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Nissan Navara Pickup LE Double Cab Aut. - im Test

Innenraum

Längst vorbei die Zeiten, in denen der Innenraum eines Pickups eher an eine russische Gefängniszelle als ans Hilton erinnerte. Besonders im Nissan Navara haben sich die Japaner spürbar ins Zeug gelegt - Immerhin will man den Brückenschlag in die automobile Oberklasse schaffen.

Mit der Formgebung hat man das jedenfalls tadellos hinbekommen: Ästhetische Rundungen und ergonomisches Design schaffen eine Wohlfühlatmosphäre, wie sie bei der ambitionierten Konkurrenz bisher nicht erreicht wurde. Perfekt verarbeitete Ledersitze mit angenehm straffer Polsterung schmeicheln Popo und Augen gleichermaßen.

Lediglich die verwendeten Kunststoffe können ihren „Heavy Duty“-Hintergrund nicht ganz verleugnen. Immerhin ist ihnen eine gewisse Pflegeleichtigkeit nicht abzustreiten. Kritik auf hohem Niveau also.

Als tadellos erwies sich die Bedienbarkeit. Alle Tasten und Schalter sind leicht und intuitiv erreichbar. Selbst das vor Funktionen strotzende Navigationssystem lässt sich mit links bändigen. Schade nur, dass weder die Lenkradtasten noch der Joystick am Navi in der Nacht beleuchtet sind.

Das Platzangebot in der ersten Reihe ist mehr als fürstlich. Dank großer Kopffreiheit kommen auch Hutfahrer voll auf ihre Kosten. Und bei 1,85 Meter Außenbreite (ohne Spiegel!) dürfen auch breitschultrige Gesellen ohne intimen Körperkontakt gemeinsam unterwegs sein. Im Fond der „Double Cab“ geht es schon etwas enger zu:

Schmale Türen und steile Lehnen degradieren Reihe zwei zur mäßig komfortablen Strafbank. Längere Reisen sind bei nicht allzu hoch gesteckten Ansprüchen aber trotzdem ohne Kasteiung möglich.

Die Rückbank lässt sich aufklappen, damit kann man auch sperrigere Güter trocken transportieren - sofern sie sich durch die Türen bugsieren lassen.

Für Übersiedlungsgut bieten sich aber ohnehin eher die unendlichen Weiten der Ladefläche an: 1,51 Meter Länge und 1,43 Meter Breite sollten bei theoretisch unbegrenzter Ladehöhe für die meisten Aufgaben ausreichend sein. Dafür möge der Wettergott aber gnädig gestimmt sein. Ohne Dach wird Omas Tabernakelschrank den Transport im Regen nämlich nur mit gröberen Blessuren überstehen.

Abhilfe schafft für € 3.000,- das am Testwagen verbaute, etwas eigenwillig geformte Hardtop: Neben Sicherheit vor hinterhältigen Wetterkapriolen bietet es auch Schutz vor Gelegenheitsdieben, die wertvolles Ladegut direkt von der Ladefläche stibitzen. Größter Nachteil dieses gewaltigen Aufbaus ist, dass die Übersichtlichkeit nach hinten und schräg hinten auf Null reduziert wird. Der schmale Sehschlitz nach hinten darf eher als Design-Gag denn als nutzbringendes Element gewertet werden. Bei 5,22 Meter Außenlänge wird das Einparken ohne Sicht und ohne Einparkhilfe zum Nervenkitzel. Der Porsche des Finanzberaterkollegen wird da schnell einmal übersehen…

Zur Sicherheit der Insassen verbaut Nissan neben 6 Airbags und einem Bremsassistenten auch ISOFIX Halterungen. Ein ESP ist wie erwähnt nicht erhältlich. Beim NCAP-Crashtest erhielt der Navara nur drei Sterne für den Passagierschutz. Eigentlich peinlich für ein derart massiv gebautes Fahrzeug. Zum Vergleich: Der Renault Clio erhielt problemlos fünf Sterne und damit die volle Punktezahl.

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