Juniorteam und lenken einen Adam R2. Beifahrerin der 19jährigen Italienerin ist Ursula Mayrhofer aus Oberösterreich. Huttunen zählt mit seinen 23 Jahren zu den schnellsten Nachwuchspiloten Europas.

Auch sonst gibt es viele interessante Namen in der 2WD-Klasse, die in Weiz dabei sind. Mit Ausnahme des jungen Amstettners Christoph Zellhofer, der wie gewohnt mit seinem Suzuki Swift S1600 antritt, kommt der Großteil aus dem Opel-Lager. Viktoria Hojas aus Niederösterreich und der Salzburger Rene Rieder sitzen wie die Steirer Hansjörg Matzer, Manuel Pfeifer, Lukas Stengg und Fabian Zeiringer in älteren Opel Corsa OPC. In leistungsstärkeren Opel Adam R2 stehen ebenfalls einige Steirer im Brennpunkt des Geschehens, u.a. versuchen Heimo Hinterhofer, Christoph Lieb, Gabor Nemeth und Gernot Zeiringer damit ihr Glück.

Die Juniorenstaatsmeisterschaft erfährt durch starke Leistungen ihrer Vertreter ihre Berechtigung. Neben dem bisherigen Dominator Julian Wagner hoffen die schon erwähnten Kristof Klausz, Christoph Lieb, Lukas Stengg, Luca Waldherr, Christoph Zellhofer oder Fabian Zeiringer auf größeren Punktezuwachs. Prominente Namen der nationalen Rallyeszene beherbergt der OSK Rallyecup. Auch in Weiz sollte es heiße Kämpfe um jede Sekunde und jeden Punkt geben. In zwei Divisionen werden Entscheidungen gesucht.

In der Division C1 ist Günter Knobloch der Gejagte. Der Grazer im Subaru Impreza liegt 18 Punkte vor dem niederösterreichischen Titelverteidiger Martin Kalteis im Mitsubishi Evo VII. Der größte Herausforderer der beiden sitzt jedoch in einem BMW 650i Coupé, hat einen WM- und einen EM-Titel in der seriennahen Klasse in der Karrierestatistik stehen und kommt noch dazu aus der Steiermark: Von Andreas Aigner kann man mit Co-Pilotin Ilka Minor gewiss eine große Show erwarten, ebenso wie vom Salzburger Reini Sampl im Audi TTS. Heimspielbonus genießen in der Division C1 noch die Steirer Johann Derler (BMW M3), Harald Schloffer und Christian Turcsanyi (beide Mazda 323).

In der Division C2 tummeln sich die meisten steirischen Piloten; kein Wunder also, dass auch die beiden Führenden in dieser Kategorie aus diesem Bundesland kommen. Enrico Windisch (Renault Clio) trennen vor der Weiz-Rallye lediglich drei Punkte von seinem schärfsten Verfolger Michael Röck (Ford Fiesta ST). Als Lokalmatadore dürfen auch Arnold Bauer (Opel Kadett), Matthias Haas (BMW), Kurt Huber (Audi S3), Josef Lammer (Citroën AX), Christian Pirz (Citroën DS3), Martin Ritt (Volvo 740) und Patrick Ritter (Opel Astra) gehandelt werden.

Auch die große Fangemeinde der historischen Fahrzeuge kommt bei der Weiz-Rallye nicht zu kurz, sowohl die Staatsmeisterschaft als auch der Cup präsentieren sich prominent besetzt. Allen voran steht der unverkennbare Sound der beiden Porsche 911 von Willi Rabl und Kris Rosenberger. Letzterer kehrt nach seinem überaus erfolgreichen R5-Gastspiel mit Platz zwei im Schneebergland diesmal wieder zu den Historischen zurück, bei denen der Grazer ja die Meisterschaft anführt.

Chancen rechnet sich in Weiz jedoch auch der Steirer Gert Göberndorfer aus, der heuer toll unterwegs ist und mit seinem Opel Ascona den Porsche-Piloten das Leben schwerer macht als denen lieb ist. Weitere Steirer im historischen Feld sind die beiden Opel-Ascona-Piloten Anton Reisenhofer und Edi Ritter.

Neun Piloten umfasst das Starterfeld im M1 Rallye Masters, in dem im Zuge der Weiz-Rallye ebenfalls um Punkte gekämpft wird. Mit Andreas Aigner (BMW 650i Coupé), Kurt Huber (Audi S3), dem Gesamtführenden Günter Knobloch (Subaru WRX), Christian Pirz (Citroën DS3), Martin Ritt (Volvo 740), Michael Röck (Ford Fiesta ST) und Enrico Windisch (Renault Clio RSA) kommt der Großteil davon aus der Steiermark. Der Salzburger Reini Sampl (Audi TTS) sowie der Niederösterreicher Christian Zerzawy (VW Lupo GTI) komplettieren das Feld.

In der Austrian Rallye Challenge sowie der Austrian Rallye Trophy war der Schreck groß, als deren Teilnehmer erfahren mussten, dass die Mühlstein-Rallye in Perg abgesagt wurde sowie möglicherweise eine weitere Veranstaltung in Sachen Durchführung wackelt. Dieser Umstand veranlasste den Rallyeclub Steiermark mit seinem Boss Mario Klammer helfend einzuspringen, zählte die Weiz-Rallye in den Jahren 2008 bis 2010 doch selbst noch zur ARC.

Dazu Klammer: "Wir haben mit den Verantwortlichen der Austrian Rallye Challenge ein Konzept ausgearbeitet, dass den eingeschriebenen Teams der ARC die Möglichkeit bietet, um ein annähernd gleiches Nenngeld wie bei den bisherigen ARC-Veranstaltungen teilzunehmen. Man kann damit 180 Sonderprüfungskilometer bestreiten und kassiert aufgrund der längeren ÖM-Distanz doppelte Punkte."

Von dieser Möglichkeit haben laut Nennliste fast 20 Teams Gebrauch gemacht, die somit in Weiz an den Start gehen werden.

Download der Nennliste für die Weiz-Rallye 2017 [pdf, 726 KB]

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