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ÖRM: Niederösterreich-Rallye

Pröglhöf bestätigt Leistung von Weiz

Das 'Rookie Rallye Team' mit Luca Pröglhöf/Peter Medinger hat die gute Leistung von Weiz bei der Niederösterreich-Rallye bestätigt.

Fotos: Katrin Pröglhöf; Pressefoto.at/Markus Tobisch

Schon bei der Besichtigung am Donnerstag und Freitag war klar, dass die Rallye kein Kindergeburtstag werden würde. Trotz sehr später Startposition auf der ersten Sonderprüfung, bei der als 69. gestartet wurde, konnte das Rookie Rallye Team auf dem Rundkurs mit einer sensationellen 29. Zeit aufhorchen lassen – und das, obwohl es auf vier Fahrzeuge aufgelaufen ist und überholen musste. Somit war für den zweiten Tag auch ein besserer Startplatz gegeben.

Dieser begann mit einem schleichenden Patschen am Ford Fiesta ST, der sich ungefähr ab der Hälfte der zweiten SP bemerkbar gemacht hat, indem das Auto in jeder Linkskurve nur noch quer gegangen ist und schwer kontrollierbar war. Ein Reifenwechsel auf der Sonderprüfung kam nicht in Frage, dennoch erreichte das Team eine sensationelle 19. Zeit. Es ergab sich, wie erwartet, ein spannender Kampf mit dem sehr erfahrenen Niki Schelle, der ebenfalls in der M1-Klasse mit einem brandneuen Suzuki Swift Sport dabei war.

Auf SP 5 gab es eine haarige Stelle, wie blankes Eis, doch zusehende Freunde warnten Pröglhöf und Medinger direkt an der Strecke mit Handzeichen. Sehr vorsichtig und ohne Ausrutscher konnte auch diese Stelle bewältigt werden. Belohnung dafür war Platz 13 in der Gesamtwertung. Schlamm, Nässe und Dreck auch auf der nächsten SP – und eine zu motiviert angefahrene Kurve kostete Sekunden. Ab diesem Zeitpunkt war der Ablauf reibungslos, Stück für Stück kämpfte man sich vor, doch auch die Konkurrenz schlief nicht – und vor der letzten SP lagen Pröglhöf/Medinger nur noch zwei Sekunden vor Niki Schelle.

Alles oder nichts? Lieber Zielankunft statt Klassensieg? Letztlich attackierte Pröglhöf heftig, und die letzte Prüfung wurde auf Platz 13 und 14 Sekunden vor Schelle beendet. Somit war Platz eins im M1 Rallye Masters gesichert, auch in der Gesamtwertung kann das Team mit seinem unterlegenen Auto im Vergleich zum restlichen Starterfeld mit Platz 14 sehr zufrieden sein. Das Team hat viel dazugelernt und das Fahrwerk, das mit Unterstützung der Partner optimiert wurde, funktioniert extrem gut.

Peter Medinger: "Absolut verdienter Sieg. Luca hat trotz wenig Erfahrung einen sehr guten Aufschrieb erstellt und dazu auch totales Vertrauen. Das ist nicht einfach, wenn man Kurven und Kuppen als voll beschrieben hat. Das muss man sich dann auch fahren trauen. Ich vertraue Luca zu einhundert Prozent, und das gegenseitige Vertrauen gibt uns auch die Stärke, so attackieren zu können."

Luca Pröglhöf: "Ich bin sehr zufrieden mit unserer Performance. Viel mehr wäre mit unserem Ford Fiesta nicht drin gewesen. Klar, ein paar 'Patzer' waren auch dabei, aber im Großen und Ganzen war es eine top Rallye. Aufgrund unserer tollen Leistungen bekamen wir von den Profis, die diesen Sport schon lange betreiben, sehr positives Feedback. Nun freue ich mich schon sehr auf unsere erste Schotterrallye im Waldviertel Mitte November."

Endergebnis: 1. Platz im M1 Rallye Masters, 3. Platz in der Junioren-, 4. Platz in der 2WD-, 14. Platz in der Gesamtwertung

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