RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC: Chile-Rallye

Strafminute: Meeke wütet gegen die FIA

Kris Meeke hat aufgrund einer Strafminute seinen achten Platz bei der Chile-Rallye verloren, was den Briten auf die Palme brachte.

Kris Meeke (Toyota) wurde nach Ende der Chile-Rallye mit einer Strafe von einer Minute belegt, wodurch er im Endergebnis von Platz acht auf zehn zurückfiel. Ihm wurde zum Verhängnis, dass er nach einem Überschlag auf der siebenten Sonderprüfung in einem Abschnitt zwischen Zeitkontrolle und Start zur nächsten SP die zerstörte Windschutzscheibe seines Yaris WRC entfernt hatte. In diesem Bereich sind Arbeiten am Auto laut des sportlichen Reglements verboten, was auch Meeke anerkennt.

"Wir haben in einer Kontrollzone gearbeitet. Man darf in einer Kontrollzone nicht arbeiten. Okay, das ist die Regel", sagte Meeke, doch nachvollziehen kann er seine Strafe dennoch nicht: "Habe ich versucht, mir einen Vorteil zu verschaffen? Wollte ich die Prüfung ohne Scheibe starten? Nein!" Das Sicherheitsglas zu entfernen, sei für ihn die einzige Möglichkeit gewesen, die nächste SP zu bestreiten.

"Die Scheibe begann in meine Richtung zu fallen. Glassplitter hätten ins Auto kommen können, und ich hätte mein Augenlicht verlieren können. Wir hatten keine Schutzbrillen im Auto. Die einzige Möglichkeit war, die Scheibe zu entfernen", schilderte Meeke die Situation. "Muss ich mir dafür schriftlich eine Genehmigung einholen, oder sollte man sich die Gesamtumstände betrachten? Was zum Teufel machen sie da? Habe ich versucht, den Reifendruck anzupassen, weil ich es vergessen habe, oder sonst irgendwas? Nein? Habe ich versucht mir einen Vorteil zu verschaffen? Nein!", sah sich Meeke offenkundig zu unrecht bestraft.

Schon einmal in Rage, fuhr der Nordire fort und tobte über den Automobilweltverband FIA, der aus seiner Sicht zwar Sicherheit predige, nicht aber entsprechend handele. "All dieser Bockmist der FIA über Sicherheit im Straßenverkehr. Sicherheit hier, Sicherheit dort ...", ärgerte er sich. "Was war denn in Argentinien mit den Zuschauern? Dieses Bild von Lappi, wie er um die Kurve kommt, und plötzlich stehen Zuschauer vor ihm? Wenn es aber um die Frage der Sicherheit geht: Scheiß' drauf – Strafe!"

"Ich bekomme eine Strafe, weil ich das Auto sicherer gemacht habe. All diese Aktionen über die Sicherheit im Straßenverkehr, aber wenn du das Auto sicherer machst, bekommst du eine verdammte Strafe. Was soll das? Was wollen die von mir? Dass ich mein Augenlicht verliere?"

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

WRC: Chile-Rallye

Weitere Artikel:

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

ARC, Grasl Rallye Horn: Bericht Friedl

Schreckmoment – Improvisieren gefragt

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten mit dem AUTOFUN - Ford Fiesta Proto mit viel Improvisation wichtige Punkte in der ARC Challenge einfahren.

WRC, Sardinien: Vorschau Raith

Ein Herzenswunsch wird Wirklichkeit

Der Steirer Kevin Raith steht am kommenden Wochenende in Sardinien zum zweiten Mal in seiner Karriere am Start einer WM-Rallye / Im Cockpit seines Ford Fiesta Rally2 sitzt Claudia Maier als Copilotin

ARC, Herbstrallye: 1. Vorschau

Herbstrallye: „Wir kommen zu den Menschen!“

Mit der Waldviertler Herbstrallye feiert Österreichs Rallyeszene einmal mehr einen grandiosen Saisonabschluss. Das Rallye Headquarter übersiedelt nach Waidhofen an der Thaya. Der charismatische Servicepark auf dem Flughafen Dobersberg bleibt bestehen.

WRC-Thriller bei der Rallye Italien auf Sardinien: Elfyn Evans rettet einen minimalen Vorsprung ins Ziel und krönt sich zum Rallye-Weltmeister 2026. Raith/Maier auf Platz 16. Granados WRC Masters Cup-Sieger 2026.