RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC/ORM: Weiz-Rallye

Cleverer Wollinger auf dem 2WD-Podest

Der Steirer Daniel Wollinger hat bei seiner Heimrallye in Weiz bei schwierigen Bedingungen eine taktisch kluge Leistung abgeliefert.

Fotos: Daniel Fessl

Mit dem zweiten Rang in der 2WD-Wertung belohnte sich der Renault-Pilot zu seinem 30. Geburtstag selber. Im Ziel einer durch schwierige Strecken- und Wetterbedingungen gekennzeichneten Rallye zeigte sich das Geburtstagskind erleichtert: "Wir hatten eigentlich einen Sieg anvisiert, aber es kristallisierte sich schon bald heraus, dass es diesmal schwierig werden wird. Gleich zu Beginn kämpften wir mit dem unerwartet rutschigen Belag und hatten stets durchdrehende Räder. Wir konnten erst spät den richtigen Grip finden, und so bin ich froh, dass wir mit dem zweiten Platz viele Punkte heimgeholt haben."

Wollinger und sein ebenfalls steirischer Co-Pilot Patrick Forstner hatten zunächst keinerlei Umstellungsschwierigkeiten nach dem Wechsel vom schwächeren Corsa zurück in den Renault Clio R3 Maxi. Auf sämtlichen Sonderprüfungen am Freitag erzielte das Duo jeweils Top-3-Zeiten. Lediglich 9,6 Sekunden fehlten am Ende des ersten Tages auf den Führenden Julian Wagner.

Am Samstag Morgen drehte sich das Bild jedoch ein wenig, und Wollinger verlor gleich zu Beginn über 13 Sekunden auf die Bestzeit. Wollinger: "Schon bei der ersten SP hatte ich massives Untersteuern und konnte die Kraft nicht auf den Boden bringen. Dazu kam auch noch ein Dreher in einer engen Rechtskurve. Wir haben dann selbst Änderungen am Fahrwerk und am Luftdruck vorgenommen, was jedoch keine wirkliche Besserung brachte. Im Service konnte ich mit Hilfe meiner Mechaniker noch die richtige Einstellung für diese Art des Belags finden, da war der Rückstand aber schon zu groß."

Der Laßnitzthaler beschränkte sich danach auf das Absichern des zweiten Platzes und auf eine sichere Zielankunft. Als im letzten Service vor der finalen Runde der Starkregen einsetzte, witterte Wollinger doch noch eine Chance: "Es hat plötzlich wie aus Kübeln zu schütten angefangen. Wir haben deshalb zwei Trockenreifen als Ersatz mitgenommen, weil niemand wusste, wie schnell die Strecke aufgrund der hohen Temperaturen auftrocknet. Wir haben dann tatsächlich vor der Powerstage noch die beiden Trockenreifen montiert und konnten uns somit wertvolle Zusatzpunkte sichern. Auch beim finalen Rundkurs in Naas haben wir nochmals voll attackiert und die Bestzeit erzielt. Es hat jedoch nicht ganz für Julian gereicht, der hier eine echt starke Leistung gezeigt hat."

Wollinger verteidigte mit dem zweiten Rang weiterhin die Führung in der 2WD-Meisterschaft und zeigt sich für den nächsten Lauf zuversichtlich: "In Liezen kommen die Strecken meinem Auto und meinem Fahrstil wesentlich mehr entgegen. Dort werden wir wieder angreifen und den 2WD-Sieg anpeilen." Die Škoda Rallye Liezen findet am 29./30. September statt und bietet als vorletzter Staatsmeisterschaftslauf erneut die Chance auf Punkte in der 2WD-Wertung.

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC/ORM: Weiz-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

Die FIA macht ernst: Mit einem Testlauf im Juni rückt die WRC-Rückkehr in die USA näher - Das Ziel für das erste offizielle Event ist nun das Jahr 2027

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!