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WRC: Katalonien-Rallye

Shakedown: Ogier Schnellster im Regen

VW-Pilot Sébastien Ogier fährt abermals Bestzeit im Shakedown – regnerisches Wetter könnte in Spanien eine wichtige Rolle spielen.

Sébastien Ogier kam mit bester Laune aus dem Shakedown zurück – trotz strömenden Regens. Seine Bestzeit trug zweifellos zur guten Stimmung bei, obwohl Ogier nach eigener Einschätzung gar nicht der Schnellste war: "Bei meinem besten Versuch bin ich eine Schikane nicht ganz vorschriftsmäßig gefahren. Auf der Rundstrecke würde ich jetzt wahrscheinlich eine Zehn-Sekunden-Strafe bekommen."

Da der Shakedown aber offiziell gar nicht gewertet wird, blieb Ogier in 2:13,9 Minuten an der Spitze der Zeitenliste. Zweiter wurde Dani Sordo (Hyundai) mit nur einer Zehntelsekunde Rückstand. Platz drei ging an Ogiers Volkswagen-Teamkollegen Andreas Mikkelsen, der bereits 1,2 Sekunden langsamer war. Jari-Matti Latvala im dritten VW Polo WRC kam auf Rang sechs.

"Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn man auf Anhieb schnell ist", sagte Mikkelsen. "Ich habe ein gutes Setup gefunden und bin zuversichtlich." An eine Wiederholung seines Vorjahressieges, sein erster in der Weltmeisterschaft, denkt der Norweger allerdings nicht: "Mein Ziel ist die Vizemeisterschaft, um die ich gegen Thierry Neuville kämpfe. Ich orientiere mich an ihm, nicht an Ogier."

Nicht optimal verlief der Shakedown hingegen für Latvala. Der Finne drehte als einziger der drei Polo-WRC-Piloten vier anstelle der vorgeschriebenen drei Runden und kam wie Beifahrer Miikka Anttila mit leicht verdrecktem Overall zurück ins Service. "Wir haben zwischen zwei Durchgängen im Shakedown die Fahrzeughöhe geändert", lautete die Erklärung. "Danach habe ich mich im Auto deutlich wohler gefühlt."

Die Katalonien-Rallye wird am Donnerstag Abend mit einer Zusschauerprüfung im Stadtzentrum von Barcelona gestartet. Am Freitag stehen sechs Schotterprüfungen auf dem Programm, bevor für Samstag und Sonntag auf Asphalt gewechselt wird. Das regnerische Wetter könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen. "Normalerweise sind die spanischen Schotterstrecken von einer dünnen Staubschicht bedeckt, ein großer Nachteil für die vorne Startenden", analysierte Ogier.

"Wenn es regnet, wird diese Schicht weggespült. Stattdessen wird die Oberfläche von jedem Auto stärker aufgerissen. Dann ist es sogar ein Vorteil, vorne zu starten." Eine Wahl hat der Franzose ohnehin nicht – als WM-Führender fällt ihm die Startposition eins automatisch zu. Ogier kann in Spanien, beim drittletzten Lauf der Saison 2016, vorzeitig zum vierten Mal Weltmeister werden.

Stark vereinfacht ausgedrückt könnte nur ein Sieg von Mikkelsen bei gleichzeitiger Nullrunde für Ogier die Titelentscheidung auf die nächste WM-Rallye in Großbritannien vertagen. 2015 strandete Ogier in Führung liegend wenige Kilometer vor dem Ziel in einer Leitplanke. "Daran verschwende ich keinen Gedanken", sagte der Weltmeister. "Bei drei noch ausstehenden Rallyes muss ich nicht unbedingt gewinnen. Ich bin hier, um die Spanien-Rallye zu genießen."

Top 10 des Shakedowns in Spanien

 1. Sébastien Ogier     Volkswagen  2:13,9 Minuten
2. Dani Sordo Hyundai 2:14,0
3. Anderas Mikkelsen Volkswagen 2:15,1
4. Ott Tänak Ford 2:15,6
5. Kris Meeke Citroën 2:15,6
6. Jari-Matti Latvala Volkswagen 2:15,9
7. Hayden Paddon Hyundai 2:16,2
8. Thierry Neuville Hyundai 2:16,9
9. Mads Østberg Ford 2:16,9
10. Lorenzo Bertelli Ford 2:17,0

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