RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Frankreich-Rallye

Kubica wächst über sich hinaus

Jari-Matti Latvala führt souverän und baut sich ein Polster auf Andreas Mikkelsen und Kris Meeke aus - Robert Kubica greift nach Platz vier.

Jari-Matti Latvala ist auf dem Weg zu seinem ersten Sieg auf Asphalt. Der Volkswagen-Werksfahrer zeigte am zweiten Tag der Rallye Frankreich eine souveräne Vorstellung, kontrollierte die Spitze und baute sich kontinuierlich einen Vorsprung auf seinen jungen Teamkollegen Andreas Mikkelsen auf. Am Samstag standen drei Prüfungen, die je zweimal absolviert wurden, auf dem Programm. Dazwischen gab es ein Remote-Service in der Stadt Colmar. Latvala stellte die Bestzeiten in den ersten vier SPs auf und setzte sich in Summe um 25,6 Sekunden von Mikkelsen ab.

In den letzten beiden Prüfungen nahm Latvala etwas das Tempo heraus, war aber dennoch schneller als sein schärfster Widersacher. "In meiner Position muss ich keine Risiken eingehen. Jetzt geht es darum, dass ich die Situation kontrolliere", sagt der Finne überlegt. Mikkelsen verlor kontinuierlich Zeit, doch auch für ihn geht es in erster Linie darum, den zweiten Platz ins Ziel zu bringen und WM-Rang drei abzusichern.

Einen unauffälligen, aber ebenfalls souveränen Tag zeigte Kris Meeke. Der Citroen-Pilot fuhr zwar keine Bestzeiten, aber konstant schnell. So hat der Brite nach 13 SPs zwar 25,4 Sekunden Rückstand auf Mikkelsen, aber komfortable 47,1 Sekunden Vorsprung vor den weiteren Verfolgern. "Ich bin wieder sehr zufrieden mit meiner Fahrt, es war besser als am Vormittag. Ich bin happy", strahlt Meeke zufrieden. Der Brite ist auf Kurs zu seinem vierten Podestplatz in dieser Saison.

Während es am Samstag an der Spitze keine Dramen gab, war es im Verfolgerfeld umso spannender. Eine starke Leistung zeigte Robert Kubica. Der Ford-Pilot hatte den Tag als Sechster begonnen und lag 10,2 Sekunden hinter dem vierten Platz, den Dani Sordo (Hyundai) hielt. Kontinuierlich wurde der Pole schneller, überholte Mads Östberg (Citroen) und kam Sordo bis auf drei Zehntelsekunden nahe.

Da am Abend noch eine kurze Prüfung in Mülhausen auf dem Programm steht, ist das Duell um den vierten Platz noch nicht entschieden. "Ich bin gut, schnell und sauber gefahren. Ich bin keine Risiken eingegangen", sagt Kubica deshalb zufrieden. Sordo ist zwar weiterhin der beste Hyundai, aber er muss zulegen, wenn er den vierten Rang behalten will. "Ich genieße das Duell", sagt der Spanier dennoch. "Ich versuche, mein Bestes zu geben."

Ebenfalls in diesem Kampf dabei war Routinier Mikko Hirvonen (Ford), der allerdings nach SP13 einen schleichenden Plattfuß vermutete. Dadurch wuchs sein Rückstand auf Sordo auf 13 Sekunden an. Wegen technischer Schwierigkeiten musste sich Östberg aus diesem großen Paket verabschieden. Am Nachmittag trat ein Ölleck beim hinteren Differenzial auf. Deshalb startete der Norweger SP13 zu spät. Noch wird Östberg auf Position sechs geführt, aber es ist eine Zeitstrafe zu erwarten.

M-Sport-Youngster Elfyn Evans erlebte einen Tag ohne Dramen und ist Achter. Bryan Bouffier (Hyundai) und Martin Prokop (Ford) runden die Top 10 ab. Hyundai-Werksfahrer Thierry Neuville hatte weiter Schwierigkeiten mit der Abstimmung seines i20 WRC und ist weiterhin Elfter. Neben Latvala stellte Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) zwei Bestzeiten am Nachmittag auf. Mit der Topzeit in SP13 markierte der Lokalmatador auch den 300. Prüfungssieg seiner Karriere.

In der Gesamtwertung hat sich Ogier nach den Problemen am Freitag auf Platz 18 verbessert. Es fehlen rund fünf Minuten auf Rang zehn. SP13 musste außerdem nach den ersten fünf Autos, zu denen auch Ogier zählte, unterbrochen werden, weil sich ein Vorausfahrzeug überschlagen hatte. Der Fahrerbesatzung ist dabei nichts passiert. Heute Abend findet noch ein knapp fünf Kilometer kurzer Sprint durch die Straßen der Ortschaft Mühlausen statt.

Gesamtwertung nach 13 von 18 Prüfungen (Top 11):
01. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) - 2:03:17.6 Stunden
02. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) +25,6 Sekunden
03. Kris Meeke (Citroen) +51,0
04. Dani Sordo (Hyundai) +1:38,1 Minuten
05. Robert Kubica (Ford) +1:38,4
06. Mads Östberg (Citroen) +1:50,6 (Zeitstrafe fehlt noch)
07. Mikko Hirvonen (Ford) +1:51,0
08. Elfyn Evans (Ford) +3:11,1
09. Bryan Bouffier (Hyundai) +3:39,7
10. Martin Prokop (Ford) +4:43,4
11. Thierry Neuville (Hyundai) +6:47,3

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Frankreich-Rallye

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht RRA

Race Rent Austria auf dem Klassenpodium

Von acht gestarteten Race Rent Austria Teams sahen bei einer schwierigen Jännerrallye vier die Zielrampe. Der bestplatzierte Gerald Bachler lag auf Platz zwei der Klasse 8, als er durch Fahrfehler ausfiel - so sprang Alexander Baumgartner in die Presche und belegte den dritten Klassenrang.

Rallye Dakar 2026: Etappe 6

Al-Attiyah übernimmt Führung

Dacia-Fahrer Nasser Al-Attiyah setzt sich mit Sieg auf Etappe 6 an die Spitze der Gesamtwertung - Daniel Sanders dominiert Motorrad-Etappe, kassiert aber Zeitstrafe

Jännerrallye: Nach Tag 2 (SP10)

Entscheidender Sonntag verspricht Spannung²

Staatsmeister Simon Wagner führt die 39. LKW FRIENDS on the road Jännerrallye powered by WIMBERGER nach dem zweiten Tag an / Aber der Freistädter Titelverteidiger Michael Lengauer bläst zum Generalangriff

Jännerrallye: Bericht Neubauer

Neubauer driftet knapp am Stockerl vorbei

Hermann Neubauer & Ursula Gaßner fehlen am Ende 13,8 Sekunden auf Platz drei. Packender Kampf mit den internationalen Stars Mads Östberg & Romet Jürgenson. Trotzdem viel Drift-Spaß im Toyota GR Yaris Rally2 auf den verschneiten Strecken