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ORM: Lavanttal-Rallye

Die totale Optimierung: Johannes Keferböck holt Ilka Minor ins Cockpit!

Johannes Keferböck führt immer noch in der Rallye-Staatsmeisterschaft und sucht nun die totale Optimierung! Bei der Lavanttal-Rallye startet er mit Österreichs über viele Jahre hinweg einzigem Stern am Himmel der Weltmeisterschaft: Ilka Minor!

Fotos: Harald Illmer, Rallyeteam Keferböck

Das für Johannes Keferböck so außergewöhnliche Jahr 2018 ist erst im ersten Viertel angelangt - doch rund um den 45-jährigen Mühlviertler scheint es zu brodeln. Denn der unverhoffte ORM-Leader (Sensationssieg bei der Jännerrallye) möchte seine Chance (volle ORM-Saison dank Budget-Aufstockung seines langjährigen Sponsors) unbedingt nutzen - und wenn es „nur“ darum geht, als Rallyepilot, der die letzten zehn Jahre eigentlich nur noch die Jännerrallye fuhr, einen Quantensprung zu vollführen. Keferböck möchte ganz offensichtlich den Schwung nutzen, um sich und sein Rallyeteam zu optimieren...

Und so macht Johannes Keferböck im Vorfeld des dritten ORM-Laufs, der Lavanttal-Rallye, aus einer Not eine wahreTugend: Weil sein Stamm-Copilot Hannes Gründlinger derzeit beruflich so gut wie unabkömmlich ist, hat Keferböck nicht irgendeinen Ersatz engagiert, sondern den in Österreich zurzeit bestmöglichen Ersatz ins Auto geholt: Ilka Minor!

Jene Ilka Minor also, die im Jahr 2006 gemeinsam mit dem Gruppe N-Weltmeister des Jahres 2000, Manfred Stohl als bisher bestes Austro-Duo Platz vier in der WM-Endwertung erzielen konnte und bis vor kurzem als Copilotin von Evgeny Novikov oder Henning Solberg Österreichs einziger Export in der Rallye-Weltmeisterschaft war. Mehr als hundert WM-Rallyes hat Ilka Minor bereits absolviert. Zuletzt bildete sie mit Andi Aigner (PWRC-Weltmeister 2008, Produktions-Europameister 2013) ein Duo, das im Vorjahr im Lavanttal Platz zwei belegte und in der Folge als ORM-Leader ins Wechselland kam...

„Potential zur Optimierung ist vorhanden“

Und so lacht Ilka: „Jetzt müssen wir den Aufschrieb von Johannes dahingehend verbessern, dass er seine Tabellenposition halten kann, sodass auch er am kommenden Samstagabend die Kärntner Gemeinde Wolfsberg als ORM-Leader verlässt.“ Ilka Minor ist davon überzeugt, dass eine Oprtimierung des Aufschriebs „weiteres Potential bei Johannes freilegt“ und ihn so als Fahrer tatsächlich schneller macht.

Johannes Keferböck kann da nur zustimmen: „Wir haben ja bereits fachgesimpelt und schon da habe ich erfahren dürfen, dass bei meinem Aufschrieb Potential für Verbesserungen vorhanden ist. Wir haben uns bereits angesehen, was bei meinem Schrieb gut, was ausbaufähig ist. Die Erfahrung von Ilka ist einfach massiv - der Druck kommt jetzt also von der Beifahrerseite.“

Was Keferböck wichtig ist: „Die Chemie muss stimmen - und das war bei uns gleich der Fall. Wir hatten schon eine Menge Spaß miteinander und es ist auch wichtig, dass man auch über andere Dinge als Rallye miteinander reden kann. Dieses Miteinanderkönnen ist wesentich - schließlich verbringt man doch viel Zeit miteinander!“

Noch etwas kommt Johannes Keferböck zugute: Die in Wien lebende Kärntnerin hat ihre Heimrallye im Vorjahr an der Seite von Andi Aigner absolviert, mit Manfred Stohl fuhr sie zuletzt 2012 in Wolfsberg.

Eingesetzt wird wieder ein Ford Fiesta R5, der vom italienischen HK Racing Team betreut wird. Auch bei den Reifen hat Keferböck die richtigen Schlüsse gezogen - denn hier fehlte im Rebenland ausgerechnet jene Mischung, welche richtig gewesen wäre. Keferböck verspricht: „So etwas kann jetzt nicht mehr passieren, reifenmäßig sind wir nun sicher versorgt.“

Während die Rebenland-Rallye für JohannesKeferböck komplettes Neuland war, hat er die Lavanttal-Rallye zumindest schon einmal vor zwölf Jahren bestritten: „Es ist zwar schon lange her, aber ich weiß zumindest noch, dass mir die Charakteristik dieser Rallye liegt. Sie erinnnert mich an das Mühlviertel. Aber das Wichtigste ist: Mit Ilka an meiner Seite und dem perfekt aufgestellten Team ist mein Selbstvertrauen top - wir sind bereit!“

ORM-Tabelle nach 2 von 7 Rallyes (Top 6)

1. Johannes Keferböck (OÖ/Ford Fiesta R5) 32
2. Gerhard Aigner (OÖ/Ford Fiesta R5/WRC) 30
3. Niki Mayr-Melnhof (ST/Ford Fiesta R5) 28
4. Jan Cerny (CZ/Ford Fiesta R5) 20
5. Johann Seiberl (OÖ/Mitsubishi Lancer) 17
6. Gerwald Grössing (NÖ/Ford Fiesta WRC) 15

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