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WRC: Polen-Rallye

SP14: Dreikampf tobt - Ogier fällt zurück

Ein Unfall nach Reifenschaden wirft Sebastien Ogier am Samstag bei der Polen-Rallye zurück - Dreikampf um die Spitze tobt unvermindert weiter.

Fotos: RedBullContentPool

Sebastien Ogier (Ford) hat am Samstag bei der Polen-Rallye, dem achten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017, entscheidend an Boden und damit die Chance auf den Sieg verloren. Nach zwei Reifenschäden und einem daraus resultierenden Abflug verlor der amtierende Rallye-Weltmeister am Samstagvormittag gut eine Minuten auf die Spitze und liegt nach 14 von 23 Sonderprüfungen mit einem Rückstand von 1:37,2 Minuten auf Platz sechs.

Den größten Teil seines Rückstands hatte sich Ogier bei der zwölften Sonderprüfung eingefangen. "Wir hatten schon bei der ersten Prüfung einen schleichenden Plattfuß und danach gleich noch einmal einen. Einen Kilometer vor dem Ende hat sich der Reifen dann von der Felge gelöst, ich habe mich gedreht und bin eingeschlagen", berichtet Ogier. Durch den Unfall verlor sein Ford Fiesta WRC die Frontschürze und damit einen Teil des Abtriebs, wodurch Ogier bei den nächsten Sonderprüfungen weitere Zeit verlor.

"Ohne Aero fährt sich das Auto wirklich schlecht. Bei einigen Sprüngen sind wir ohne jede Kontrolle geflogen. Da merkt man erst, wie wichtig das ist", so der Franzose. Aus eigener Kraft dürfte Ogier das Podium in Polen nicht mehr erreichen können, wodurch er in der Gesamtwertung der WM einen großen Teil seines Vorsprungs einbüßen könnte.

Denn Ogiers erster Verfolger Thierry Neuville (Hyundai) kämpft bei der Polen-Rallye weiter um den Sieg. Der Dreikampf zwischen ihm, Ott Tänak (Ford) und Jari-Matti Latvala (Toyota) ging auch am Samstagvormittag bei deutlich besseren Wetterbedingungen als am Freitag unvermindert weiter. Jeder der drei Fahrer gewann eine Sonderprüfung, die Führung wechselte zwischen Neuville und Tänak hin und her.

Nach 14 von 23 Sonderprüfungen liegt Neuville gerade einmal 1,3 Sekunden vor Tänak, Latvala ist als Dritter mit 9,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze weiter in Schlagdistanz. "Ich muss jetzt etwas mehr geben, denn Ott gibt nicht auf", sagt Ogier. "An einigen Stellen muss man echt mutig sein." Doch auch Rivale Tänak fuhr am Samstagvormittag absolut am Limit. "Ich habe alles gegeben und die ganze Straße und teilweise etwas mehr genutzt", sagt der Este.

Am Samstagnachmittag werden die vier Sonderprüfungen der Vormittagsschleife wiederholt, ehe zum Abschluss des Tages der dritter Durchgang der Zuschauerprüfung "Mikolajki Arena" auf dem Programm steht.

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